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Der Brot-Weg

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Ich suche schon fast verzweifelt in meinen Apps nach Wanderungen rund um Soajo. Selbst GPSies bietet hier nichts Vernünftiges an, dabei bieten die wahrscheinlich sogar Rundwanderungen am Nordpol an. Die neue Outdooraktive-App, dessen Konzept mir persönlich gar nicht gefällt, bietet hier aber einzelne Wanderungen vom Rother-Verlag an. Natürlich nur gegen Cash. Da wir vor der Reise entschieden haben, nicht noch 5 Rother-Wanderführer aus unserem Urlaubseinzugsgebiet zu kaufen, probieren wir einfach mal den Tour-Einzelkauf aus. "Brotweg von Soajo" heißt unsere neueste Errungenschaft. Klingt komisch, aber für die gespendeten 99 Cent bekommen wir die Erklärung für den Namen. Es geht bei der Wanderung viel an Levadas entlang, diese bewässern die Felder, und die geben das Getreide für das Brot. Eigentlich logisch, oder? Der Weg ist wirklich schön, und da es ja ordentlich geregnet hat, fließt das Wasser nicht nur in den Levadas. Die Landschaft ist urig, aber alles ist kul...

Soajo

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...ist ein kleiner Ort am Rande des Nationalparks. Daher mit nicht allzu viel Schweiß auf der Stirn des Fahrers zu erreichen. Ich habe nichts gegen schmale Straßen, jedenfalls solange mir keiner entgegen kommt. Bekannt ist der Ort für die vielen alten Getreidespeicher, die Espigueiros, die hier überall noch herum stehen. Wenn mehrere zusammen stehen, sieht es schon fast aus, wie auf einem Friedhof. Im Ort laufen sehr viele wilde Katzen und Hunde herum, aber das kennen wir schon aus anderen ländlichen Orten. Eher selten waren bisher... Aber wir sind ja in einem Nationalpark...

Quo vadis?

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Nachdem wir in Porto ungefähr einen Millimeter Schuhsohle gelassen haben, brechen wir wieder auf. Normalerweise wäre nun Braga und Bom Jesus angesagt. Also wieder Stadt besichtigen, Kirchen besichtigen, auf Parkplätzen übernachten. Irgendwie sind wir zur Zeit allerdings in der Sättigungsphase der optischen Aufnahmefähigkeit für Städte und Kirchen, und der Parkplatz in Porto war auch alles andere als idyllisch. Und die ganze letzte Woche war laut. Erst natürlich vom Atlantik, dann menschgemachte Stadtgeräuschkulisse. Wir planen mal wieder um und wollen nun dorthin, wo Ruhe und Einsamkeit vorherrschen. Die Entscheidung fällt nicht ganz leicht, schließlich trifft es aber den einzigen Nationalpark Portugals, dem Parque Nacional da Peneda-Geres. Knapp außerhalb des Parkes finden wir das, wonach wir gesucht haben. Der Picknickplatz liegt mitten im Nirgendwo und scheint auch nicht sehr oft besucht zu sein. Genau das Richtige, um zu Entspannen. Für den nächsten Tag ist a...

Hägi ante Porto

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Auf der Fahrt nach Norden, Richtung Porto, merken wir, dass wir den südlichsten Punkt unserer Reise verlassen haben. Streng genommen sind wir somit nun auf der Rückfahrt! Diese Denkweise blitzt manchmal bei uns immer noch auf, auch wenn wir schon seit Jahren "Der Weg ist das Ziel!" leben. Und "Weg" haben wir  noch genügend vor uns, sind es doch alleine knapp 1700 km Luftlinie bis zu unserem zweiten "Zuhause". Stellplätze in Portugals zweitgrößter Stadt sind Mangelware, da gibt es noch Einiges zu verbessern. Der Eine im Südosten, an einem Park, ist voll, aber die freundliche Dame am Empfang drückt uns gleich einen Zettel mit der Adresse eines Campingplatzes am Meer in die Hand. Netter Service, aber da kommen wir gerade her! Der Zweite liegt im Nordosten auf einem Park and Ride Parkplatz einer Metrostation und wird mit Autos geteilt. Am frühen Nachmittag sind wohl schon einige Autos weg, und wir bekommen zum Glück einen brauchbaren Platz vor den Toren ...

Cortegaca

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...ist auch Anfang Juni noch ein kleiner, verschlafener Ort. Nur am Wochenende ist auch jetzt schon etwas los, und man kann erahnen, was hier zur Ferienzeit abgeht. Aber wie überall auf der Welt staut es sich nur am Anfang des Strandes. Nach 10 Minuten hat man seine Ruhe. Einige Unerschrockene wagen sich auch schon ins Wasser, Weicheier wie ich nur bis knapp unter die Knie. Gegen Abend endet der Spuk genauso schnell, wie er angefangen hat.  Zum Sonnenuntergang hat man den Strand dann fast wieder für sich alleine. Hier in der Gegend soll es aber selbst im Sommer tagsüber Küstennebel geben. Das haben wir nach den sonnigen Tagen gar nicht glauben wollen, bis...

Plan C

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Wenn schon, denn schon! Für den Fall, dass meine Gasverbrauchsberechnung nicht ganz fehlerfrei ist, habe ich meinen Benzinkocher mitgenommen. Diesen wollte ich unbedingt vor 20 Jahren bei unserem USA-Aufenthalt kaufen. Wurde leider nie verwendet, da kurz darauf das Womo in unser Leben trat. Jetzt will ich aber erst recht Gas sparen, und hole das Ding aus seiner Verpackung. Im Gegensatz zum Faltgrill, muss ich die Anleitung gleich 2 Mal lesen. Aus der Benzinflasche ist in den letzten 20 Jahren etwa die Hälfte verdunstet. Ich hoffe, der Rest brennt noch.  😆 Ja, er brennt noch. Und wie! Nach dem dargestellten Vorheizen, wird im Brenner das Benzin nämlich vergast, und damit hört sich das Ding an wie ein kleiner Raketenmotor. Nach einigen Litern Kaffee- und Teewasser bemerke ich leider eine undichte Stelle. Zum Glück kaufe ich zu solchen Geräten auch gleich das Reperaturset dazu. Man weiß ja nie... Die Fehlerursache könnte laut Beschreibung eine Dichtung sein, die Ersa...

Plan B

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Wir sind also auf einem Campingplatz in Cortegaca und können das tun, was man auf einem Strandparkplatz tunlichst vermeiden sollte. Ausuferndes Campingverhalten zum Beispiel. Dazu gehört auch Grillen. Nach nur 5,5 Wochen haben wir heute die erste richtig gute Gelegenheit, zu Grillen. Vorher war es zu kalt oder zu windig, oder wir hatten Mittags schon gegessen. Wir haben nicht mehr viel Gas, es sollte aber bis zur Rückreise reichen. Haben wir aber nicht irgendwo unseren alten Faltgrill im Womo, der uns schon 1998 in Botswana gute Dienste geleistet hat? Brigitte weiß sofort, wo er sich seit Jahren versteckt. Heute wird somit Gas gespart und Feststoffe verbrannt. Und dieser Plan B funktioniert prima! Zum Glück kommen die Raubtiere erst, nachdem wir fertig sind...

Nix wie weg!

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Barcelos 11:30 Uhr. Windstill, wolkenlos. 33 Grad. Jetzt ist es wirklich nicht mehr auszuhalten. Wir versuchen uns daran zu erinnern, wie wir in Burgos gefrorenen haben, aber es wirkt nicht. Die Besichtigung von Braga wird daher einstimmig verschoben. Aber wohin jetzt? Meer, Gebirge oder irgendwo unter eine Wasseroberfläche. Das Meer ist nur wenige Kilometer entfernt, daher werden die anderen Möglichkeiten erst gar nicht diskutiert. Die Frage, wohin am Meer, dann allerdings schon. Wir nähern uns Porto, und es ist Wochenende. Unsere Erfahrungen werden von Stellplatzkommentaren bestätigt. Es sind keine schönen, ruhigen Plätze am Strand rund um Porto vorhanden. Südlich von Porto fällt mir ein Campingplatz zwischen 2 Stellplätzen auf. Er liegt direkt am Strand, was hier eher selten ist und wird als Dauercamp-Eldorado mit Vintage-Charme beschrieben. Eine Beschreibung, die das Wort "abgefrackt" vermeiden will. Der Weg dorthin ist Dank Navi wieder aufregend, es geht du...