Posts

Schlecht, besser, sehr gut!

Bild
Das Stimmungstief von gestern ist am Morgen noch nicht ganz weg. Wir fahren in das westlich von uns gelegene Tal nach Süden. Zuerst ist aber Einkaufen angesagt. Der nicht allzu große Parkplatz ist rappelvoll, wir finden keinen Platz. Selbst das Rausfahren ist schwierig, da ein großes Womo mit Anhänger mitten drin parkt und alles blockiert. So macht man sich keine Freunde! Wie so oft, kommen wir an vielen Leckereien einfach nicht vorbei, und nach dem Einkauf ist der Kühlschrank wieder rappelvoll. Von der Straße aus ist sehr oft der Vercors zu sehen und gibt tolle Bilder ab.  Manche Bilder sind auch mit Rahmen erhältlich!  Bald biegen wir vom Tal ab und fahren zum Skigebiet von Gresse-en-Vercors. Von den Bergen her haben wir hier auf jeden Fall einen Ersatz für Monetier-les-Bains gefunden. Das Skigebiet ist größer als das von Super Sauze, und da hier im Sommer auch viele Wanderer unterwegs sind, ist auch nicht alles geschlossen. Und das Beste: Hier gibt es keinerlei Womo-Verbots...

So ein sch...!

Bild
Nein, ich wollte eigentlich nicht noch ein Frühstücksbild posten. Aber dann hätte ich fast nichts!  Doch alles der Reihe nach... Während des Frühstückes erleichtern wir unseren Kühlschrank um das Eis, welches sich die letzten 4 Wochen angesammelt hat. Das bringt immer rund 3° Kälte und weniger Betrieb. Danach fahren wir weiter Richtung Monetier-les-Bains. Die erste Abkürzung, die das Navi fahren will, wollen wir aber nicht, da die kleine Straße quasi über 20 km von der Breite her einspurig ist. Wir wenden und fahren auf der Hauptstraße weiter.  Das nächste Problem ist eine fest installierte Höhenbeschränkung auf 2,6 m, die schon ziemlich gedengelt aussieht und die unser Womo zum Cabrio machen würde. Das erste Mal fahren wir auf der Abzweigung für Womos falsch und müssen die Straße wieder zurück. Beim 2. Versuch wird unser Nummernschild gelesen, und wir werden zu einer Schranke geleitet, die dann auch für uns aufgeht. Komische Sache, denn es gibt hier keine Brücke oder Tun...

Wir ziehen es durch

Bild
Noch beim Frühstück diskutieren wir, ob wir heute weiterfahren. Die neueste Wettertendenz sagt in einer Woche das Ende des Sommers in Südfrankreich voraus. Diese Entwicklung ist neu, hoffentlich ändert sie sich noch genauso schnell.  Aber wir lassen uns nicht hetzen. So einen Platz gibt es so schnell nicht mehr.  Wir bleiben daher noch einen Tag hier. Danach wollen wir bis nächsten Dienstag den Nationalpark Écrin weiter umrunden und das tolle Bergwetter bis zum Schluss auskosten. Egal, was dann kommt! Als die Sonne zu sehr vom Himmel brennt, werden einige kleinere Reparaturarbeiten erledigt. Manche stehen schon 5 Jahre auf der Liste, sind recht schnell erledigt, und wir fragen uns, warum nicht schon früher. Zur angenehmen Nachmittagssonne gibt es dann einen mediterranen Nudelsalat mit Burrata, Pinienkernen und tollem Parmigiano Reggiano aus Italien. Als Vorspeise den Rest Pizza von gestern, den Brigitte nicht geschafft hatte. Und beim Herumlaufen merke ich, dass das Womo hier ...

Saint-Théoffrey

Bild
3 Stunden vor Sonnenaufgang schaue ich mir den Sternenhimmel an. Er ist wunderschön! Die nächste Großstadt ist weit entfernt, es ist kalt und klar, der Himmel schwarz, und der für mich schönste Bereich des nördlichen Sternenhimmels steht leuchtend hoch am Himmel. Im Zentrum das Sternbild des Orion im Norden durchzogen von der hellen Milchstraße. Tausende Sterne sind sichtbar, kein Vergleich zum Großraum Stuttgart.  Nachdem der hellste Stern aufgegangen ist, wärmt er auch bald. Wir können ein Panorama-Frühstück zu uns nehmen.  Wir beschließen eine Fahrradtour zu machen. Die geht an den 3 Seen im Tal vorbei, den Ersten sehen wir kurz nach dem Losfahren. Dann sind sie aber irgendwie verschwunden, auf unserer Tour sehen wir sie nicht mehr. Das liegt dann einfach an dem hügeligen Gelände, welches aber andere schöne Ausblicke bietet. Die Tour habe ich extra bis La Mure verlängert, aber in der Hauptstraße, wo fast alle Restaurants sind, zerkleinert ein Bagger mit Hydraulikhammer ohre...

Ja, gibt es denn so etwas?

Bild
Gegen Mittag brechen wir nach 3 Tagen "Fernsehen" schweren Herzens auf. Der Ausblick dort war genial!  Unterwegs kaufen wir in Le Mure noch frische Sachen ein, dann ist nach knapp 50 km schon der nächste Halt angesagt. Und wir sind platt. So einen schönen Platz hatten wir nicht erwartet.  Wir stehen auf einer Wiese von einem jungen Paar, Landwirte scheinen sie nicht zu sein. Egal, sie bieten die große Wiese als günstigen Campingplatz an. Wir sind am Abend zu dritt, genug Platz für alle. Wie die ganze vergangene Woche gibt es nur ein Luxusproblem, es ist kein Restaurant in der Nähe. Das wussten wir und haben entsprechend eingekauft. Heute gibt es Lachs mit Melonensalsa und Tomatensalat. Ein neues Rezept und sehr köstlich. Heute dreht der Abendhimmel als Willkommensgruß kurz auf... ...um dann im sanften Licht eine filmreife Kulisse zu werden.

Wir bleiben faul

Bild
Da ich heute früh meine Rentnergymnastik mache, gibt es das Frühstück etwas später. Das ist prima, denn dann wärmt schon die Sonne, und wir können draußen sitzen. Ansonsten genießen wir den Tag und schauen wieder fern. Heute sind wir faul, selbst die gestern abgekürzte, kleine Wanderung lassen wir erneut aus. Es ist einfach schön hier, solche Womoplätze haben wir in Italien bisher leider noch nicht gefunden. Auch heute müssen wir wieder kochen, das Ergebnis überzeugt allerdings auf der ganzen Linie! Morgen wollen wir weiter. Das merkt der Himmel und dreht den Farbregler bis zum Anschlag. Ein wunderbarer Abschluss!

Saint-Firmin

Bild
Kurz nach dem Wachwerden muss ich zum Fotografieren schon die Tür öffnen. Bei 6,5° C draußen merkt man die 10° Unterschied zur Innentemperatur deutlich. Aber was für ein Ausblick! Die Heizung springt schon beim 2. Versuch an, eine Stunde später ist es warm. Gegen Mittag wollen wir eine kleine Runde spazieren, die Mittagszeiten im Ort lassen uns den Weg aber noch einmal abkürzen.  An der einzigen Bar setzen wir uns in die Sonne. Den Kaffee trage ich selbst rüber und Kreditkarte wird hier auch nicht genommen. Kein Bewohner, der aus der Boulangerie kommt oder auf dem Parkplatz hält, geht nicht in die Bar für ein Getränk und den Austausch von Neuigkeiten. Es ist also ein typisches kleines Bergdorf. Die kleine Metzgerei liegt im Hinterhof und ist wirklich urig. Drinnen traue ich mich gar nicht zu fotografieren, außerdem lasse ich mir von Madame die regionalen Spezialitäten erklären. Der Laden könnte aber in jedem Reiseführer abgebildet sein. Die Ravioles und Turtons machen wir uns ...

Wir bleiben in den Bergen

Bild
Wir hatten schon fast vor, etwas aus den Bergen in Richtung Provence rauszufahren, aber am Morgen werden wir durch die tolle Kulisse umgestimmt. Das Wetter bleibt prima, und ich suche eine Runde durch die Berge raus. Wir fahren zurück nach Gap und dann nach Norden. Nach rund 50 km biegen wir ab und stehen kurz darauf bei Saint-Firmin auf einem ehemaligen Campingplatz, der nun als Stellplatz dient. Der Ausblick ist herrlich! So lässt sich prima Blog schreiben. Vor rund 15-20 Jahren waren wir hier schon auf allen Hauptstraßen unterwegs, aber das war eher im Spätherbst, im Winter oder Vorfrühling auf der Hin-oder Rückfahrt nach Südfrankreich. So schönes, stabiles Sommerwetter hatten wir wohl noch nie, das nutzen wir jetzt aus. So bleiben wir heute einfach am Womo und schauen fern! By the way: In Italien wird das Wetter langsam besser, aber es ist für uns noch (lange) nicht gut genug.