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Kurzgeschichte

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Der heutige Tag ist schnell erzählt. Zum Glück ist unser Platz beim Cidre-Hersteller windgeschützt, sonst hätte unser Womo wohl in der Nacht gehörig gewackelt. So halten die umgebenen Bäume und Büsche den Wind gut ab. Allerdings macht die Botanik dabei ordentliche Geräusche, diese werden aber wieder vom Regen übertönt. Es regnet und stürmt bis zur Mittagszeit, dann hört wenigstens der Regen auf. Für den geplanten Besuch im nahen Quimper ist es fast schon zu spät, und die Lust dazu ist bei diesem Wetter auch nicht gerade riesig.  Wir machen heute somit den ersten richtigen Pausentag. Es kommt sogar mal kurz die Sonne raus. Gestern waren es nur 600 m Wandern, heute damit nur 6 m. 😀 Wir planen die nächsten Tage, was an der nun folgenden bretonischen Südküste nicht wirklich Spaß macht. Womos haben hier wohl so überhand genommen, dass sie behandelt werden, als wenn sie die Pest transportieren würden. Und das in Frankreich, dem Womo-freundlichsten Land in Europa. Das Parken in Orten ist...

Jetzt ist es aus mit westwärts...

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Schon am Abend nimmt der Wind und der Regen zu, und so bleibt es die ganze Nacht. Nach dem Frühstück fahren wir weiter ins Finistère, wie sich "das Ende der Welt" hier nennt. Wir überqueren einen Aber. Das sind Flüsse, denen die Gezeiten ein breiteres Bett beschert haben. Sozusagen Flussfjorde, die kilometertief ins Landesinnere gehen. Da es gerade nicht regnet, steige ich aus und mache ein Foto. Bis ich wieder am Womo bin, bin ich schon nicht mehr trocken, das geht hier bei dem starken Wind sehr schnell. Daher zuckeln wir auch weiter, an eine längere Wanderung ist nicht zu denken. Ein kurzer Abstecher führt uns nach Portsall. Ich kann mich noch erinnern, was hier vor 46 Jahren passiert ist. Dies ist ein Anker der Amoco Cadiz! Auch dieses 20,5 t schwere Ungetüm konnte das Schiff am 16.3.1978 nicht halten, und es trieb bei Sturm hier auf die Küste zu und zerbrach. Eine der bis dahin größten Ölunfälle war die Folge, und 300 km der Küste der Bretagne wurden verseucht. Irgendwo d...

Roscoff

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Schon in der Nacht beginnt es kräftig zu regnen, die Wolken hängen tief, und selbst um 9:00 Uhr ist es noch dämmrig-dunkel. Wir fahren daher spät los ins nahe Roscoff an der Küste. Und dann geht alle ganz schnell. Vom Parkplatz geht es 200 m zur Küste, und schon stehen wir vor einer Creperie. Die angebotene Vielfalt von Galettes erschlägt uns fast. Jetzt oder nie, und nie hatten wir zu oft... Wir bekommen den letzten Tisch, und schon ist wieder Essen angesagt. Galette geht (fast) immer, und dieses ist wirklich das Beste, welches wir je hatten! Das Restaurant hat wohl erst kürzlich geöffnet, was als erstes an der Toilette auffällt. Auch diese ist eindeutig die Beste, die wir bisher kennen gelernt haben. Dies ist in Restaurants in Frankreich immer ein wunder Punkt, darauf wird irgendwie wenig Wert gelegt. Inzwischen hat es draußen geregnet, und pappsatt beginnen wir die Ortsbesichtigung. Endlich ist auch mal Wasser im Meer... Die bretonische Granitbauweise ist wirklich das Gegenteil von ...

Saint-Pol-de-Léon

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Am Morgen laufe ich kurz in den Ort und kaufe Baguette und Croissant. Dieser winzige Weiler hat tatsächlich 2 offene Bäckereien. Leider hatten die beiden Restaurants gestern, am landesweiten Restaurantruhetag geschlossen. Bei Dauerregen wären wir hier, auf dem für uns tollen Platz, gerne geblieben, aber das brauchbare Wetter schickt uns weiter.  An der Küste gibt es immer wieder schöne Stellen. In Locquirec laufen wir wieder ein Stück den Küstenwanderweg GR 34. Im Ort haben wir das Gefühl, dass es hier nur 2 Arten von Saison gibt: Die proppenvolle Hauptsaison und die aktuelle "überhaupt keine Saison". Es ist nicht nur nichts, sondern gar nichts los. Die einzig offene Bar ist nur eine Wndmalerei...😩 Trotzdem ist der Weg interessant und zeigt die typische Bretagne. Nach diesem Spaziergang beschließen wir, dass wir heute wieder schön Essen gehen wollen. Dazu wird der nächstgrößere Ort, Saint-Pol-de-Léon, angefahren. Dort sollte es etwas Auswahl geben. Es gibt in Stadtnähe den P...

Es geht nur wenig weiter

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Die Nacht auf dem Campingplatz ist wieder ruhig, nur unser Kühlschrank versucht permanent die knapp 20 C Temperaturunterschied zur Kabinentemperatur zu halten. So sind am Morgen auch die Batterien müde, und daher braucht die Heizung etwas Überredung, um endlich anzuspringen. Immerhin weckt uns die Sonne, die hier erst deutlich nach 8 Uhr aufgeht. Selbst für uns schon fast zu spät. Da die Wetteraussichten scheinbar doch nicht so schlecht sind, beschließen wir, weiterzufahren. Im nächsten größeren Ort, Lannion, gehen wir das erste Mal, seit wir in Frankreich sind, Einkaufen. Jetzt weiß ich auch wieder, was ich vermisst habe. Die Theken mit all den Leckereien werden von mir geplündert, und selbst Brigitte schafft es nicht, mich aufzuhalten. Bei freundlichem Wetter sind wir in den Laden rein, bei Regen wieder raus. Bis zum Womo werden wir und der Einkauf einfach nur nass. Wenn wir schon vor Ort sind, wird dieser auch angeschaut. Er strahlt einen, gelinde gesagt, morbiden Charme aus. Natürl...

Trégastel

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Gestern haben wir uns am Nachmittag, nach nur ein paar Kilometern Fahrt, auf einem recht leeren Campingplatz in der Nähe von Trégastel eingenistet. Die Hochburg des Bretagnetourismus, in der wir hier an der Cote de Granit Rose sind, hat wirklich jede Parkmöglichkeit mit einem Übernachtungsverbotsschild ausgestattet. Am Abend und in der Nacht regnet es kräftig. Uns ist das egal, im Womo ist es kuschelig. Das lange Duschen am Morgen tut gut, das Frühstück ist wie immer lecker, selbst der alte Maroille-Käse ist nach Entfernen der Rinde ein Genuss. Nach dem Frühstück hirnen wir über die weitere Reise. Es sind 6 Tage Schmuddelwetter angesagt. In ganz Frankreich. Sonst wären wir wohl jetzt nach Süden aufgebrochen. Wir beschließen aber, dieses Mal das Wetter auszusitzen, um noch den Rest der für uns noch unbekannten Bretagne zu sehen! Aus einem gemütlichen Tag mit Reiseplanung und anderen liegengebliebenen Dingen im Womo wird aber erst einmal nichts. Der Himmel wird heller, der Nieselregen hö...