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Perfekt!

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Nach 10,5 h Schlaf werde ich wach und erblicke das Sonnenlicht, was durch die Bäume scheint. Ein schönes Frühstück VOR dem Womo rundet den Vormittag ab. Es reisen einige ab, nun sind wir fast alleine. Es ist herrlich ruhig, angenehm warm, der Platz liegt prima, was will man mehr. Nach einigen kleinen Reparaturen (zu Hause habe ich dafür einfach keine Zeit 😊) und Einstellungsarbeiten, laufen wir am späten Nachmittag in das nahe Berceto. Und es stimmt tatsächlich, ALLE Wege führen nach Rom! Der Ort hat keine 2000 Einwohner und liegt recht einsam in den Bergen. Der Dorfkern sieht nett aus, von Landflucht ist hier erst einmal nichts zu erkennen. In einer Bar wollen wir unseren Durst stillen, ich habe Lust auf Bier vom Fass. Erst beim Einschenken bemerken wir die uns bekannte Hausbrauerei. Einheimisches Bier gibt es hier nur aus der Flasche. Hat das etwas zu bedeuten? Beim Rundgang durch den Ort erkennen wir auch sofort die Spezialität der Gegend. Steinpilze in rauhen Mengen! Das wollen wi...

Und nun???

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Die Nacht war ätzend: Laut, viel zu warm und durch die offenen Klüsen auch noch hell. Erst am Morgen werden erträgliche 23° C erreicht. Das Frühstück nehmen wir unter den gegebenen Umständen im Fahrzeug zu uns, obwohl der morgendliche Womoschatten uns rauslocken möchte. So werden wir die Reise nicht fortsetzten! Aber was nun?  Viele Gedanken und Überlegungen werden zu einem Brainstorming-Brei gemischt. Dummerweise hört die Hitzewelle südlich der Alpen nicht in wenigen Tagen auf (so war es kurz vor der Abfahrt noch angekündigt), sondern wird noch fast 2 Wochen andauern! Die meisten Ideen (nach Frankreich, Ex-Jugoslawien oder gleich nach Süditalien) fallen der Hitze zum Opfer, die norditalienische Tiefebene ist sowieso der Hitze-Spot. Irgendwo in den Alpen wäre die Temperatur zwar ok, aber in der Hauptsaison in einem Tal oberhalb von 1000 m einen guten Platz zu finden, ist nicht einfach. Und der Weg ins nächste Tal ist dann weit... Letztendlich kommt doch unser alter, schon zu Hause ...

Ab nach Lazise

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Am Morgen zeigt sich das Vinschgau von seiner besten Seite. Da man auch auf den Radwegen im Tal hauptsächlich nur Äpfel sieht oder man steil hinauf mit vielen Autos zusammen in ein Seitental fahren muss, fahren wir gegen Mittag weiter. Bei unserer ersten Urlaubsreise mit dem nagelneuen Womo vor 24 Jahren waren wir schon einmal hier. Die aufgezeichnete Strecke von damals zeigt mir, dass wir zwischen Meran und dem Gardasee wirklich kleine, abenteuerliche Straßen entlang gefahren sind. So etwas erzeugt bei uns heute kein richtiges Vergnügen mehr, gut, dass wir uns jahrelang auf engsten und steilsten Straßen ausgetobt haben. Je länger wir auf Landstraßen Richtung Gardasee fahren, desto wärmer wird es. Bei drückenden 33° C kommen wir auf unserem 2. Agricamper-Platz südlich von Lazise an. Zwar in Straßennähe, aber herrlich auf einer Wiese gelegen.  Und dann der Schock! Auch hier dürfen wir nicht einmal die Markise etwas ausfahren und uns vor das Womo setzen, obwohl dies privates Gelände ...

Kurz durch Österreich

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Der Wecker klingelt schon um 6:30 Uhr!  Da wir in der Nacht noch auf Moskitojagd waren, werde ich aus dem tiefsten Tiefschlaf gerissen. Aber die Übernachtung im Allgäu hatte den eigentlichen Zweck, den Fern- und Reschenpass möglichst früh zu überqueren. Die täglichen Staus dort wollen wir umgehen. Das klappt auch prima, um 8:15 Uhr sind wir schon an der Zugspitzaussicht. Im Gegensatz zu früher haben wir aber die Sonne nicht im Rücken. Ohne Stau, und nur durch die Orte etwas zähflüssig, sind wir 2 Stunden später am Reschensee in Bella Italia. Hier gibt es endlich einen Kaffee und die heute früh gekauften Leberkässemmeln. Es sind nur 18° C, wir bleiben drin.  Im Vinschgau gurken wir ganz schön rum, da ein ausgesuchter Stellplatz an einem Restaurant voll und auch nicht schön ist. Am 'Kräuterschlössl', 10 km wieder zurück, finden wir einen Besseren. Hier sind wir das erste Mal bei "Agricamper", dem italienischen Pendant zu unserem geliebten französischen "France Pass...

Genussradeln im Allgäu

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Vor vielen Jahren waren wir oft im ganzen Allgäu am Wochenende unterwegs. Die Gegend hier gefällt uns natürlich immer noch. Nur die Menge der Stellplätze mit dem Label "geeignet für Reise-Hägar" hat sich bis auf wenige Plätze reduziert. Da wir aber nun so einen Platz haben und das Wetter heute noch gut ist, bleiben wir noch einen Tag. Die erste Radtour haben wir von der letzten Reise nicht gut in Erinnerung. Ich suche daher eine leichte Strecke raus. Leider gibt es den Filter "pollerfreie Strecke" nicht, aber das wird schon klappen. Wir packen also die Räder raus und fahren los.  Am Hopfensee machen wir die erste Pause. Es ist glücklicherweise nicht proppevoll, die vielen Urlaubsgäste verteilen sich gut. Die Klein-Brauerei, die wir anlaufen wollen, liegt leider auf einem völlig überfülltem Campingplatz ohne Sicht auf den See. Daher nehmen wir nur 2 leckere Bier zu uns und fahren weiter. Am Weißensee werden wir fündig. Ein Wirtshaus hat einen guten Blick auf den See....

Es geht wieder los...

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...und, wie unschwer zu erkennen ist, ist das erste Land NICHT Frankreich! Auch wenn das Womo am Autobahndreieck Leonberg halbautonom nach Westen steuern will, fahren wir dieses Mal nach kräftigem Drehen am Lenkrad nach Osten. Fast ohne Stau (!) kommen wir nach gut 3 h im Allgäu an. Eine Käserei bei Rückholz bietet einen schönen Platz an. Und es gibt sie noch: Ein einsamer, ruhiger Platz im Grünen!  Ok, ich habe dafür auch lange gesucht...   Der Verkauf hat heute leider geschlossen, aber da wir so früh sind, möchten wir gerne in einen Biergarten. Leider gibt es im Ort keinen, der Nächste ist 5 km entfernt. Egal, wir laufen einfach los! Es geht an saftig grünen Wiesen entlang, unsere Netzhaut ist diese intensive Farbe nach dem trockenen Sommer in Stuttgart nicht mehr gewöhnt.  Nicht nur der Blick auf die Alpen ist schön... ...sondern auch der Biergarten im "Freibad" liegt super!   Die Liegewiese ist schon leer, unser Magen auch.  Die Ofenkartoffel ist wirklich pr...

Das war's schon wieder!

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Heute geht es schon wieder nach Hause! 😯 Meine Knie finden das gut, ihnen hat die zu niedrige Sitzposition auf dem Rad gar nicht gefallen. Ansonsten hat alles prima geklappt: - Die Gegend rund um Furth im Wald ist sehr angenehm und (noch?) nicht überlaufen. - Das Hotel war für uns mal wieder der reinste Luxus. - Essen und Trinken ist eher urig-deftig, aber leeeecker und macht selbst beim Bezahlen Spaß. Ein Bier für 2-3,8 € schmeckt irgendwie noch besser als im Biergarten in Stuttgart für 5,4 €. - Radeln und Wandern kann man bestens in allen Längen und Schwierigkeiten. - Das Leihen von E-MTBs war im Nachhinein nicht nur prima, sondern absolut notwendig. Bei stets deutlich über 30° C hätten wir im Bayerischen Wald sonst alle 10 Minuten Pause machen müssen. Und meine Füße hätten wie letztes Jahr spätestens am zweiten Tag rebelliert. Die Regenklamotten habe ich völlig umsonst mitgenommen, angezogen hätte ich sie aber auch bei Regen nicht. Viiiiel zu heiß! Wir fahren gegen Mittag pünktlich...

Noch einmal auf den Čerchov

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Wir haben zwar noch einige Radrunden zur Auswahl, aber zu viel über Felder möchten wir heute nicht fahren. Es ist immer noch heiß. Dann lieber durch den Wald, und als Pausenziel wird noch einmal der höchste Berg hier gewählt. Aber auf anderen Wegen narürlich. Ein sehr langer, steiler Anstieg ist zum Glück asphaltiert, auf Schieben haben wir auch keine Lust mehr. An einem Teich gibt es die erste Pause. Leider bleiben die Wege heute meist breit und flach, kein bisschen Trail in Sicht.  Auf dem Čerchov werde ich beim Bestellen gleich erkannt und in Deutsch angesprochen. Dummerweise habe ich das "Danke" in tschechisch schon wieder vergessen, und Datenabdeckung zum Übersetzen gibt es hier keine. Die 3 alkfreien Radler schmecken herrlich! Bergab geht es dann teilweise recht flott "downhill", auf frisch geteerten Waldwegen kann man es auch mal laufen lassen. Sehr breit ist der Bayerische Wald hier nicht, wir schauen mal bis ins deutsche oder wie hier, bis ins tschechische ...