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Allanche

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...heißt also der Ort, an den es uns "zwangsweise" verschlagen hat. Wenn man im Urlaub so viele Freiheitsgrade hat, wie wir es haben, geht das manchmal auch nicht anders. Und hier gefällt es uns! Mittendrin im Nirgendwo des Zentralmassives. Am Morgen stellen wir uns noch einmal um, da wir uns heute am Womo ausbreiten wollen. Natürlich stehen hier auch noch andere Fahrzeuge, aber unser Social Bubble wird gewahrt. Ist halt unser persönliches Ding, dass wir nicht gerne nahe bei Anderen stehen wollen. Heute machen wir Pause. Körperlich, nicht geistig! Beim Vorbereiten der nächsten Tage kommen nämlich gleich wieder die vielen Freiheitsgrade ins Spiel. Gegen Mittag laufe ich mal durch den kleinen Ort und Stelle fest, dass hier noch die volle Infrastruktur vorhanden ist. Bäcker, Metzger, 2 kleine Supermärkte, eine Bar und ein Restaurant. Das gibt es in solch kleinen Orten leider nicht mehr allzu oft. Und auch hier wohnt in jedem 4. Haus die Familie "A vendr...

Was wollen die denn auf dem Mars?

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Morgens scheint wieder die Sonne, und es ist beruhigend zu wissen, dass sich der Regen für die nächsten Wochen völlig verausgabt hat. 😊 Wir fahren ein kurzes Stück in das Zentrum der Vulkan-Auvergne. Unser alter Rother Wanderführer bietet dort eine von uns noch nicht begangene Tour an. Ich finde den Track auch im Internet, lade ihn runter und schon geht es los. Die Streckenbeschreibungen im Rother sind ja auch überhaupt nicht spannend, und nachlesen kann man auch vor Ort. Bald lichtet sich der Wald und ich wundere mich, wie auf diesem Boden überhaupt etwas wachsen kann. Kurz darauf stehen wir vor einer Geröllwand. Der GPS-Track geht in die Wand rein. Hmm... Ach ja der Wanderführer. Dort steht auch in klaren Worten, dass diese Wanderung sehr steil im Geröll auf einen Vulkan führt. Und mir fällt ein, dass in den alten Wanderführern noch kein Höhenprofil abgebildet wurde. Neugierig schaue ich mir nun auf dem Handy im GPS-Track das Höhenprofil an. Ich ziehe es vor, es nicht Brig...

Gesamtniederschlagsmenge

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Ein Grund in die Auvergne zu fahren, war ja die geringe Gesamtniederschlagsmenge, welche die Wetterzentrale für diese Gegend vorausgesagt hat. Ok, dann wird es hier in den nächsten 3 Wochen nicht mehr regnen, da diese heute schon überschritten wurde. 😣 Grundsätzlich lief es aber auch heute wieder super. Beim Aufstehen kühl und sonnig. Wir steigen irgendwann aufs Fahrrad, da ist es schon sehr warm und sonnig. Vorbei an ganz alten Bauwerken. Und an etwas Neueren. Architektonisch sicher von der Optik nicht mit 100 Jahre neueren Brücken zu vergleichen, ist das Viaduc des Fades allerdings die höchste Eisenbahnbrücke Frankreichs. Die mittags aufkommende Bewölkung ist sehr angenehm, da es in dieser Gegend entweder nur bergab oder bergauf geht. Eine Flussschleife ist auch noch drin, bevor es wieder zum Womo zurück geht. Am Womo angekommen, nehmen wir draussen erst einmal einige kalte Getränke zu uns. "Aus den Wolken kommen höchstens ein paar Tropfen" waren mei...

Das ist ja heute wieder ein Hin und Her

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Nach der, natürlich nur durch die Hitze und nicht durch den Wein, größeren Anstrengung gestern, haben wir heute ein "laues" Programm geplant. Nach den ersten Tagen müssen wir nun einkaufen und auch Wasser bunkern. Wir fahren mitnichten mit einem vollem Kühlschrank nach Frankreich, das wäre ja so, als ob man sein Essen mit ins Restaurant bringt! Und Wasser muss man auch nicht quer durch Europa transportieren. Vielleicht noch irgendwo im Schatten auf die Decke legen, ist der letzte Punkt der Wunschliste. Die vorabendlichen Recherchen zeigen zunächst, dass dies in dieser Gegend vielleicht doch eine Gleichung mit zu vielen Unbekannten ist. Irgendwann ist aber doch ein Ort gefunden, der mehrere Einkaufsmöglichkeiten hat und einen Stellplatz an einem kleinen See anbietet. Bingo! Einkaufen läuft prima, die Sonne draußen und der Hunger im Supermarkt verleiten uns dazu, viel zu viel Grillzeugs zu kaufen. Der Stellplatz ist leider etwas enttäuschend. Asphaltierter Parkplatz u...

Im Westen was Neues

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Ok, wir waren also wieder unterwegs. Ein wenig Hals über Kopf war der Aufbruch schon, aber wenn man keinen fixen Termin gebucht hat, finden sich immer genügend Gründe, noch einen Tag zu Hause zu bleiben. Meine, durch einen Wespenstich, geschwollene Hand war wieder halbwegs ok, der kürzlich abgebrochene Zahn provisorisch geschützt, die Behördengänge für die nächsten Jahre  abgeschlossen. Hoffentlich. Irgendwo wollte ich noch Geld anlegen, aber das muss nun warten. Für den Portugal-Urlaub war ich ja schon ungenügend vorbereitet, aber das jetzt schlägt dem Fass den Boden aus. Früher habe ich mich bis zu 3 Monate lang vorbereitet, jetzt waren es gerade mal 3 Stunden. Das geht eigentlich gar nicht! Während der Fahrt versuchen wir ein Ziel zu finden. Dabei kann ich als Fahrer sicher nur als Ideengeber dienen. Brigitte blättert in den hastig mitgenommenen Unterlagen und macht viele Vorschläge, und nach 500 km an einem Rastplatz werfen wir die Münze. Ein wenig bekanntes Gebiet in de...

Quo Vadis?

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"Keine Ahnung..." ...war meine Antwort auf Brigittes Frage, wohin es denn dieses Mal geht. Das ist mir mit meiner langen Urlaubserfahrung auch noch nie passiert. Normalerweise kommen selbst nachts um 4 Uhr mindestens 6 Vorschläge in 10 Sekunden. Ist dies das Ende der Urlaubslust??? Aber alles der Reihe nach. Nach unserem viiiiel zu kurzem Urlaub in Nordspanien/Portugal ging es Schlag auf Schlag. Erkenntnis des ersten Jahres als Privatier: Wenn man auch außerhalb der Urlaube viel machen will, reicht die Zeit zu Hause einfach nicht. Das habe ich schon einige Male von frischen Rentnern gehört und kann es nun bestätigen. Es gibt die geplanten Termine, die lange To-Do-Liste und viele ungeplanten Dinge, manche erfreulich, manche nicht. Ich bin gespannt, wann ich ich da eine bessere Struktur in den Zeitablauf bekomme. Ok, wir hatten natürlich geplant, ab Ende August noch einmal wegzufahren. Aber plötzlich war es soweit, und ich hatte noch nicht einen Gedanken an die komme...

Zusammenfassung

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Das war's dann! Wir sind inzwischen wieder in unserem immobilen Zuhause angekommen, die ersten Termine sind schon erledigt, und vieles erscheint schon sooo lange her zu sein. Dies war nun unser 2. längerer Urlaub, seit wir vor fast einem Jahr die bisherige Urlaubsbegrenzung aufgehoben haben. Letztes Jahr in der Normandie ging es ruhiger zu. Es war dieser "endless Summer", wo es gereicht hatte, alle 2 Wochen einmal auf die Wettervorhersage zu schauen, um dann festzustellen, dass sich an der Großwetterlage weiter nichts ändert. Wir haben an jedem Stellplatz länger verweilt und sind dadurch deutlich weniger gefahren als üblich. Früher waren wir so 1-3 Tage an einem Ort, dann hat uns der begrenzte Urlaubsszeitraum weiter getrieben. In diesem Urlaub sind wir auch nur 1-3 Tage an einem Ort geblieben, aber dann hat uns meist das Wetter weitergetrieben. Aber nur aus diesem Grund haben wir es überhaupt bis nach Nordportugal geschafft! Resümee: - Zielerreichung: Den H...

Allerletzter Akt

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Bei schönstem Wetter fahren wir von der Saone ins Elsass. Ganz im Süden kennen wir einen Winzer, der direkt an den Weinbergen einen Platz anbietet. In diesem Urlaub kannten wir nur 4 Stellplätze. Alle anderen waren neu für uns! Prima! Auf der Wiese angekommen, erlahmt schlagartig jeglicher Drang nach körperlichen Aktivitäten. Ob es an der vorangegangenen Weinprobe lag,  lässt sich wohl nie mehr zweifelsfrei beantworten. Wir genießen unseren letzten Nachmittag und entscheiden uns, noch einmal zu Grillen. Mit dem Feiertag Sant Jordi begann unser Urlaub in Collioure, und so ähnlich beenden wir ihn auch. Die verantwortliche Küchenchefin empfiehlt leckere Steaks von portugiesischen Cachena-Rindern. Der Grillmeister investiert seine letzte Kohle, das muss also einfach was werden. Und es wird auch etwas! Noch nie haben wir von so einem Hilfsgrill so tolle Steaks gehabt! Das liegt zum größten Teil sicher an der Fleischqualität dieser Cachena-Rinder. Ein echter ...

Letzter Akt

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Man, hat das die letzten 2 Tage geregnet. Auf der Hinfahrt haben wir ein großes Regengebiet gegen die Zugrichtung durchfahren, das ging schnell. Jetzt ziehen wir die Wolken hinter uns her, und es will nicht aufhören zu regnen. An der Saone kennen wir einen Stellplatz auf einer Wiese. Beim letzten Mal war es auch sehr nass, und wir haben uns als einzigstes Womo auf die Wiese getraut. Rauf kommen noch Einige, nur beim Runterfahren trennt sich die Spreu vom Weizen. Hecklastige Ducatos mit Frontantrieb haben wir schon auf weniger nassen Wiesen feststecken gesehen. Aber die Wiese ist voll mit Womos! Meistens mit sauberen Reifen allerdings. Die stehen schon länger hier. Und die halbe Wiese ist für Irgendetwas abgesteckt. Und matschig! Ein Grüppchen älterer Womofahrer steht im Nieselregen und wartet scheinbar darauf, dass wir uns festfahren. Den Spaß gönne ich ihnen nicht, und haue gleich den 4-Rad Antrieb rein. Auch wenn unser Womo mit den relativ kleinen Reifen in einer Sandwüst...

Ab, nach Hause

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Nach diesem schönen Abschluss in Biarritz geht es nun unweigerlich nach Hause. Irgendwie war die Zeit wohl doch etwas knapp bemessen. 😊 Nach gefühlten 2 Wochen, dem Kalender nach aber fast 8, müssen wir jetzt Strecke machen. Das Wetter hilft uns aber wieder, da für die nächsten 2 Tage Wolken und Regen angesagt sind. Von hier sind wir noch nie nach Deutschland gefahren. Wir suchen daher eine mautfreie Strecke durch die "Landes de Gascogne", dem größten zusammenhängendem Waldstück Westeuropas. Es ist allerdings auch das langweiligste Waldstück Westeuropas. Flach, nur gleichgroße Monokulturen, nicht ein natürlich gewachsener Baum. Für Aufregung sorgt nur ein Schild, welches plötzlich ein mautpflichtiges Teilstück ankündingt. Ein Navi führt geradeaus, dass andere will abfahren. Für PKWs 3,8 €, wird angekündigt. Wir sind schon sehr lange keine mautpflichtigen Straßen mehr gefahren. Ganz dunkel habe ich noch eine ungefähr doppelt so hohe Gebühr für Womos im Kopf. Was...

Endlich, Biarritz!

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Endlich, da wir die Stadt schon auf dem Hinweg besuchen wollten und es wettertechnisch nicht geklappt hat. Endlich, weil ich nach einigen Fahrtagen Richtung Heimat nun zum Schreiben komme. Wir fahren morgens mit dem Bus an den Leuchtturm, den wir gestern schon aus der Ferne sehen konnten. Da ist er nun, der laut Reiseführer immer noch vornehm zurückhaltende, mondäne Badeort. Von hier aus laufen wir immer an der berühmten Promenade entlang nach Süden. Am Strand ist so früh noch nichts los, aber im Wasser schon. Ohne Brille sieht das für mich aus wie eine Gruppe von Seehunden, mit dem Tele klärt sich die Sache aber schnell. An diesem Strand wurde das Surfen in den Fünfzigern nach Europa importiert, und deren Enkel sind jetzt dran. Die Lage der Stadt, mit denen im Stadtzentrum vorgelagerten Felsen, welche die 2 großen Strände abgrenzen, ist wirklich sehr schön. Hier befindet sich auch der kleine, alte Hafen. Auf dem am weitesten ins Meer ragenden Felsen ist ...