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...wenn wir unterwegs sind...

 ...so lautet der Untertitel meines Blogs. Sind wir aber nicht. Und das jetzt seit 4 Monaten! Wegen Corona. Nicht bei uns direkt, wir sind gesund, aber zu viele andere verbreiten das Virus. Und ein Ende ist nicht wirklich in Sicht. Hoffentlich aber bald ein paar sinnvolle Lockerungen. Aber Hoffen tun wir alle nun schon ein Jahr... Den Post schreibe ich nur, damit ich die Bedienung nicht verlerne. Die Blogger-Software und der Autor kommen ja so langsam in die Jahre. ☺ Auf der anderen Seite gibt es aber auch Entwicklungen, die sich durch Corona beschleunigt haben. Einige meiner kleinen Projekte, die schon lange auf der noch längere Bank warteten, sind inzwischen erledigt. So z.B. die Änderung des Layouts der Seite, falls es jemand gemerkt hat. Und eines hat sogar mich überrascht! Inzwischen kann ich bei unserem Bäcker jedes Brötchen kontaktlos bezahlen! Also, es geht doch!

Zusammenfassung

Von Dole war es zwar noch ein gutes Stück bis nach Stuttgart, aber das fährt das Womo inzwischen alleine. Im südlichen Elsass schauten wir dann auch konzentriert auf den Straßenrand, bis wir Schilder mit "Vin nouveau" entdeckten. Der Sommer ist vorbei, jetzt sind Federweißer und Zwiebelkuchen dran! Bei einem kleinem Winzer finden wir ein gutes Stöffchen und bezahlen ein letztes Mal kontaktlos mit der Uhr.  Am frühen Abend sind wir wieder in Stuttgart. Beim Ausladen regnet es plötzlich und heftig, ich werde so nass, wie im ganzen Urlaub nicht...   Zusammenfassung: - Ja, wir waren schon wieder in Frankreich. Aber dieses Mal war, bis auf Teile der Hin- und Rückfahrt, alles neu. Nicht unbedingt spektakulär, aber wenn man genauer hinschaut, interessant und einfach toll!  - Das Wetter war 4 Wochen lang noch hochsommerlich. Daher haben wir ab unserem Startpunkt mitten in Frankreich für die knapp 400 km bis zum Atlantik auch diese 4 Wochen gebraucht. Und wenn einer sagt, es gäbe ...

Immer noch auf der Rückfahrt

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Heute fahren wir wieder ein gutes Stück Richtung Heimat. Eher ungewollt, wir würden gerne unterwegs den einen oder anderen Tag Pause einlegen.  Aber nicht bei diesem Wetter, obwohl wir heute lange mit einer großen Wolkenlücke über uns fahren. Unterwegs wählen wir Dole als Schlafplatz. Dies ist der einzige Übernachtungsplatz in diesem Urlaub, den wir bereits kennen. ALLE anderen waren neu! Die heutige Restaurantgeschichte mache ich kurz. Ich versuche es jedenfalls. 18:58 Uhr rütteln wir an der Tür eines uns bekannten Restaurants. Klar, noch abgeschlossen. Um 19:00 Uhr öffnet sich die Tür, die Chefin kommt raus und hängt uns das Schild "Complet" vor die Nase. Dabei hatten wir die Menüfolge schon ausgesucht... Auf dem Weg zu den Ausweichkandidaten, fällt mir ein Restaurant hinter der Markthalle auf. Nur kurz aufs Menü geschaut, und schon fragen wir nach einem Tisch. Lautes Gemurmel zwischen dem Personal, dann fragt die Chefin, ob wir deutsch sprechen würden. "Besser als fra...

Im Westen nichts Neues...

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...dort regnet und stürmt es weiterhin. Und uns wird klar, dass wir auf der Rückfährt kaum einen gemütlichen Wander- oder Radtag einlegen können. Wir fahren etwas schneller als das Unwetter nach Westen, nachts holt es uns wieder ein. Heute teilweise absoluter Starkregen. Da löst sich jede Fliege und alle Schlammspuren. Zu Hause werden die Nachbarn wieder fragen, warum unser Womo so sauber ist... Inzwischen fahren wir wieder durch die Gegend, wo wir vor über 5 Wochen angefangen haben. Sieht im Regen aber irgendwie anders aus. Wir steuern am Nachmittag einen kleinen Ort mit Stellplatz an. Die angrenzende Bar, oder geschlossener Italiener, je nach Infoquelle entpuppt sich als gerade erst eröffnetes Restaurant. Und es steht schwarz auf weiß dran: Öffnet Freitag um 18:00 Uhr. Super! Punkt 18:00 Uhr stehen wir davor. Kein Licht, Tür geschlossen. Egal, ich sehe Licht in der Küche und versuche durch absichtlich erzeugte Geräusche auf uns aufmerksam zu machen. Mit Erfolg! Irgendwann öffnet der ...

Ab nach Osten

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Die ganze Nacht regnet es, aber am frühen Morgen hört es auf. Als wir Aufstehen, hören wir ungewöhnliche Geräusche. Luken auf, und schon sehen wir den Nachbarn auf dem Womo-Dach eine Dachlüftung in der Hand. Da muss es wohl reingeregnet haben. Hatten wir auch schon, aber zur Zeit ist unsere Kiste dicht. Noch ein Spaziergang an der Promenade, danach wird der Kompass nach Osten ausgerichtet und wir fahren los. Nach einigen Stopps und nach nur knapp 170 km stehen wir auf einem schönen Platz in einem winzigen Ort. Nur kein Stress auf der Rückfahrt...

Meer Salz

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Heute bleiben wir einfach vor Ort. Das Wetter schaltet noch ein letztes Mal auf "sonnig", der Platz mit Blick auf das Meer ist prima und gut Essen kann man hier auch. Nur auf dem Wetterradar kann man das große Sturmtief erkennen, daß auf die Küste zukommt. Wir wollen daher heute zu Fuß zum Port des Salines. Außer Millionen von Austern werden hier auch einige Tonnen Salz produziert. Und wie, das wird am Port des Salines gezeigt. Beim Losgehen frage ich mich, ob es hier erlaubt ist, in Urlaubsprospekten zu schreiben: Zimmer mit Meerblick... ...oder heißt es hier : zeitweise Meerblick möglich... Am Ziel angekommen freut es uns, dass hier die Neutronenbombe nicht gezündet hat. Es sind einige Leute vor Ort, die Brasserie hat geöffnet, und es gibt sogar einen kleinen Markt! Wir nutzen die Gunst der Stunde und experimentieren, wieviel noch in einen bereits vollen Magen rein geht. Nach einer schönen Zeit bei 20 C in der Sonne schauen wir uns die Salzproduktion an. Wollten wir jedenfa...

Von Nord nach Süd...

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...durch die Insel. Aber das sind auch nur etwas über 30 km. Wir fahren die Westküste ab und halten an Stränden und dem einzig größerem Ort zum Schauen und Spazieren gehen. In La Cotiniere gibt es den einzigen größeren Fischereihafen der Insel.  Vielleicht hat einer der Schiffe schon für unser Abendessen gesorgt. Noch hier und da mal an den Strand, am Nachmittag größer eingekauft und dann ganz im Süden einen Platz gesucht. Die Erwartungshaltung war eher niedrig, da bei Saint-Trojan-les-Bains die ganze Küste bebaut ist. Glücklicherweise finden wir aber einen Parkplatz, mit direktem Blick auf das Meer! Klasse! So etwas gibt es nur noch selten, und auf Inseln schon gar nicht. Im Ort gibt es 12 Restaurants und wir müssen nur 10 davon abklappern, bis wir ein offenes, mit einem Tisch für 2 und brauchbarer Speisekarte gefunden haben. Dafür gibt es dann auch ganz leckere Messermuscheln...

Nachtrag

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Irgendwie dachte ich wohl, für gestern mit dem Post schon fertig zu sein. War ich aber nicht, daher nun noch ein Nachtrag. Nachdem wir auf den Glühwein dann doch verzichtet hatten, sind wir nach Saint-Gorges-d'Oleron gefahren. Hier gab es einen schönen Platz auf einer Wiese, mehr brauchen wir ja nicht. Oder doch? Verzweifelt suchten wir das laut Tripadvisor einzige vernünftige Restaurant in dem kleinen Ort. Es sollte genau hier sein... ...war es aber nicht. Auch in der näheren Umgebung ist nichts. Ein Restaurant kann man aber doch nicht einfach übersehen! Irgendwann suche ich im Internet nach dem Namen und finde heraus, dass ein Food Truck gemeint ist, der hier wohl irgendwann gestanden hat!  Etwas verärgert suchen wir die nächstgelegenen Restaurants. 4 sind im Süden in einem Ort, eines im Norden direkt am Wasser, jeweils 3 km entfernt. Blick aufs Meer klingt gut, also nach Norden. Gleich auf die diesmal angegebene Internetseite und siehe da: Prima Speisekarte und durchgehend geöff...

Straffes Programm

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Heute ist Markt in Chateau d'Oleron. Der Wecker reißt uns daher früh aus unseren Träumen. Wir sind entsprechend zeitig auf dem Markt, wir wollen dieses Mal nicht, wie sonst üblich, die letzten sein. Dieses Mal sind wir aber bei den Ersten. Gemütlich werden noch die Stände für Klamotten und Haushaltsartikel aufgebaut. Zum Glück interessieren diese uns nicht. Und bei der Nahrungsmittelfraktion herrscht schon Hochbetrieb. Zuerst decken wir uns mit Käse und Wurst ein... ...bevor wir uns dort umschauen, was für uns Deutsche nicht so üblich ist. Es ist schon was dran, dass der Franzose alles isst, was nicht bei 3 auf dem Baum ist. Aber ich denke, es ist nur eine andere Art Esskultur. In Deutschland darf nichts mehr nach dem Tier aussehen, von dem es stammt. Kein Kopf, kein Fuß, am besten rechteckig und unter Folie  verpackt. Hier ist es noch "natürlicher", wenn man dazu steht, dass der Mensch nun mal am Ende der Nahrungskette steht. Der Weg zurück geht am Meer entlang, wenn es...

Auf die Ile d'Oleron

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Der Wind hat nachgelassen. Jedenfalls so weit, dass wir problemlos über eine knapp 3 km lange Brücke auf die Ile d'Oleron fahren können. Auf dieser, nach Korsika zweitgrößten Insel Frankreichs in Europa, wollen wir die nächsten Tage verbringen. Wir fahren auf einen (für uns) Luxusstellplatz. Mit Duschen! Das ist neu für uns. Die Duschen sind ok, auch wenn bei 11 C Außentemperatur die eine Körperhälfte friert, während die andere gerade verbrüht  wird. Auch Strom ist im Preis mit drin. Brauchen wir zwar nicht, aber aus Neugier schließe ich ihn doch an. Seit 1,5 Jahren haben wir ein neues Ladegerät, und das will ich nun erstmalig ausprobieren. Wie vorhergesagt, hört der Regen um 16 Uhr auf, und wir machen uns los ins nahe Chateau d'Oleron. Hier gibt es eine größere Festung (von wem wohl?). Vertraue nie der Wettervorhersage. Wir haben kein Schirm mit, und um 17 Uhr regnet es wieder. Kein Wunder, dass die Kunst hier vor sich hin rostet. Der andere Teil des Ortes hat viel mit der hie...

Aussitzen

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Was für ein Wetter! Und es regnet und stürmt die ganze Nacht. Nur noch 10 C. Das Womo wackelt im Wind. Ich vertraue den knapp 4 t Masseträgheit und fühle mich wohl in dem pfeifenden, hin- und herwackelnden Schneckenhaus, auf das der Regen prasselt. Brigitte glaubt eher an die Kraft des Windes und dass die Kiste umfällt. Schlafen tun wir natürlich beide unter diesem Umständen kaum. Aber wahrscheinlich viel besser als der einsame Radfahrer, den wir gestern in unserer Nähe in seinem kleinen 1-Mann-Zelt sahen. Am nächsten Morgen wird das Wetter langsam besser, es gibt sogar Regenpausen.  Aber es ist alles nass und matschig, wir können nicht einmal aus dem Womo, da wir jetzt in einer großen Pfütze stehen. Und dann hupt es plötzlich. Oh je, sollte das übliche Womo-Verbotsschild, an dem wir gestern vorbei gefahren sind, doch ernstzunehmen sein? Ein banger Blick aus dem Fenster, und wir wollen es nicht glauben. Ein Bäckerauto steht genauso im Matsch wie wir, und wir könnten frisches Baguet...