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Rumzuckeln, Teil 1

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Heute sind einige kleine Orte an der Gironde eingeplant. Schon auf der Fahrt zum ersten Ort machen wir warmes Wasser. Erfahrung macht klug! War allerdings nicht notwendig. In Port Maubert liegen einige Häuser an einem Kanal, mehr gibt es nicht. Oder doch? Ein bisschen Kunst steht im Gras und dabei fällt mir auf, dass ich gar nicht mehr wüsste, wie man mit Papier diese Boote falten kann. Ein Weg soll durch das Riedgras an die Gironde führen. Vielleicht mit Gummistiefeln, wir kehren nach 500 m um, da der Weg zu matschig wird. Gesehen haben wir nichts... Im nächsten Ort, Mortagne sur Gironde, sieht es optisch schon besser aus. Die Lage der genussmitteltechnischen Versorgungsstationen sieht aber eher düster aus, daher fahren wir weiter. In Talmont sur Gironde sind wir mal wieder in einem der 'schönsten Dörfer Frankreichs'. Das merkt man schon daran, dass es keinerlei Parkmöglichkeiten gibt, die man ohne Zücken der Kreditkarte anfahren kann. Ebbe in der Kasse können sie bei der Meng...

Time is on my side...

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Auch wenn die laute Schiffshupe der Fähre uns um 7:15 Uhr kurz 20 cm über die Matratze katapultiert, bleiben wir noch etwas liegen. Draußen ist es bewölkt, das erkennt man auch bei geschlossenen Jalousien mit einem halb geöffneten Auge. Statt weiter zu fahren, fallen uns heute einige ganz profane Dinge ein. Duschen z. B. Prima, wenn man dazu kein warmes Wasser hat. Dann muss halt die Diesel-Heizung ran. Kühlschrank abtauen muss nach knapp 4 Wochen auch sein. Habe ich in früheren Urlauben schon gepostet, diesmal also nicht. Beim Müll wegbringen fällt mir vor einer Weinhandlung der Weinlaster mit der Weisheit des Tages auf. Desweiteren ist Einkaufen angesagt, und zum Winzer von vorgestern wollen wir auch zurück, da der gekaufte Rose im Schlauch leider eine oxidative Note hat. Kaum ist der Wein problemlos umgetauscht, geht auch der schon lange angekündigte und mehrfach verschobene Regen los, und wir bleiben einfach wieder eine Nacht hier stehen.

Blaye, oder: Warmes Wasser machen wir später

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Die Nacht beim Winzer war wirklich sehr ruhig. Nach dem Frühstück gehen wir die am Vorabend geplante Strecke an. Wir zweigen nach Süden ab, da Blaye ganz nett sein soll. Außerdem liegt es direkt an der Gironde. Das ist zwar noch nicht der Atlantik, aber der größte Mündungstrichter Europas ist für uns schon mal eine ganze Menge Wasser. Danach soll es am Gironde-Ufer Richtung Atlantik gehen. Bei solchen Etappen heizen wir unser Warmwasser gerne auf den letzten 30 km mit der Motorwärme über den Wärmetauscher auf. Nach nur 28 km ist mit Blaye unser erster Stopp erreicht, und nach kurzem Suchen finden wir tatsächlich einen Stellplatz in allerbester Lage direkt an der Gironde. Ein Womo fährt gerade weg, und schwupps haben wir einen brauchbaren Platz mit Käfighaltungsfeeling. Aber uns ist klar, dass ein solcher Platz gerne besucht wird. Einsam gibt es woanders, und wir wollen ja auch nur Parken, um die Stadt zu besichtigen. Rein in den kleinen Ort und nur mit viel Selbstdisziplin nehmen wir n...

Saintes

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Die Nacht war gar nicht so ruhig wie gedacht. Wir sind ja mitten in einer Weingegend zur Lesezeit. Die letzte Lesemaschine fährt noch sehr spät vorbei, ok das war dann wohl die Spätlese. Aber um 6:00 Uhr schon wieder??? Wir halten die Richtung von gestern bei und fahren weiter Richtung Westen. Schließlich wollen wir ja irgendwann an den Atlantik. Nach nur 20 km halten wir in Saintes. Laut Wettervorhersage soll es ab dem Nachmittag intensiv regnen, daher wollen wir eigentlich dort auf den Campingplatz. Wäsche waschen wäre nach 3 Wochen schon angesagt. Es ist kurz nach 12:00 Uhr und wir ärgern uns ein wenig, dass wir mal wieder den Markt verpasst haben. Aber nach der Lesemachine für die Frühlese sind wir wohl noch ein wenig eingeschlafen. Genauso doof ist es, dass die Campingplatz-Rezeption von 12:00 bis 15:00 Uhr Mittag macht und man gar nicht auf den Platz kommt! Das Womo parken wir dann halt auf der Straße und laufen ins Städtchen. Am Rand der Altstadt heißt es dann wieder: Maske auf....

Diesen Namen kennt jeder...

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  Wahrscheinlich wissen nicht alle, das damit auch eine französische Kleinstadt benannt ist, aus der dieser bekannt gute Tropfen her kommt. Wir statten ihr einen Besuch ab und treffen gleich viele gute Bekannte. Auch der Ort selbst macht außer dem üblichen verschlafenen Eindruck in der Mittagszeit einen ganz guten Eindruck. Auch einzelne Geschäfte haben noch ihren gewissen Flair. Das Baguette dieser Bäckerei war übrigens nach 3 Stunden komplett vernascht. Leider waren wir für die anscheinend gut sortierte Markthalle wieder viel zu spät.  Am Nachmittag fahren wir nur kurz raus aus Cognac zu einer Destillerie direkt an der Charente. Das wird mal wieder ein verdammt teurer Stellplatz, denn von den ganzen Cognacs schmeckt uns der 20 Jahre alte X.O. am besten. Was solls, man lebt nur einmal, und trotz angesagtem Dauerregen lässt sich der heute ganztägig bewölkte Himmel noch einmal zu einem tollen Schauspiel hinreißen.  Später kommt noch einmal ein kleiner stacheliger Freund an...

34 C

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Kurz bevor das schon länger angekündigte Tief Wolken und Regen bringt, schaufelt es noch einmal die ganze Hitze Afrikas hierher. Die Luft ist wie ein Föhn, und am Nachmittag werden noch ein letztes Mal 34 C erreicht. Wir bleiben daher am Womo, planen die weitere Route und führen ein paar notwendige Reparaturen aus.

Voie Verte

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Unser Stellplatz ist nicht nur schön, er liegt auch nahe einer Voie Verte, also einer aufgelassenen Bahnstrecke, die nun als Rad-, Reit- oder Wanderweg verwendet werden kann. Also Räder raus und los. Bei Thiviers endet die Strecke, aber dann geht es noch steil rauf in den Ort. Da schalte ich bei 31 C doch gerne mal den Motor dazu. Im Ort ist nicht viel los, nicht einmal kaltes Wasser aus einem kleinen Laden bekommen wir. Mittagszeit! Unsere mitgenommen, lauwarmen 1,5 l sind schnell in den trockenen Kehlen verschwunden. Wir sind nun endgültig raus aus den letzten Ausläufern des Zentralmassives und die Orte sehen zunehmend 'südländischer' aus, obwohl wir nur nach Westen fahren.   Hier steht direkt neben der Kirche, mitten im Ort, ein kleines Schloss. Erzwungenermaßen ohne großen Schlosspark.   Zum Glück liegt der größte Teil des Radweges im Schatten. Irgendwie fehlt uns aber eine Einkehr, und der Durst wird immer größer. Nach 50 km kaufen wir im nahen Ort noch ein Baguet...

Fahrtag

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Auch wenn wir nach dem Tag am See auf dem großen Stellplatz von Treignac einen sehr schönen Platz bekommen hatten... ...entschließen wir uns, weiter zu fahren. Normalerweise nach... ...aber aufgrund der aktuellen Corona-Lage werden wir wohl in der nächsten Zeit keine Großstadt besYuchen. Schade, aber in 3 Wochen ist dies erst die 2. Einschränkung, und damit können wir leben. Fahrtag bedeutet, dass es zwar ein Ziel gibt, aber unterwegs nach Lust und Laune angehalten wird. Das erste Mal in Coussac-Bonneval. Mit großen Schildern wurde am Straßenrand auf das Schloss aufmerksam gemacht. Nicht dabei stand, dass es ab September bereits zeitweise komplett geschlossen ist. Also keinen besseren Blick als diesen. Eine Drohne wäre jetzt nicht schlecht. Im Ort selbst konnte der Zahn der Zeit teilweise ungestört seine Arbeit verrichten.   In Saint-Yrieix-la-Perche sieht es schon renovierter aus, allerdings kann man daher den tollen Uhrturm nur hinter einem Baugerüst erahnen. De...