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Same procedure...

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...as the day before yesterday. Wir trinken am Morgen wieder nur einen Kaffee in der Sonne und fahren auf den Supermarktparkplatz. Der Verbandswechsel ist schnell gemacht, und wir vereinbaren, dass am Dienstag, 13 Tage nach der OP, die Klammern gezogen werden sollen. Sonst fangen die Dinger am Ende noch an zu rosten... Dann wieder nach Valras-Plage. Nein, wir haben keine Lust auf etwas Neues, wir gehen wieder zum "Le Phare". Und zwar direkt, da es nun bewölkt ist und der Wind wieder zunimmt. Ich nehme wieder das gleiche Menü, und Brigitte schließt sich mir heute an. Also Tunfischtartar, schön mit Ingwer und Sesamöl, danach Muscheln mit der genialen Kokos-Curry-Soße. Ich überlege noch, wie Brigitte die Muscheln essen will, da kommt plötzlich ihr rechter Arm aus der Schlinge zum Vorschein. Es geht sogar ganz gut, aber ich kann mich nicht erinnern, diese Übung gestern bei den Reha-Videos auf You Tube gesehen zu haben. Heute bekommen wir auch den Nachtisch des Hauses. Vor 2 Tagen...

Na sowas!

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Den 2-tägigen Rythmus zwischen den Verbandswechsel-und-Essen und am nächsten Tag Sonne genießen und Spazierengehen, haben wir schon verinnerlicht. Ab heute gibt es hier allerdings keine neue Strecke mehr für uns. Wir möchsten daher die Einkehrrunde von vorgestern noch etwas ausbauen, und haben uns schon eine genusstechnisch hoffentlich aussichtsreiche Runde zusammengestellt. Dort, wo hier kein Campingplatz hingebaut wurde, sind noch die ursprünglichen Salzwiesen zu sehen. Die enden oft an kleinen Seen... ...die bis zum breiten Strand gehen. Wir laufen heute nicht direkt am Meer entlang, denn dort weht einem der Sand inzwischen bis in die Ohren.  Aber dann das!  Nach nur 1,5 km ist am Strand kein Durchkommen mehr. Dort, wo vorgestern zwischen einem See und dem Meer rund 150 m trockener Sand war, ist nun ein richtiger Fluss entstanden. Woher das Wasser kommt ist mir schleierhaft, es hat im Umkreis von 100 km nicht wirklich geregnet, und der Wind kann auf 5 Hektar Wasser sicherli...

Immer noch in...

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Wir sind nun schon den 13. Tag in Sérignan bzw. bei Béziers. Das ist die längste Zeit, die wir jemals an einem Ort waren. Ok, diese Umstände hatten wir ja auch noch nie.  Natürlich schaue ich jeden Tag auf das Wetter und auf mögliche Übernachtungsmöglichkeiten, und ob wir uns nicht doch schon etwas weiter in Richtung Spanien aufmachen sollten. Aber es gibt einen Grund, solange hier zu bleiben: Für unseren "Zustand" gibt es weit und breit keinen besseren Ort! Weit nach Spanien runter zu fahren, ohne zu wissen, wie wir dort an "Parkplatzkrankenschwestern" rankommen, die englisch verstehen und französische Krankenakten lesen können, erscheint uns zu gewagt, bzw. wäre mir zu arbeitsaufwendig. Kurz vor der spanischen Grenze gäbe es aus Erfahrung die eine oder andere brauchbare Übernachtungsmöglichkeit, aber in den nächsten Tagen sind dort Böen bis 110 km/h vorhergesagt. Da kann selbst Borkum nicht mehr mithalten...😜 Wir stehen hier auf einer ruhigen Wiese und nicht in R...

Es wird windig

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Über ganz Europa zieht gerade ein Sturmtief von Nord nach Süd, welches selbst bei uns noch das Wetter bestimmt. Nach dem Frühstück wird es windig. Und wie! Wir packen uns daher winddicht ein und laufen am Strand dieses Mal nach Norden. Das geht noch gut, der Wind kommt eher von hinten.  Brigitte muss nur aufpassen, dass ihr leerer Ärmel keine Ohrfeigen austeilt. 😄 Unter all dem Treibholz findet sich auch die eine oder andere prima Sitzmöglichkeit  Hinter den Dünen taucht bald ein Feriendorf auf. Durch den vielen Sand in der Luft, knirscht es nämlich schon ganz schön im Mund. Die nun notwendigen Spar-Maßnahmen werden im Gegensatz zur Politik einstimmig beschlossen und sofort umgesetzt. 😆 Im Ort, der auch noch fast menschenleer ist, hat aber auch noch eine Kneipe auf. Und da es dort fast windstill ist, müssen wir unsere Pause noch etwas verlängern. Die Stärkung war gut, denn der Rückweg im Gegenwind ist nicht wirklich spaßig. Der nahe Flughafen misst 57,2 km/h Wind und Bö...

Genug Abwechselung

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Heute ist wieder ein Verbandswechsel auf dem Supermarktparkplatz angesagt. Wir trinken allerdings im Womo nur einen Kaffee und fahren los. Der Verbandswechsel geht schnell und ist durch die gut verheilende Wunde kein Problem. Danach fahren wir zu einem Parkplatz nahe dem Ortskern und laufen in den Ort.  Was wir da wollen? Natürlich das Frühstück nachholen! Wir nehmen gleich die 2. Wahl, bei der Ersten gab es keine Terrasse. Es ist für uns eine schöne Ablenkung, und Brigitte gefällt es auch. In der Sonne sitzend, aber die Bäume haben noch kein Laub, ist für uns immer der Beginn einer (normalerweise) schönen Reise. Wenn man etwas darauf achtet, dann gibt es genug Speisen für Einarmige. Und wenn sie so gut wie hier schmecken, umso besser! Am Nachmittag dann wieder frühlingshafte Entspannung. Am Abend dann noch eine natürliche Bespaßung, bald geht hier in den benachbarten Campingplätzen die Saison los, und dann ist laute Beschallung bis 23 Uhr angesagt. Auch wenn wir hier nun schon län...

Strandurlaub!

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Heute machen wir nach dem Frühstück einen schönen Strandspaziergang. Danach in Ruhe am Womo in der Sonne sitzen.  Inzwischen haben wir auch die ganzen Krankenhausberichte soweit übersetzt, so dass wir wissen, dass nach 4 Wochen eine radiologische Kontrolle stattfinden muss. Ansonsten gab es keine Komplikationen, und der Arzt ist mit dem OP-Ergebnis zufrieden. Am Nachmittag laufe ich noch eine Runde durch eine Salzwiesenlandschaft, dann ab unter die Dusche, so ist der Tag wieder angenehm gefüllt.

Wieder eine neue Erfahrung

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Heute ist der erste Verbandswechsel angesagt. So etwas wird in Frankreich oft  von selbstständigen Krankenschwestern (hier wird nicht gegendert! 😬) durchgeführt. Daher klingelt auch früh der Wecker. Wir haben uns auf einem Supermarktparkplatz verabredet. 15 Minuten nach der vereinbarten Zeit rufe ich an. Leider kann sie kaum Englisch, aber sie hat wohl auf dem Teil des großen Parkplatzes gewartet, der für Womos reserviert ist. Das wussten wir nicht und stehen direkt am Eingang. Kurz danach ist sie da, und im Womo ersetzt die Sonne das OP-Licht. Nachdem der Verband entfernt wurde, sehen wir das erste Mal die Wunde und sind ein wenig geschockt. Auf dem Röntgenbild sahen die vielen Klammern noch harmlos aus, in Realität wirkt es eher wie Frankensteins Meisterwerk. Zum Glück müssen danach nur noch zwei große Pflaster drauf, was viel angenehmer als der dicke Verband ist. Das ganze kostet an einem Sonntag inklusive der Wartezeit und den Pflastern, die alleine über 6 € kosten, nur 20 €! ...

Zurück nach Sérignan-Plage

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Der Preis für das gute Essen gestern war natürlich eine weitere Nacht auf dem lauten Stellplatz. Selbst mit Ohrenstöpseln kein Vergnügen. Man könnte mir die 15 €, die der Platz kostet, geben, ich würde hier keine Nacht mehr verbringen. Wir fahren nach dem Frühstück daher wieder zurück auf den Stellplatz in Strandnähe. Hier sieht es ganz anders aus. Heute ist erst einmal Entspannung für Brigitte angesagt. Der Hausmechaniker schaut inzwischen nach, warum unsere Dieselheizung so laut ist. Ok, ein Loch vor dem Schalldämpfer, dahinter wäre mir lieber gewesen... Natürlich kreisen die Gedanken, wie es nun weitergeht. 2 Wochen lang soll alle 2 Tage der Verband gewechselt werden, danach müssen die 27 (!) Klammern raus.  Zurück nach Stuttgart ist keine Option. 3 Tage rütteln im Womo mit einem Gurt über den Verletzungen wären sicher kontraproduktiv. Also erst einmal hier bleiben und die Wunde in Ruhe lassen. Die Reiseleitung hat schon längst den gebuchten Aktivurlaub storniert und (...

Geht es jetzt aufwärts?

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Same procedure as every day, kommt mir in den Sinn, als ich vom Platz wieder loslaufe. Der Wachhund macht inzwischen nur noch einmal Wuff, morgen kann ich ihn wohl streicheln. Daraus wird aber nichts, Brigitte wird heute entlassen! 😌  Die Stimmung wird besser, ich verstehe allerdings einige Passagen der Entlassungspapiere nicht und muss länger nachfragen. Nachdem wir eine Apotheke halb leergekauft haben, nehmen wir ein Taxi (ja, tagsüber gibt es wirklich einige davon) und fahren zum Stellplatz. Bevor wir ins Restaurant gehen, werden die letzten Spuren beseitigt. Im Restaurant schon fast eine herzliche Begrüßung. Schön! Beim Telefonieren mit einer Krankenschwester hilft uns die Servicekraft, da er gut Englisch spricht, die Bestellung kann ich dann wieder alleine in französisch tätigen. Heute gibt es etwas für Einarmige! Tapas...  Den Umständen entsprechend, geht es Brigitte nun deutlich besser, das macht Mut!

Wie geht es weiter?

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Ich werde um 6:00 Uhr vom Verkehrslärm wach. Und das ohne Hörgerate. Das bedeutet, dass es hier wirklich laut ist. Heute Nacht war der Platz zu einem Drittel belegt. Wer kommt hier nur freiwillig her, ich verstehe es nicht.  Wieder zu Fuß und mit dem Bus in die Klinik. Der ultrascharfe Wachhund eines Schrottplatzes, der gestern noch gefühlt das Metallgitter durchbeißen wollte, klingt heute etwas heiser. Hier läuft wohl selten jemand lang. Heute geht es Brigitte schon besser, aber die Fernseh-, Schwätz- und die nächtliche Klong- und Klöterkulisse gehen ihr auf den Keks. Wenn alles gut läuft, kann sie aber morgen entlassen werden.  Wenigstens ein Licht am dunklen Horizont...  Nach dem kulinarischem Tiefpunkt gestern, habe ich heute die bessere Wahl. Ab heute hat ein richtiges Restaurant in der Nähe des Stellplatzes geöffnet. Und hier ist es wieder richtig prima. Gute Küche, super Service, was will ich mehr.  Natürlich mit Brigitte hier sitzen, daher reserviere ich glei...

Was nun?

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Um 7:15 Uhr klingelt mein Wecker. Heute ist Schluss mit lustig, ich habe ein volles Programm. Wir haben dummerweise gestern das Womo völlig unaufgeräumt und mit sämtlichem Spülkram stehen gelassen. Das dauert jetzt natürlich doppelt so lange, bis ich abfahrbereit bin. Zuerst fahre ich zur Schule, um die Räder zu holen. Leider geht niemand ans Telefon, ich komme also nicht rein. Ich gehe um die Schule herum, entdecke einen Lieferanteneingang mit Parkplatz, gehe zurück zum Womo und fahre dort hin. Ein Mann geht gerade in die Schule, und ich rufe laut nach ihm. Ich komme wohl wegen der Rädern, erwidert er mir. Es hat sich also schon im Kollegium herumgesprochen, was gestern passiert ist. Brigittes Fahrrad scheint stabiler als Brigitte zu sein. Ok, es ist ja auch erst 12 Jahre alt. Außer ein paar Schrammen, ist nur das Pedal durch den Polleraufprall kaputt. Ich suche einen Stellplatz, der näher am Hospital ist. Ein sehr lauter Schotterplatz zwischen Autobahn, Eisenbahn und Durchfahrtsstraß...