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Ab nach Cuneo

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Die Nacht ist sehr ruhig, und draußen sind es am Morgen nur 11° C. Da wir einen schattigen Platz haben, frühstücken wir drinnen, dort scheint nämlich die Sonne durch die Fenster schon rein. So richtig überzeugt uns das Wetter erst einmal nicht, die Wolken hängen uns noch zu tief. Irgendwann hole ich aber doch die Räder raus, und halbwegs warm eingepackt, geht es gegen Mittag los. Die Abfahrt nach dem ersten, kleinen Pass ist am Anfang kühl, aber mit jedem Meter in die Ebene wird es deutlich wärmer und sonniger.  Die Alpen sind zum Greifen nahe. Jacke und Unterhemd wandern in den Rucksack. Nach einer kurzen Pause in einem kleinen Ort, radeln wir abseits von Straßen durch einen Naturpark an einem Bach Richtung Cuneo. Das Wetter ist inzwischen sommerlich. Die Altstadt liegt auf einem Hügel und hat die Hauptachse als lange Fußgängerzone. Prächtige Fassaden empfangen uns. Wir fahren ganz langsam an den Häusern vorbei, überall stehen Erklärungstafeln, welcher Palazzo gerade zu sehen ist....

Peveragno

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Die Nacht ist zum Glück ruhig, der angesagte heftige Regen blieb einfach aus. Wir frühstücken drinnen und fahren bald weiter. Wir sind dann kurz vor 12 Uhr dort, wo wir schon gestern sein wollten.  Das Wetter in Peveragno ist prima, wir machen eine Wanderung. Zuerst durch den Ort, der optisch schön ist...  ... aber er wirkt ein wenig wie nach einer Neutronenbombe. Ein Cafe/Bar hat wenigstens noch geöffnet, und wir kehren ein. Die Weine sind sehr gut, und mit den Beigaben stimmt auch der Preis. Sonst ist nicht viel los im Ort, aber eine Trattoria bietet hausgemachtes Eis an, das Bällchen für 1 €. Leeeecker! Danach geht erst die eigentliche Wanderung los, die uns recht unspektäkulär in die ersten Hügel der hier beginnenden Alpen führt. Kein Mensch ist hier zu Fuß unterwegs, außer ein paar Autos bewegt sich hier nichts. Über den Bergen will es immer nur kurzfristig gut werden. Oder auch nicht, denn plötzlich wird der Himmel sehr dunkel.  Die Kastanienbäume sind schon voll be...

Heute läuft leider alles schief!!!

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Der Tag beginnt noch normal. Aus Brotmangel gibt es Müsli, und unser Haustier hat wieder ganze Arbeit geleistet. Unser Haustier, eine Kreuzspinne, lebt seit einiger Zeit schon zwischen Spiegel und Spiegelgehäuse und scheint gerne auf Reisen zu gehen. Wahrscheinlich genießt sie, so wie wir, die ausländische Küche, sonst würde sie wohl nicht bei jedem neuen Stellplatz wieder ein neues Netz bauen. Schon seit dem späten Frühjahr ist mir das immer wiederkehrende Spinnennetz aufgefallen. Muss ich am Ende für den Winter noch eine Spiegelheizung einbauen? Das war es dann aber auch mit den angenehmen Dingen heute. Dass Regen kommt, war klar, aber nicht so früh! Wir fahren noch trocken los, aber 5 Minuten später im Ort, wo wir noch einige Spezialitäten einkaufen wollen, schüttet es so, dass wir nicht mehr aus dem Womo kommen, da das ganze Wasser vom Dach vor unserer Eingangstür wasserfallartig runterfließt. Wir fahren auf der Autobahn, nein, wir schwimmen 40 km bis Aulla. Dort soll es nicht mehr...

Der letzte Tag in Berceto

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Wir genießen den wohl letzten Tag hier in Berceto.  10 Tage auf einem Campingplatz wäre für uns früher, zu Zeiten, wo wir fast überall noch schön frei stehen konnten, die Höchststrafe gewesen. Heutzutage können und müssen wir uns damit anfreunden, und hier standen wir zum Glück fast "frei" und superschön. Die Planung für die nächste Zeit ist allerdings ätzend. Inzwischen weiß ich, dass die alle 6 Stunden neu gerechneten Wettermodelle kontinuierlich völlig andere Vorhersagen ausspucken, es bleibt also sehr wechselhaft. Daher fahren wir morgen wahrscheinlich ins Piemont, was bisher gar nicht auf unserem Schirm war.  Aber ein Highlight haben wir hier noch!  Am Abend geht es ein letztes Mal in den Ort. Wir haben noch etwas Zeit zum Vorglühen und nutzen diese am Ortseingang. Danach geht es in unser Stammlokal, wo wir inzwischen schon nett begüßt werden. Nicht, dass wir durcheinander trinken, aber der Rotwein hat eine Qualitätsstufe, dass er schon beim Aperitif zum Atmen ausges...

Das haben wir doch nicht verdient!

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Am frühen Morgen gibt es kurz Aufregung. Im Halbschlaf denke ich mir: Prima, dass der Kühlschrank endlich mal abschaltet. Auch später bleibt es ruhig. Beim Aufstehen bemerke ich sofort, dass sich alle 4 Aufbauakkus komplett abgeschaltet haben. Gestern Abend sah es laut App noch gar nicht so kritisch aus. Ok, ich habe es auch darauf angelegt, seit 8 Tagen stehen wir hier im Halbschatten ohne Stromversorgung. Diese Leistung ist toll, mit den alten Blei-Säure-Akkus hätten wir nur 3 Tage geschafft. Aber jetzt sollte unser Ladegerät auch funktionieren, welches wir in den letzten Jahren kaum benutzt haben, denn ob unsere alte "Starterbatterie", die nie den Motor startet, nun den Motor anlassen kann, wage ich bei der angezeigten Ruhespannung zu bezweifeln. Ich lege draußen im Schlafanzug das Stromkabel und Bingo, alles funktioniert! So weit sollte es in Zukunft nicht mehr kommen, gut, dass ich nun die kritische Spannung der Aufbaubatterien kenne! Ab heute planen wir die weitere Tour...

Wandertag

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So, wie auch der Meeresspiegel steigt, ist in den letzten Tagen auch die Hitze immer weiter zu uns nach oben gewandert. Trotzdem wollen wir heute eine kleine Wanderung unternehmen. Zuerst geht es kurz an der Straße entlang, wo heute, am Sonntag, nicht nur die Motorradfahrer Rennen fahren, auch so mancher Autofahrer fühlt sich scheinbar wie Enzo Ferrari, der hier 1919 bei dem Bergrennen Parma-Berceto als Debütant gleich den 4. Platz belegte. So richtig zufrieden war er aber wohl nicht mit seinem Fahrzeug, der Rest ist Geschichte. An Berceto vorbei, geht es danach bald in den Wald. Es gibt immer wieder schöne Ausblicke, am Schönsten ist aber die angenehme Temperatur im Wald. An der Vegetation merkt man schon, dass wir nicht auf Meereshöhe sind. Auch die kleine Wanderung reicht, dass wir nassgeschwitzt auf dem Monte Cavallo ankommen. Vom Tal weht ein angenehmes Lüftchen den Hang hoch, aber der Wind wird ständig wärmer.  Nach einer Pause laufen wir stückweise eine andere Strecke z...

Frühstückstag

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Heute möchten wir im Ort frühstücken. Es ist Samstag, und da ist der Ort bestimmt nicht ausgestorben.  Ist er auch nicht, an der Bar Centrale kann Brigitte durch hohes Verkehrsaufkommen erst einmal die Cappuccini nicht über die Straße bringen. Nachdem die Reiter etwas zu trinken bekommen haben, wird der Weg aber schnell frei. Das war ein guter Anfang, wir gehen weiter. An der großen romanischen Kirche füllt immer irgendjemand das Brunnenwasser in Flaschen ab. Hier gibt es noch kein Schild "Kein Trinkwasser" oder wie bei uns zu Hause einen 30.000 € teuren Trinkwasserbrunnen mit Kühlung und Entkeimung, an welchem oft genug steht: "Bitte nicht trinken, das Wasser wird gerade untersucht." Auf der anderen Seite der Kirche gibt es noch ein weiteres schattiges Plätzchen. Die bieten aber leider nur Süßes an, da bleibt der Cappuccino alleine. Es macht einfach Spaß, dem Treiben zuzusehen. Die meisten kennen sich, es wird geredet oder in der Zeitung gelesen. Auch vor der Kirch...