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Die Schuhe geschnürt und los

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Auch wenn ich ungern früh aus dem warmen Bett steige, bei dem Sonnenaufgang musss ich zumindest ans Fenster! Ich habe eine Wanderung rausgesucht, die unserer Fitness entspricht, und schon um 10:37 Uhr geht es los. Der Streckenverlauf ist wie eine 8, wir kommen somit 2 mal durch den Ort. Selbst auf der Hauptstraße dort, wirkt der Vercors mächtig. Der lange Aufstieg ist zum Glück im schattigen Wald, aber steil bleibt er trotzdem. Und es ist wirklich ein gesunder Mischwald und keine Stangenholzplantage. Wir bevorzugen eine Pause mit Aussicht, daher laufen wir durch. Irgendwann lichtet sich der Wald, und wir haben eine tolle Aussicht. Noch einige hundert Meter weiter, dann finden wir einen guten Rastplatz. Hier sehen wir auch das erste Mal wieder den Mont Aiguille (links im Bild), in dessen Nähe wir auf der anderen Seite des Berges schon mehrfach übernachtet haben. Eine 180° Panoramaaufnahme zeigt den Vercors von seiner schönsten Seite. Der vorgeschlagene Wanderweg geht danach durch Privat...

Schlecht, besser, sehr gut!

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Das Stimmungstief von gestern ist am Morgen noch nicht ganz weg. Wir fahren in das westlich von uns gelegene Tal nach Süden. Zuerst ist aber Einkaufen angesagt. Der nicht allzu große Parkplatz ist rappelvoll, wir finden keinen Platz. Selbst das Rausfahren ist schwierig, da ein großes Womo mit Anhänger mitten drin parkt und alles blockiert. So macht man sich keine Freunde! Wie so oft, kommen wir an vielen Leckereien einfach nicht vorbei, und nach dem Einkauf ist der Kühlschrank wieder rappelvoll. Von der Straße aus ist sehr oft der Vercors zu sehen und gibt tolle Bilder ab.  Manche Bilder sind auch mit Rahmen erhältlich!  Bald biegen wir vom Tal ab und fahren zum Skigebiet von Gresse-en-Vercors. Von den Bergen her haben wir hier auf jeden Fall einen Ersatz für Monetier-les-Bains gefunden. Das Skigebiet ist größer als das von Super Sauze, und da hier im Sommer auch viele Wanderer unterwegs sind, ist auch nicht alles geschlossen. Und das Beste: Hier gibt es keinerlei Womo-Verbots...

So ein sch...!

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Nein, ich wollte eigentlich nicht noch ein Frühstücksbild posten. Aber dann hätte ich fast nichts!  Doch alles der Reihe nach... Während des Frühstückes erleichtern wir unseren Kühlschrank um das Eis, welches sich die letzten 4 Wochen angesammelt hat. Das bringt immer rund 3° Kälte und weniger Betrieb. Danach fahren wir weiter Richtung Monetier-les-Bains. Die erste Abkürzung, die das Navi fahren will, wollen wir aber nicht, da die kleine Straße quasi über 20 km von der Breite her einspurig ist. Wir wenden und fahren auf der Hauptstraße weiter.  Das nächste Problem ist eine fest installierte Höhenbeschränkung auf 2,6 m, die schon ziemlich gedengelt aussieht und die unser Womo zum Cabrio machen würde. Das erste Mal fahren wir auf der Abzweigung für Womos falsch und müssen die Straße wieder zurück. Beim 2. Versuch wird unser Nummernschild gelesen, und wir werden zu einer Schranke geleitet, die dann auch für uns aufgeht. Komische Sache, denn es gibt hier keine Brücke oder Tun...

Wir ziehen es durch

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Noch beim Frühstück diskutieren wir, ob wir heute weiterfahren. Die neueste Wettertendenz sagt in einer Woche das Ende des Sommers in Südfrankreich voraus. Diese Entwicklung ist neu, hoffentlich ändert sie sich noch genauso schnell.  Aber wir lassen uns nicht hetzen. So einen Platz gibt es so schnell nicht mehr.  Wir bleiben daher noch einen Tag hier. Danach wollen wir bis nächsten Dienstag den Nationalpark Écrin weiter umrunden und das tolle Bergwetter bis zum Schluss auskosten. Egal, was dann kommt! Als die Sonne zu sehr vom Himmel brennt, werden einige kleinere Reparaturarbeiten erledigt. Manche stehen schon 5 Jahre auf der Liste, sind recht schnell erledigt, und wir fragen uns, warum nicht schon früher. Zur angenehmen Nachmittagssonne gibt es dann einen mediterranen Nudelsalat mit Burrata, Pinienkernen und tollem Parmigiano Reggiano aus Italien. Als Vorspeise den Rest Pizza von gestern, den Brigitte nicht geschafft hatte. Und beim Herumlaufen merke ich, dass das Womo hier ...

Saint-Théoffrey

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3 Stunden vor Sonnenaufgang schaue ich mir den Sternenhimmel an. Er ist wunderschön! Die nächste Großstadt ist weit entfernt, es ist kalt und klar, der Himmel schwarz, und der für mich schönste Bereich des nördlichen Sternenhimmels steht leuchtend hoch am Himmel. Im Zentrum das Sternbild des Orion im Norden durchzogen von der hellen Milchstraße. Tausende Sterne sind sichtbar, kein Vergleich zum Großraum Stuttgart.  Nachdem der hellste Stern aufgegangen ist, wärmt er auch bald. Wir können ein Panorama-Frühstück zu uns nehmen.  Wir beschließen eine Fahrradtour zu machen. Die geht an den 3 Seen im Tal vorbei, den Ersten sehen wir kurz nach dem Losfahren. Dann sind sie aber irgendwie verschwunden, auf unserer Tour sehen wir sie nicht mehr. Das liegt dann einfach an dem hügeligen Gelände, welches aber andere schöne Ausblicke bietet. Die Tour habe ich extra bis La Mure verlängert, aber in der Hauptstraße, wo fast alle Restaurants sind, zerkleinert ein Bagger mit Hydraulikhammer ohre...

Ja, gibt es denn so etwas?

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Gegen Mittag brechen wir nach 3 Tagen "Fernsehen" schweren Herzens auf. Der Ausblick dort war genial!  Unterwegs kaufen wir in Le Mure noch frische Sachen ein, dann ist nach knapp 50 km schon der nächste Halt angesagt. Und wir sind platt. So einen schönen Platz hatten wir nicht erwartet.  Wir stehen auf einer Wiese von einem jungen Paar, Landwirte scheinen sie nicht zu sein. Egal, sie bieten die große Wiese als günstigen Campingplatz an. Wir sind am Abend zu dritt, genug Platz für alle. Wie die ganze vergangene Woche gibt es nur ein Luxusproblem, es ist kein Restaurant in der Nähe. Das wussten wir und haben entsprechend eingekauft. Heute gibt es Lachs mit Melonensalsa und Tomatensalat. Ein neues Rezept und sehr köstlich. Heute dreht der Abendhimmel als Willkommensgruß kurz auf... ...um dann im sanften Licht eine filmreife Kulisse zu werden.

Wir bleiben faul

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Da ich heute früh meine Rentnergymnastik mache, gibt es das Frühstück etwas später. Das ist prima, denn dann wärmt schon die Sonne, und wir können draußen sitzen. Ansonsten genießen wir den Tag und schauen wieder fern. Heute sind wir faul, selbst die gestern abgekürzte, kleine Wanderung lassen wir erneut aus. Es ist einfach schön hier, solche Womoplätze haben wir in Italien bisher leider noch nicht gefunden. Auch heute müssen wir wieder kochen, das Ergebnis überzeugt allerdings auf der ganzen Linie! Morgen wollen wir weiter. Das merkt der Himmel und dreht den Farbregler bis zum Anschlag. Ein wunderbarer Abschluss!