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Ups!

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Die Temperaturen im Tal sind weiterhin viel zu warm, daher bleiben wir noch in Berceto auf dem Campingplatz. Wir sind inzwischen das einzige Womo weit und breit, und nur wenige Hütten sind belegt. Am späten Nachmittag kommen einige Radfahrer mit Zelt, die schon wieder die Taschen packen, wenn ich das Kaffeewasser aufsetze. Nur eine kleine Schlange schlängelt sich durch unser Paradies. Seit gestern wird an einer Hütte gebaut, und der Bagger wird wohl nur einmal am Morgen angelassen und läuft dann vor sich hin. Heute wollten wir eine Radtour machen, aber über Nacht hat sich Gewitterregen am Nachmittag in die Wettervorhersage reingemogelt. Wir bleiben somit hier, haben einen sonnigen ruhigen Tag, und gegen Mittag ist der Regen aus der Vorhersage auch schon wieder verschwunden. Mmm, hätten wir dann doch radeln sollen? Nein, am Nachmittag rummst es 2 Mal, und schon geht es los.  Glück gehabt! Durch den Regen kühlt es so ab, dass ich am Abend selbst im Womo den Pullover aus dem Schrank h...

Berceto

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Herrlich! Nachts kühlt es zwar nur auf knapp unter 20° C ab, aber das reicht für angenehme Temperaturen im Womo. Und tagsüber werden 30 ° C gerade nicht erreicht, im Schatten fühlt sich das beim Nichtstun wohltuend an. Ruck zuck ist es Abend, und wir laufen in den Ort.  Dieses Mal kein Bar-Hopping, wir gehen direkt ins Restaurant. Wie so oft sind wir die Ersten und können uns mit der Übersetzung der Speisekarte Zeit lassen. Ich nehme einen Steinpilzflan... ...und Brigitte handgeschnittenes Rindertatar, kunstvoll unter frischen Steinpilzen versteckt. Danach Tagliatelle mit Steinpilzen... ...und Tortelli mit Kartoffelfüllung und Steinpilzen. Wir sind pappsatt, aber eine Erfahrung wollen wir noch machen.  Es gibt Eis und richtig: Steinpilzeis!!! Und das schmeckt so etwas von lecker, das hätten wir nicht erwartet! Seit Bozen 2002 haben wir nicht mehr so viele unterschiedliche gute Steinpilzgerichte an einem Abend auf dem Teller gehabt! Nur die Flasche Sangiovese aus der Region hie...

Perfekt!

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Nach 10,5 h Schlaf werde ich wach und erblicke das Sonnenlicht, was durch die Bäume scheint. Ein schönes Frühstück VOR dem Womo rundet den Vormittag ab. Es reisen einige ab, nun sind wir fast alleine. Es ist herrlich ruhig, angenehm warm, der Platz liegt prima, was will man mehr. Nach einigen kleinen Reparaturen (zu Hause habe ich dafür einfach keine Zeit 😊) und Einstellungsarbeiten, laufen wir am späten Nachmittag in das nahe Berceto. Und es stimmt tatsächlich, ALLE Wege führen nach Rom! Der Ort hat keine 2000 Einwohner und liegt recht einsam in den Bergen. Der Dorfkern sieht nett aus, von Landflucht ist hier erst einmal nichts zu erkennen. In einer Bar wollen wir unseren Durst stillen, ich habe Lust auf Bier vom Fass. Erst beim Einschenken bemerken wir die uns bekannte Hausbrauerei. Einheimisches Bier gibt es hier nur aus der Flasche. Hat das etwas zu bedeuten? Beim Rundgang durch den Ort erkennen wir auch sofort die Spezialität der Gegend. Steinpilze in rauhen Mengen! Das wollen wi...

Und nun???

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Die Nacht war ätzend: Laut, viel zu warm und durch die offenen Klüsen auch noch hell. Erst am Morgen werden erträgliche 23° C erreicht. Das Frühstück nehmen wir unter den gegebenen Umständen im Fahrzeug zu uns, obwohl der morgendliche Womoschatten uns rauslocken möchte. So werden wir die Reise nicht fortsetzten! Aber was nun?  Viele Gedanken und Überlegungen werden zu einem Brainstorming-Brei gemischt. Dummerweise hört die Hitzewelle südlich der Alpen nicht in wenigen Tagen auf (so war es kurz vor der Abfahrt noch angekündigt), sondern wird noch fast 2 Wochen andauern! Die meisten Ideen (nach Frankreich, Ex-Jugoslawien oder gleich nach Süditalien) fallen der Hitze zum Opfer, die norditalienische Tiefebene ist sowieso der Hitze-Spot. Irgendwo in den Alpen wäre die Temperatur zwar ok, aber in der Hauptsaison in einem Tal oberhalb von 1000 m einen guten Platz zu finden, ist nicht einfach. Und der Weg ins nächste Tal ist dann weit... Letztendlich kommt doch unser alter, schon zu Hause ...

Ab nach Lazise

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Am Morgen zeigt sich das Vinschgau von seiner besten Seite. Da man auch auf den Radwegen im Tal hauptsächlich nur Äpfel sieht oder man steil hinauf mit vielen Autos zusammen in ein Seitental fahren muss, fahren wir gegen Mittag weiter. Bei unserer ersten Urlaubsreise mit dem nagelneuen Womo vor 24 Jahren waren wir schon einmal hier. Die aufgezeichnete Strecke von damals zeigt mir, dass wir zwischen Meran und dem Gardasee wirklich kleine, abenteuerliche Straßen entlang gefahren sind. So etwas erzeugt bei uns heute kein richtiges Vergnügen mehr, gut, dass wir uns jahrelang auf engsten und steilsten Straßen ausgetobt haben. Je länger wir auf Landstraßen Richtung Gardasee fahren, desto wärmer wird es. Bei drückenden 33° C kommen wir auf unserem 2. Agricamper-Platz südlich von Lazise an. Zwar in Straßennähe, aber herrlich auf einer Wiese gelegen.  Und dann der Schock! Auch hier dürfen wir nicht einmal die Markise etwas ausfahren und uns vor das Womo setzen, obwohl dies privates Gelände ...

Kurz durch Österreich

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Der Wecker klingelt schon um 6:30 Uhr!  Da wir in der Nacht noch auf Moskitojagd waren, werde ich aus dem tiefsten Tiefschlaf gerissen. Aber die Übernachtung im Allgäu hatte den eigentlichen Zweck, den Fern- und Reschenpass möglichst früh zu überqueren. Die täglichen Staus dort wollen wir umgehen. Das klappt auch prima, um 8:15 Uhr sind wir schon an der Zugspitzaussicht. Im Gegensatz zu früher haben wir aber die Sonne nicht im Rücken. Ohne Stau, und nur durch die Orte etwas zähflüssig, sind wir 2 Stunden später am Reschensee in Bella Italia. Hier gibt es endlich einen Kaffee und die heute früh gekauften Leberkässemmeln. Es sind nur 18° C, wir bleiben drin.  Im Vinschgau gurken wir ganz schön rum, da ein ausgesuchter Stellplatz an einem Restaurant voll und auch nicht schön ist. Am 'Kräuterschlössl', 10 km wieder zurück, finden wir einen Besseren. Hier sind wir das erste Mal bei "Agricamper", dem italienischen Pendant zu unserem geliebten französischen "France Pass...

Genussradeln im Allgäu

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Vor vielen Jahren waren wir oft im ganzen Allgäu am Wochenende unterwegs. Die Gegend hier gefällt uns natürlich immer noch. Nur die Menge der Stellplätze mit dem Label "geeignet für Reise-Hägar" hat sich bis auf wenige Plätze reduziert. Da wir aber nun so einen Platz haben und das Wetter heute noch gut ist, bleiben wir noch einen Tag. Die erste Radtour haben wir von der letzten Reise nicht gut in Erinnerung. Ich suche daher eine leichte Strecke raus. Leider gibt es den Filter "pollerfreie Strecke" nicht, aber das wird schon klappen. Wir packen also die Räder raus und fahren los.  Am Hopfensee machen wir die erste Pause. Es ist glücklicherweise nicht proppevoll, die vielen Urlaubsgäste verteilen sich gut. Die Klein-Brauerei, die wir anlaufen wollen, liegt leider auf einem völlig überfülltem Campingplatz ohne Sicht auf den See. Daher nehmen wir nur 2 leckere Bier zu uns und fahren weiter. Am Weißensee werden wir fündig. Ein Wirtshaus hat einen guten Blick auf den See....