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Ruhiger Tag in Salir do Porto

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Der Tag beginnt schon schön. Und er bleibt es auch, trotz einmaligem Umzuges wegen unseres Magneto-Effektes, als sich jemand auf der fast leeren Wiese direkt neben uns stellt. Ich plane schon ungefähr den Rückweg, denn die verbleibenden 2 Wochen werden schnell vorbei sein, schreibe einige Posts, mache Home Office. Am Nachmittag kommen ein kühler Wind und hohe Bewölkung auf, wir fangen fast an im Schatten zu frieren. Ein Blick auf die Temperaturkarte sagt uns aber, dass in Badajoz gerade 37° C sind. Da friere ich gerne ein wenig... Heute sind wir lauffaul, am Abend geht es in ein nur 100 m entfernte Restaurant.  Hier bekommen wir die bisher beste Sangria und auch die portugisische Spezialität Amêijoas à Bulhão Pato. Leeeecker! Brigitte nimmt eine Dorade und landet einen Volltreffer... ...ich versuche es mit dem von einigen Gästen gut bewerteten Schwertfisch, und nach unseren bisherigen Fischen ist dies eindeutig der letzte Platz. Geschmacklich ok, aber leider zu lange auf dem Grill ...

Wir flüchten nach Salir do Porto

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Der Tag gestern hat gezeigt, dass wir bei der nun länger anhaltenden Hitze keinen Spaß mehr haben würden. Dabei wollten wir weiter nach Norden in einen weiteren Naturpark zum Wandern. Hohe Berge mit kühleren Temperaturen und brauchbaren Übernachtungsmöglichkeiten gibt es hier nicht, da bleibt nur der Atlantik. Aber wohin? Ich muss länger suchen, bis ich einen geeigneten Platz finde. Nördlich von Lissabon scheint keine "Badeferienküste" zu sein und die wenigen Möglichkeiten, wo wir "Campingverhalten" ausüben können, sind teilweise echter Schrott. Letztendlich fahren wir genau nach Westen und durchqueren ganz Portugal. Die Landschaft ist hügelig und nicht uninteressant, aber selbst wenn wir wollten, wüssten wir nicht, was man hier urlaubsmäßig machen könnte. Die Wälder sind alles Stangenholzplantagen, und die mit Eukalyptus sind durch Stürme oft abgeknickt. Dafür sind die Straßen ein Traum, breit, völlig leer und ohne große und tiefe Schlaglöcher wie in Spanien. In Sa...

Warm, wärmer, zu heiß

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Zum Frühstück ist es im Schatten schon angenehm warm. Heute soll es das erste Mal dieses Jahr über 30° C werden. Und sie kommen recht schnell und es werden einige Grad mehr. Zuerst haben wir von der Markise noch genug Schatten, aber der wird immer kleiner. Die Idee, danach hinter das Womo zu gehen, wird durch tausende Ameisen, die sofort am Bein hochklettern und auch beißen, zunichte gemacht. Für Schatten haben wir einen ungünstigen Platz, aber jetzt noch umziehen ist uns zu viel Arbeit. So haben wir ein paar Stunden, in denen wir nicht so recht wissen wohin mit den Stühlen. Da dies erst der Anfang der Hitzewelle ist, planen wir um und schauen, wo es sich für die nächsten Tage noch aushalten lässt. Seit unserer Ankunft unterhaltsam ist ein Nest mit 5 jungen Blauelstern, keine 3 m vom Womo entfernt. Am ersten Tag sahen wir nur die Schnäbel aus dem Nest ragen, am Zweiten hatten wir schon Angst um eines, das sich auf einen Ast daneben setzte und ungelenkig herumflatterte, am Dritten sitze...

Schnell noch wandern

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Das vehemende Klopfen an unserer Tür kündigt den morgendlichen Anschiss an. Den hole ich mir ab und gebe Verbesserungsvorschläge für die fehlenden Informationen in den Stellplatz-Apps weiter. Wir wollen wandern, und das müssen wir heute tun. Die angekündigten 3 Tage Hitze haben sich inzwischen zu einer 2 wöchigen Hitzewelle entwickelt. Und bei über 30° C macht uns wandern mit Höhenmetern schon seit Jahren keinen Spaß mehr. Letzten August hat es hier kräftig gebrannt, was wohl noch länger sichtbar bleibt.  Der Weg wird schnell schmal und Schuhe und Socken sammeln fleißig alles, was hängen bleibt. Es geht stetig bergauf, wir können schön die Landschaft betrachten. Oben auf dem Hügel gibt es von einer Kapelle eine tolle Aussicht auf das gegenüberliegende Castelo de Vide. Der Wanderweg geht den Hügelrücken wieder runter, doch dort werden gerade abgebrannte Bäume gefällt. Die bereits entasteten Stämme liegen quer über den Weg, den man schon gar nicht mehr erkennen kann. Absperrunge...

Wurm-Tage

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Am Morgen gehen wir in die nahe Bar zum Frühstücken. Das Tostada schmeckt heute besonders gut, der Café con leche ist herrlich kräftig. Bei bester Aussicht planen wir den Tag. In der Grenzstadt Badajoz wollen wir einkaufen, es gibt dort 2 sehr große Supermärkte. Bis dorthin läuft die Fahrerei prima. Die erste Einfahrt zum Einkaufscenter liegt steil und in einer unübersichtlichen Kurve, wir suchen eine andere. Abbiegen kann man hier nur in Kreiseln, und die liegen dann auch mal weit voneinander entfernt. Kurz vor dem Einbiegen sehen wir eine 2,5 m Bake, also wieder zur ersten Einfahrt. Anhalten geht hier nirgends, und im langsamen Vorbeifahren sieht Brigitte auch hier eine Absperrung. Also ab zum 2. Supermarkt, aber wo genau lag der noch? Ohne Anhalten zu können, kommt bei der Navigationshilfe Stress auf. Nach längerer Rumgurkerei finden wir ihn, aber nachdem wir alle Eingänge abgefahren haben, wissen wir, dass sie uns hier auch nicht haben wollen. Ich bin froh, aus der zugeparkten Wohn...

Monesterio

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Jetzt könnten wir direkt an die Südspitze Spaniens bei Tarifa fahren, anschließend Richtung Cadiz, dann kennen wir ein tolles Restaurant bei Sanlúcar de Barrameda, danach.......... Ein Blick auf den Kalender sagt uns allerdings, dass wir uns jetzt losreißen müssen. 😭  Selbst wenn ich die 2 Wochen Zwangspause bei Beziers rausrechne, haben wir über 7 Wochen bis hierher gebraucht. Und ich kann die Landkarte drehen und wenden wie ich will, bisher haben wir uns nur von Stuttgart entfernt. Wir entscheiden uns daher, endlich in Richtung Portugal zu fahren. In den Naturpark, den wir vor einiger Zeit, wegen zu kalt und zu nass, nicht angefahren haben. Heute ist allerdings beim Fahren das erste Mal so richtig der Wurm drin. Rund um Sevilla verlieren wir durch endlose Staus rund eine Stunde. Dabei gibt es hier gar kein langes Wochenende wegen Christi Himmelfahrt!  Wir fahren daher irgendwann den kleinen Ort Monesterio an. Laut Eigenwerbung am Ortsrand, die "Schinkenhauptstadt". Und mit...

Gibraltar

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Wir stehen früh auf und fahren nach dem Frühstück vom Campingplatz an die Grenze zu Gibraltar auf einen offiziellen Platz für Womos am Hafen. Nicht besonders idylisch, aber die Lage ist super. An der Grenze wird es noch ein klein wenig spannend, da wir nur einen Perso dabei haben und offiziell ein Reisepass notwendig ist. Es ist aber kein Problem, nach der Gesichtskontrolle dürfen wir durch. Dann müssen wir noch 10 Minuten warten, da ein Flugzeug über den Gehweg startet. Wir müssen als Fußgänger tatsächlich die Start- und Landebahn Gibraltars überqueren! Und der Superkleber liegt noch im Womo... 😆 Recht schnell und mit null Aussicht sind wir auf dem Marktplatz. Dort werden gerade Oldtimer präsentiert. Die Fahrzeugmischung ist total bunt, wahrscheinlich würden wir mit unserem Fiat hier gar nicht auffallen. Und in ein paar Jahren vielleicht mit dem Womo. 😉 Danach geht es die Main Street entlang. Diese ist aber für uns nicht wirklich interessant. Ich hatte nach den Beschreibungen mehr e...