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Saint-Firmin

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Kurz nach dem Wachwerden muss ich zum Fotografieren schon die Tür öffnen. Bei 6,5° C draußen merkt man die 10° Unterschied zur Innentemperatur deutlich. Aber was für ein Ausblick! Die Heizung springt schon beim 2. Versuch an, eine Stunde später ist es warm. Gegen Mittag wollen wir eine kleine Runde spazieren, die Mittagszeiten im Ort lassen uns den Weg aber noch einmal abkürzen.  An der einzigen Bar setzen wir uns in die Sonne. Den Kaffee trage ich selbst rüber und Kreditkarte wird hier auch nicht genommen. Kein Bewohner, der aus der Boulangerie kommt oder auf dem Parkplatz hält, geht nicht in die Bar für ein Getränk und den Austausch von Neuigkeiten. Es ist also ein typisches kleines Bergdorf. Die kleine Metzgerei liegt im Hinterhof und ist wirklich urig. Drinnen traue ich mich gar nicht zu fotografieren, außerdem lasse ich mir von Madame die regionalen Spezialitäten erklären. Der Laden könnte aber in jedem Reiseführer abgebildet sein. Die Ravioles und Turtons machen wir uns ...

Wir bleiben in den Bergen

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Wir hatten schon fast vor, etwas aus den Bergen in Richtung Provence rauszufahren, aber am Morgen werden wir durch die tolle Kulisse umgestimmt. Das Wetter bleibt prima, und ich suche eine Runde durch die Berge raus. Wir fahren zurück nach Gap und dann nach Norden. Nach rund 50 km biegen wir ab und stehen kurz darauf bei Saint-Firmin auf einem ehemaligen Campingplatz, der nun als Stellplatz dient. Der Ausblick ist herrlich! So lässt sich prima Blog schreiben. Vor rund 15-20 Jahren waren wir hier schon auf allen Hauptstraßen unterwegs, aber das war eher im Spätherbst, im Winter oder Vorfrühling auf der Hin-oder Rückfahrt nach Südfrankreich. So schönes, stabiles Sommerwetter hatten wir wohl noch nie, das nutzen wir jetzt aus. So bleiben wir heute einfach am Womo und schauen fern! By the way: In Italien wird das Wetter langsam besser, aber es ist für uns noch (lange) nicht gut genug.

Überraschungen am Morgen

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Aber leider nichts Erfreuliches. Zum Einen geht unsere neue Heizung heute früh gar nicht mehr an, gestern ging es wenigstens beim 3. Versuch. Zum Glück wärmt die Flamme vom Kaffeewasser und die Sonne. Dann bricht der Lautsprecher eines Hörgerätes ab, das reicht an Überraschungen bis zum Frühstück. Somit ist das Programm für mich heute klar, und irgendwann bekomme ich durch Handauflegen, günstige Sternenkonstellation und böse Worte die Heizung wieder zum Laufen. Lieber mit blöden Geräuschen und Resonanzen, als gar nicht, denke ich mir, und im Kopf formuliere ich schon den Garantieanspruch. Mein Hörgeräteakustiker würde mir sogar einen Ersatzlautsprecher schicken, erinnert sich aber sofort, dass wir mit dem Womo unterwegs sind. Ich werde nun erst einmal die alten Hörgeräte verwenden, zum Glück habe ich die vor 4 Jahren nicht gespendet. Brigitte hat derweil frei, und die Hofhündin bleibt den ganzen Tag bei uns und ist die Ruhe selbst. Auch bei 4 tieffliegenden Kampfflugzeugen, gefühlt nur...

Und Tschüss

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Mal wieder Essen gehen wäre gar nicht so schlecht, denken wir uns am Morgen. Hier gab es aber leider nichts.  Heute fahren wir von diesem einfachen, aber tollen Platz weg, ein Wetterwechsel steht an. Aber zum Frühstück noch einmal das volle Programm. Wir fahren nach Westen, immer bergab durch eine tolle Berglandschaft. Am Lac de Serre-Poncon sieht es noch super aus, aber die Wolken werden fetter. Bei Gap sehen wir, dass es im Nachbartal ergiebig regnet, wir sehen es nämlich gar nicht mehr durch die dicken schwarzen Wolken und den Regen. Aber der Regen bleibt nördlich von uns, und etwas westlich von Gap finden wir bei einem Bauern ein nettes Plätzchen. Es ist das erste Mal France Passion für uns in diesem Jahr. Und den Unterschied zu Agricamper in Italien sieht man sofort. Hier hat niemand etwas dagegen, wenn man Tisch und Stühle verwendet. Brigitte hat auch gleich eine neue Freundin, der Hofhund ist unendlich lieb (und das sage erstaunlicherweise ich!). Auf 1100 m ist die Luft jetz...

Der Berg ruft leiser

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Seit gestern früh stehen wir mit unserem Womo alleine hier mit herrlichem Bergpanorama. Das gefällt uns!  Heute ist das Wetter noch gut, morgen sieht es nach Wetterwechsel aus. Die Bergschuhe werden daher noch einmal geschnürt, zum Glück finde ich eine Tour, die halbwegs auf einer Ebene läuft. Für viele Höhenmeter haben wir irgendwie heute keine Lust. 😳  Die Ausblicke sind prima, und es geht auch oft durch den schattigen Wald. Heute laufen wir weit unterhalb der Gipfel, aber die Landschaft ist eindeutig bergig. Die Tiere heute sind viel größer als gestern und gar nicht scheu. Bei Großvieheinheiten auf dem Weg muss Brigitte immer Platz schaffen, die kann das besser als ich. 😊 Diesmal gibt es keine Steinpilze auf dem Teller, aber viele Schopf-Tintlinge stehen am Wegesrand. Am Umkehrpunkt machen wir Pause. Auf einer Höhe zu wandern bedeutet am Hang, dass Hin- und Rückweg gleich sind. Das ist uns heute egal und wir genießen die Aussicht. Was auf der anderen Hangseite wie 2 Dörfe...

Der Berg ruft

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Die Nacht war ruhig, draußen sind es keine 10° C. Wir probieren unsere neue Heizung aus, und wie beim Probelauf macht sie irgendwie ganz komische Geräusche. Langsamer Aufheizen tut sie auch, aber irgendwann wird es warm. Ich suche für heute eine Wanderung raus, kurz vor Mittag scheint die Temperatur ok zu sein, es geht los. Wie in den Bergen üblich, geht es zuerst nur bergauf.  Es wird schnell wärmer, wir schwitzen ordentlich beim Aufstieg. Der Schatten wird immer weniger, jetzt ist es heiß. Zu einer angenehmen Zeit für eine Pause kommt eine Hütte in Sicht, aber auch die hat Sommerpause. Dann gibt es halt Wasser im Baumschatten, der erste Liter ist schnell weg. Oberhalb der Baumgrenze wird es wirklich anstrengend. Vor 20 Jahren ging das alles noch leichter. Ohne Lifte wäre die Landschaft zwar schöner, aber die Stützen werfen wenigstens Schatten. Die letzten Höhenmeter sind elendig. Ich schiebe es, wie beim Kilimandscharo, auf Sauerstoffmangel, aber die Uhr sagt, wie immer, 96 % Sau...