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Moncofa im Regen

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Von wegen die ganze Nacht Dauerregen! Es tröpfelt etwas, mehr nicht. Mit sooo einem vollen Magen, wie von gestern, schlafen wir auch länger. Und Hunger haben wir nach dem Aufstehen auch keinen. Unser normales Frühstück fällt also aus. Daher gehen wir irgendwann einfach in den Ort. Regen ist bis 17:00 Uhr nicht angesagt. In einem Café nehmen wir 2 Café con leche und Kleinigkeiten zum Frühstück.  Danach laufen wir zu einem kleinen Supermarkt, aber nach dem Einkauf fängt es an zu regnen. Irgendwie ungemütlich, und daher pausieren wir in einem weiteren Café. Wir denken immer, dass es bald aufhört, aber das tut es nicht. Auf dem Rückweg machen wir einen kurzen Stopp im "El dos", in welchem wir gestern keinen Platz mehr bekommen haben. Wir hätten bei den zum Wein gebrachten Oliven und Erdnüssen bleiben sollen, aber nur der Geist ist willig... Die kleinen, gebratenen Tintenfische sind super, da innen saftig und außen kross, und die Portion Patatas bravas könnte für 5 € eine ganze Fa...

Moncofa

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Heute verschlechtert sich das Wetter, eine Regen- und Kaltfront naht. Gegen Mittag brechen wir auf. Ramon ist, wie immer, tiefenentspannt, er gibt uns noch einen kleinen Preisnachlass für die 5 Tage, das Kreditkartenterminal funktioniert sogar unerwarteterweise, und im Hintergrung läuft "Cassette". Bei ständigen 4,75 cm/s hat der Tonkopf wahrscheinlich eine höhere Kilometerleistung, als unser Womo! 😄  Wir fahren nach Moncofa an der Küste. Ein ganz klares Kontrastprogramm zu den letzten Tagen.     Hier rekeln sich zwar keine Chikas am Strand, aber der Kaltlufteinbruch ist an der Küste fast vernachlässigbar.          Und natürlich haben wir nach 5 Tagen Kochen extremen Nachholbedarf. Wir laufen alle Restaurants ab, und in einer Vermuth-Bar versuche ich Kontakt zu unserer ersten Wahl aufzunehmen.      Das klappt gut, prima, dass wieder Daten rein- und rausgehen. Um 20:30 Uhr sind wir die ersten im Restaurant. Um 21:00 Uhr kommt der Gr...

Alleine bei Beceite

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Nachts wird es kalt, nur 4 C, wir sind halt auf knapp 600 m. Aber wir sind alleine, somit können wir heizen. Inzwischen müssen wir uns beim Anheizen fast die Ohren zu halten, das Loch im Auspuff wird nicht kleiner. Kommt die Sonne dann hinter dem Berg hervor, wird es gleich warm. Somit frühstücken wir wieder draußen.  Gegen Mittag gehe ich dann runter zur Bar. Aber zu einem anderen Zweck als gewöhnlich. Heute scheinen die kreisenden Geier nicht die Satellitenverbindung zu stören, und es gibt ein wenig Internet. Mit etwas Arbeit schaffe ich es, für Brigitte eine Klinik ausfindig zu machen, wo sie nächste Woche ihren radiologischen Kontrolltermin wahrnehmen kann. Alicante kennen wir auch noch nicht, hoffentlich antwortet die Klinik... Ich habe mein Belohnungs-Bier kaum angesetzt, da bekomme ich schon eine Antwort. Es geht erst einmal darum, den richtigen Kommunikationskanal und die richtige Sprache zu wählen, mehr kann ich für Freitag Nachmittag auch nicht erwarten. Mal sehen, was An...

Immer noch Beceite

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Die anderen 2 Gäste, die wir fast nicht gesehen und überhaupt nicht gehört haben, reisen am Morgen ab. Nun sind wir die Einzigen auf dem Platz. Das finden wir prima, wie oft haben wir die ersten 10-15 Jahren mit unserem Womo alleine irgendwo gestanden. Und auch vorher, in Botswana, Australien und Chile, waren wir meistens völlig alleine. Und hier könnte ich sogar Ramon rufen, wenn wir etwas aus der Bar bräuchten. Brauchen wir aber nicht. Wir merken aber auch unsere zwischenzeitliche Abhängigkeit vom Internet. Die Infos, die an der Wand stehen, können nicht übersetzt werden. Ich kann Ramon nicht fragen, ob er Auberginen hat. Brigitte möchte für Stuttgart schon Physiotermine ausmachen, aber wie kommen wir an die Telefonnummern? Und mir fehlt besonders die Wettervorhersage.  Ich gehe zwar davon aus, dass 99,9 % der Daten, die im Internet unterwegs sind (für mich jedenfalls) völlig sinnfreier Mist sind, aber ein kleiner Teil ist dann doch sinnvoll zu gebrauchen. Immerhin habe ich noch ...

Weiterhin im Funkloch

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Brigitte hat heute im Arm ungewöhnlich große Schmerzen, und ich habe mir eine Erkältung eingefangen. Ich schiebe es, wie damals in Valencia, auf die vollen Öffis. Somit ist die Stimmung etwas gedrückt, aber die Sonne kommt nach dem Früstück raus, und wir können den Tag wieder draußen verbringen. Ich versuche schon einmal die fehlenden Posts für meinen Blog vorzubereiten, irgendwann sind wir ja wieder online. Inzwischen sind nur noch 4 Leute auf dem Platz, und die anderen 2 sind von morgens bis abends unterwegs.

1826=5

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Heute gibt es Frühstück draußen. Wir wissen beide nicht, ob es das erste Mal auf dieser Reise ist. Egal, und das Kleidungs-Zwiebelprinzip erledigt sich durch die Sonne in nur 15 Minuten. So schnell können lange Hose und Jacke wieder ins Womo, die Socken folgen prompt. Und es gibt etwas zu feiern! Die mathematisch nicht korrekte Gleichung im Titel bedeutet nämlich, dass wir die 1826ste Nacht im Womo hatten. Dies sind 5 Jahre!!! Wahnsinn! Nach einem Glas Cremant machen wir uns aber noch etwas Arbeit, denn nach 4 Wochen ist eine Maschine Wäsche angesagt. Das klappt hier prima, und auch unsere Leinen können hier gut gepannt werden. Blog schreiben geht hier leider nicht online, aber eine Info, dass wir einfach nur nicht (oder kaum) erreichbar sind, geht noch raus. Dann ist Ruhe angesagt, denn tagsüber sind wir alleine auf dem Platz. 

Beceite

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Auf dem öffentlichen Stellplatz ist, wie überall in Spanien, Camping nicht erlaubt. Das machen hier aber wieder einige, und die 2 Picknicktische für alle sind von 2 Wohnmobilisten durch große Hundedecken und andere Dinge beschlagnahmt. Aber das soll es ja auch in vielen Hotels mit Handtüchern auf Liegen am Pool geben. Manchmal frage ich mich, ob wir es nicht auch so machen sollten...  Hier ist es uns aber auch zu voll, und ich werde 200 km weiter fündig. Ein kleiner privater Campingplatz in den Bergen reizt uns. Auf dem Weg dorthin fahren wir rund 35 km an sehr zähflüssigem Rückreiseverkehr auf der Gegenspur Richtung Barcelona vorbei. Ostermontag ist hier in Katalonien der Rückreisetag. Danach wird die Landschaft bald hügelig und ansehnlich. Eine Zeitlang fahren wir am Ebro entlang. Bei Beceite hätten wir sogar noch einen alternativen Campingplatz, wenn wir es nicht auf unseren schaffen würden. Aber unser "Baustellenfahrzeug" freut sich auf die letzten Kilometer, und wir benö...

El Pla del Penedès

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"NEIN, auf keinen Fall!" sagen unsere Beine und Füße heute früh. "Aber wir wollen heute doch gar nicht nach Barcelona." antworten wir. Sofort lösen sich die Verkrampfungen... Wir haben sehr viel in Barcelona gesehen und haben uns die Stadt weitesgehend erlaufen, was bei der Größe schon eine Herausforderung war und, wir kamen auf über 60 km! Für dieses Mal reicht es nun. Die Sagrada Familia und der Park Güell, die 2 Top-Sehenswürdigkeiten, heben wir uns für das nächste Mal auf. Heute lassen wir uns daher etwas Zeit. Die brauche ich auch zum Planen, da in der ausgesuchten Richtung nach Westen (Lleida, Zaragoza, Huesca) unser Anforderungsprofil für die nächsten Tage nicht erfüllt wird. Dabei wollen wir einfach nur einen ruhigen Ort in einer netten Landschaft, wo "Campingverhalten" geduldet wird und eine Waschmaschine vorhanden ist. Mehr nicht! Aber in dem riesigen Suchgebiet finde ich nichts für uns, das ist selten und erstaunlich! Aber auch in Frankreich ken...

Barcelona Tag 4

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Heute wollen wir etwa raus aus der Innenstadt und fahren daher gleich zum Placa de Espanya. Heute ist der Nahverkehrszug und die Metro nicht nur voll, wie an den letzten Tagen, sondern rappelvoll. Raus aus der Metro, und erst einmal staunen. Die ehemalige Stierkampfarena ist beeindruckend, aber inzwischen zur Shopping-Mall degradiert worden. Aber man kann auf die Dachterasse, und das wird heute unser letzter Besichtigungspunkt werden. Wir laufen daher in das Gelände der Weltausstellung von 1929 hinein. Den Palau Nacional lassen wir auch für später links liegen. Am Caixa Forum, einem großen Museum mit zeitgenössischer Kunst, ist ein gut gemachter vertikaler Wald installiert. Gegenüber möchte ich aber gerne etwas anderes sehen. Der deutsche Pavillon von Mies van der Rohe hat mich mit seinen klaren Linien schon im Kunstunterricht vor rund 45 Jahren fasziniert. Nun kann ich wohl den letzten Punkt auf meiner architektonischen Bucket-List abhaken. Die Pyramiden und das Taj Mahal habe ich sch...