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Ein Schreck in der Morgendstunde

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Um 7:22 Uhr werden wir durch lautes Klopfen aus dem letzten Tiefschlaf gerissen. Ich konnte mit meinem vollen Magen die halbe Nacht nicht schlafen. Der Herr mit der Tricolore am Hemd und dem Blaulicht auf dem Autodach findet unser "Abgebrochen"-Ticket am Fenster nicht ausreichend und möchte, dass ich im Schlafanzug mit ihm zur Ticketmaschine gehe. Habe ich aber keine Lust zu, und als er dann zurück kommt, zeige ich ihm die 2 Buchungen in der Kreditkarten-App mit einer Betonung auf, 2 mal bezahlt! Das akzeptiert er und entschuldigt sich auch, aber jetzt sind wir wach! Das macht aber auch nichts, denn heute ist Markt in Riez! Das war beim Suchen nach einem brauchbaren Ort natürlich das i-Tüpfelchen für uns.  Wir laufen früh los, der Markt ist schon offen...  ... aber wir frühstücken erst einmal. Das hat immer einen besonderen Flair für uns, wenn alle noch rumwuseln, um den Stand fertig zu richten, die ersten Gespräche werden geführt, und die Kaffeemaschinen aller Bars laufen au...

Zwischenstation in Riez

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Heute ist es kurz vor Sonnenaufgang am schönsten! Wir möchten gerne in die Nähe von Apt, aber für das Gebiet rund um das südliche Rhonetal gibt es die nächsten 2 Tage Unwetterwarnungen für Starkregen. Ich suche daher als Zwischenstation für einige Tage einen Ort möglichst außerhalb des Regengebietes mit Stellplatz und Restaurant. Bei dem kleinen Ort Riez, in der Nähe des Lac de Sainte-Croix, werde ich fündig. Durch gesperrte und zu enge Straßen benötigen wir wieder deutlich länger als geplant für die 180 km. Vielleich muss ich im Navi die Womo-Breite auf 3,5 m erhöhen, dass es uns nicht über so enge Landstraßen schickt. Aber immerhin haben wir die enge Straße raus aus den Bergen die ersten 40 Minuten ganz für uns. Den Ticketautomaten überfordere ich wohl mit meinen Eingaben (einmal Validierer, immer Validierer 😎), nach 2 Mal bezahlen (!) bekomme ich nur ein Stück Papier, wo "Abgebrochen" draufsteht. Na ja, früher hätte ich einen PROSOL-Eintrag generiert. 😆 (mindestens ein L...

Ruhetag

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In der Nacht kommt schon böiger Wind auf. Aber trotz einiger Wolken meint es die Sonne noch einmal gut mit uns. Und die neugierige Schwebfliege wollte unbedingt mit aufs Bild. Das Wetter ändert sich nur langsam, Zeit, einen Ruhetag einzulegen. Am Nachmittag hängen wir dann unsere tibetanischen Gebetsfahnen in den Wind. 😊 Unser vorgesehenes Grillen haben wir wegen des Windes schon abgeschrieben, aber am Nachmittag steigt der Ehrgeiz, es zu versuchen, genauso wie der Appetit. Mit Windschutz legen wir los. Dieser ist kurz darauf fast nicht mehr nötig, der Wind hört einfach auf. Prima, was unsere Gebetsfahnen so alles können! 😂 Auch wenn wir heute kalorientechnisch nur einen erhöhten Grundumsatz hatten, schmeckt es uns sehr gut.  Ein passender Abschluss für diesen tollen Platz!

Die Zeit läuft...

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Und wieder ein toller Sonnenaufgang. Vielleicht der Letzte in dieser Schönheit, da sich das Wetter ändern wird. Daher wird heute noch einmal gewandert. Das Licht ist seit dem Morgen zwar kälter geworden, die Lufttemperaturen aber nicht. Es geht bergauf, die erste Pause steht bald an. Danach geht es im Schatten einen steilen Kamm hinauf. Es ist ungefähr wie Treppensteigen, nur ohne Stufen. Aber auch das ist irgendwann vorbei, und auch der erste Liter Wasser ist weg. Die Belohnung ist wieder die Aussicht! An der Crete du Brisou gibt es dann richtige Leckereien. Nur die Franzosen 50 m weiter können das noch besser, die haben tatsächlich eine Flasche Rotwen mit! Wir bleiben vorerst bei Wasser, und nach den Pasteten sehe ich mich satt. Am Grand  Veymont, der Berg gegenüber, hat jemand nicht so viel Glück heute. Wir können mal wieder eine Bergrettung mit Hubschrauber miterleben. Der Ausblick in alle Richtungen ist wieder klasse!  Auch wenn das gestern sehr ähnlich aussah, uns wird d...

Die Schuhe geschnürt und los

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Auch wenn ich ungern früh aus dem warmen Bett steige, bei dem Sonnenaufgang muss ich zumindest ans Fenster! Ich habe eine Wanderung rausgesucht, die unserer Fitness entspricht, und schon um 10:37 Uhr geht es los. Der Streckenverlauf ist wie eine 8, wir kommen somit 2 mal durch den Ort. Selbst auf der Hauptstraße dort, wirkt der Vercors mächtig. Der lange Aufstieg ist zum Glück im schattigen Wald, aber steil bleibt er trotzdem. Und es ist wirklich ein gesunder Mischwald und keine Stangenholzplantage. Wir bevorzugen eine Pause mit Aussicht, daher laufen wir durch. Irgendwann lichtet sich der Wald, und wir haben eine tolle Aussicht. Noch einige hundert Meter weiter, dann finden wir einen guten Rastplatz. Hier sehen wir auch das erste Mal wieder den Mont Aiguille (links im Bild), in dessen Nähe wir auf der anderen Seite des Berges schon mehrfach übernachtet haben. Eine 180° Panoramaaufnahme zeigt den Vercors von seiner schönsten Seite. Der vorgeschlagene Wanderweg geht danach durch Privatg...