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Wandern in Benilloba

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Die Nacht ist nicht ganz so kalt wie die letzte, und die Sonne wärmt bald. Nach dem Frühstück laufen wir gleich los. Das erste Mal einen kleinen Wanderweg entlang. Wir sehen unseren Stellplatz von dem Picknickplatz aus, wo sie leider auch heute wieder mit lauten Kantentrimmern gemäht haben. Die Strecke ist leicht, aber jeder Ausfallschritt mit ruckartigen Bewegungen würde sicher Brigittes Ellenbogen nicht gut tun. Es läuft aber gut, und wir laufen eine kleine Schlucht entlang. Es gibt sogar einen kleinen Wasserfall, der noch ordentlich plätschert. Anschließend geht es durch Olivenheine in Richtung Benilloba. Dort ist heute Markt, aber wie wir schon geahnt hatten, wird die kleine Markthalle bei unserer Ankunft schon geputzt und dann abgeschlossen. Für den Markt waren wir zu spät, zum Essen sind wir viel zu früh, aber eine Erfrischung gibt es trotzdem. Den Rest des Tages plane ich die Zeit nach Alicante. Das Wetter bleibt wohl die nächste Zeit sommerlich, und wir wollen etwas mehr ins La...

Benilloba in der Sonne

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Die Nacht ist total ruhig, aber morgens sind es nur 2 C draußen, es ist keine Wolke am Himmel. Da wir alleine stehen, werfe ich die Heizung an. Es tut sich aber nichts! Dabei ist sie erst 24 Jahre alt... War es das nun? Alles wieder ausgemacht, 2 bange Minuten gewartet und wieder eingeschaltet. Mit einem Höllenlärm und einer stinkenden Rauchentwicklung berappelt sie sich wieder. Glück gehabt, und mir fällt plötzlich ein, dass die Glühkerze normalerweise nach 10 Jahren ausgewechselt werden sollte... Zum Frühstück können wir schon das Fenster öffnen. Nach dem Frühstück ist es dann in der Sonne schon nicht mehr auszuhalten, ich mache mein Home Office unter Olivenbäumen. Leider wird die Ruhe durch mehrere Rasentrimmer, mit vermutlich noch größeren Löchern in den Auspuffen als in unserer Heizung, auf einem nahen Picknickplatz vertrieben. Wir laufen daher in den nahen Ort. 2 Bars/Restaurants haben geöffnet, in einer fragen wir nach Tapas. Die gibt es nicht, aber das Tagesmenü, das auch schon...

Benilloba

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Da wir aus dem Tal der Ahnungslosen nun draußen und wieder mit der größten Maschine der Welt verbunden sind, hole ich nun die ganzen vorgeschriebenen Post gestern und heute nach. Danach suchen wir einen Zwischenstopp auf dem Weg nach Alicante, da wir ja nicht wissen, wann wir einen Termin in der Klinik bekommen. Und auf dem Riesen-Käfighaltungs-Stellplatz bei Alicante (wo andere 4 Monate auf diesem einem Platz überwintern!), werden wir spätestens nach 3 Tagen flügge. Wir werden fündig und gegen Mittag fahren wir zur inzwischen leeren Entsorgungsstation. Wir sind fast fertig, stehen schon wieder 4 Womos in Warteposition. Dann klingelt mein Telefon. Normalerweise verschiebe ich dann den Anruf auf später, aber es ist die Klinik in Alicante! Ich gehe also dran, da das wichtiger ist, als der Zorn der Wartenden.  Wir bekommen einen Termin am Freitag, Donnerstag haben sie komischerweise geschlossen. Das passt uns gut! Keine Ahnung, was die Privatklinik kosten wird, aber organisatorisch kö...

Moncofa im Regen

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Von wegen die ganze Nacht Dauerregen! Es tröpfelt etwas, mehr nicht. Mit sooo einem vollen Magen, wie von gestern, schlafen wir auch länger. Und Hunger haben wir nach dem Aufstehen auch keinen. Unser normales Frühstück fällt also aus. Daher gehen wir irgendwann einfach in den Ort. Regen ist bis 17:00 Uhr nicht angesagt. In einem Café nehmen wir 2 Café con leche und Kleinigkeiten zum Frühstück.  Danach laufen wir zu einem kleinen Supermarkt, aber nach dem Einkauf fängt es an zu regnen. Irgendwie ungemütlich, und daher pausieren wir in einem weiteren Café. Wir denken immer, dass es bald aufhört, aber das tut es nicht. Auf dem Rückweg machen wir einen kurzen Stopp im "El Dos", in welchem wir gestern keinen Platz mehr bekommen haben. Wir hätten bei den zum Wein gebrachten Oliven und Erdnüssen bleiben sollen, aber nur der Geist ist willig... Die kleinen, gebratenen Tintenfische sind super, da innen saftig und außen kross, und die Portion Patatas bravas könnte für 5 € eine ganze Fa...

Moncofa

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Heute verschlechtert sich das Wetter, eine Regen- und Kaltfront naht. Gegen Mittag brechen wir auf. Ramon ist, wie immer, tiefenentspannt, er gibt uns noch einen kleinen Preisnachlass für die 5 Tage, das Kreditkartenterminal funktioniert sogar unerwarteterweise, und im Hintergrung läuft "Cassette". Bei ständigen 4,75 cm/s hat der Tonkopf wahrscheinlich eine höhere Kilometerleistung, als unser Womo! 😄  Wir fahren nach Moncofa an der Küste. Ein ganz klares Kontrastprogramm zu den letzten Tagen.     Hier rekeln sich zwar keine Chikas am Strand, aber der Kaltlufteinbruch ist an der Küste fast vernachlässigbar.          Und natürlich haben wir nach 5 Tagen Kochen extremen Nachholbedarf. Wir laufen alle Restaurants ab, und in einer Vermuth-Bar versuche ich Kontakt zu unserer ersten Wahl aufzunehmen.      Das klappt gut, prima, dass wieder Daten rein- und rausgehen. Um 20:30 Uhr sind wir die ersten im Restaurant. Um 21:00 Uhr kommt der Gr...

Alleine bei Beceite

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Nachts wird es kalt, nur 4 C, wir sind halt auf knapp 600 m. Aber wir sind alleine, somit können wir heizen. Inzwischen müssen wir uns beim Anheizen fast die Ohren zu halten, das Loch im Auspuff wird nicht kleiner. Kommt die Sonne dann hinter dem Berg hervor, wird es gleich warm. Somit frühstücken wir wieder draußen.  Gegen Mittag gehe ich dann runter zur Bar. Aber zu einem anderen Zweck als gewöhnlich. Heute scheinen die kreisenden Geier nicht die Satellitenverbindung zu stören, und es gibt ein wenig Internet. Mit etwas Arbeit schaffe ich es, für Brigitte eine Klinik ausfindig zu machen, wo sie nächste Woche ihren radiologischen Kontrolltermin wahrnehmen kann. Alicante kennen wir auch noch nicht, hoffentlich antwortet die Klinik... Ich habe mein Belohnungs-Bier kaum angesetzt, da bekomme ich schon eine Antwort. Es geht erst einmal darum, den richtigen Kommunikationskanal und die richtige Sprache zu wählen, mehr kann ich für Freitag Nachmittag auch nicht erwarten. Mal sehen, was An...

Immer noch Beceite

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Die anderen 2 Gäste, die wir fast nicht gesehen und überhaupt nicht gehört haben, reisen am Morgen ab. Nun sind wir die Einzigen auf dem Platz. Das finden wir prima, wie oft haben wir die ersten 10-15 Jahren mit unserem Womo alleine irgendwo gestanden. Und auch vorher, in Botswana, Australien und Chile, waren wir meistens völlig alleine. Und hier könnte ich sogar Ramon rufen, wenn wir etwas aus der Bar bräuchten. Brauchen wir aber nicht. Wir merken aber auch unsere zwischenzeitliche Abhängigkeit vom Internet. Die Infos, die an der Wand stehen, können nicht übersetzt werden. Ich kann Ramon nicht fragen, ob er Auberginen hat. Brigitte möchte für Stuttgart schon Physiotermine ausmachen, aber wie kommen wir an die Telefonnummern? Und mir fehlt besonders die Wettervorhersage.  Ich gehe zwar davon aus, dass 99,9 % der Daten, die im Internet unterwegs sind (für mich jedenfalls) völlig sinnfreier Mist sind, aber ein kleiner Teil ist dann doch sinnvoll zu gebrauchen. Immerhin habe ich noch ...

Weiterhin im Funkloch

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Brigitte hat heute im Arm ungewöhnlich große Schmerzen, und ich habe mir eine Erkältung eingefangen. Ich schiebe es, wie damals in Valencia, auf die vollen Öffis. Somit ist die Stimmung etwas gedrückt, aber die Sonne kommt nach dem Früstück raus, und wir können den Tag wieder draußen verbringen. Ich versuche schon einmal die fehlenden Posts für meinen Blog vorzubereiten, irgendwann sind wir ja wieder online. Inzwischen sind nur noch 4 Leute auf dem Platz, und die anderen 2 sind von morgens bis abends unterwegs.

1826=5

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Heute gibt es Frühstück draußen. Wir wissen beide nicht, ob es das erste Mal auf dieser Reise ist. Egal, und das Kleidungs-Zwiebelprinzip erledigt sich durch die Sonne in nur 15 Minuten. So schnell können lange Hose und Jacke wieder ins Womo, die Socken folgen prompt. Und es gibt etwas zu feiern! Die mathematisch nicht korrekte Gleichung im Titel bedeutet nämlich, dass wir die 1826ste Nacht im Womo hatten. Dies sind 5 Jahre!!! Wahnsinn! Nach einem Glas Cremant machen wir uns aber noch etwas Arbeit, denn nach 4 Wochen ist eine Maschine Wäsche angesagt. Das klappt hier prima, und auch unsere Leinen können hier gut gepannt werden. Blog schreiben geht hier leider nicht online, aber eine Info, dass wir einfach nur nicht (oder kaum) erreichbar sind, geht noch raus. Dann ist Ruhe angesagt, denn tagsüber sind wir alleine auf dem Platz. 

Beceite

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Auf dem öffentlichen Stellplatz ist, wie überall in Spanien, Camping nicht erlaubt. Das machen hier aber wieder einige, und die 2 Picknicktische für alle sind von 2 Wohnmobilisten durch große Hundedecken und andere Dinge beschlagnahmt. Aber das soll es ja auch in vielen Hotels mit Handtüchern auf Liegen am Pool geben. Manchmal frage ich mich, ob wir es nicht auch so machen sollten...  Hier ist es uns aber auch zu voll, und ich werde 200 km weiter fündig. Ein kleiner privater Campingplatz in den Bergen reizt uns. Auf dem Weg dorthin fahren wir rund 35 km an sehr zähflüssigem Rückreiseverkehr auf der Gegenspur Richtung Barcelona vorbei. Ostermontag ist hier in Katalonien der Rückreisetag. Danach wird die Landschaft bald hügelig und ansehnlich. Eine Zeitlang fahren wir am Ebro entlang. Bei Beceite hätten wir sogar noch einen alternativen Campingplatz, wenn wir es nicht auf unseren schaffen würden. Aber unser "Baustellenfahrzeug" freut sich auf die letzten Kilometer, und wir benö...