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Jechtingen

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...kennt keiner, aber wir. Wie schon beschrieben, stehen wir auf einem schönen Platz auf einer Wiese. Früher haben wir natürlich an einem Stellplatz uns für ein Wochenende die 2 schönsten Touren rausgesucht, da wir ja nicht mehr Zeit hatten. Heute stehen wir hier, und schauen nach eigentlich "unattraktiveren" Touren, da wir die Highlights schon kennen. So suchen wir uns für heute eine eher unscheinbare Wanderung heraus. Wir merken aber, dass sich das Wesen einer Tour auch wesentlich im Kopf abspielt. Es geht erst über Felder zu einer ehemaligen Burg, dann am Rhein entlang und schließlich in ein Nachbardorf, wo wir draußen in der Sonne einen schönen Platz finden. Das ist alles einfach nur klasse, auch wenn die Tour eigentlich niemanden von den Sitzen reißt. Der Genuss liegt aber einfach in der Tatsache,  dass heute Donnerstag ist, es für Ende Februar viel zu warm ist, und wir keine Eile haben. Außerdem probieren wir hier einheimischen Wein, und kaufen uns dan...

Breisach

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Heute ist erst einmal Ver- und Entsorgung angesagt. Gehört halt dazu. Ich habe immerhin eine Station gefunden, die auch im Winter Frischwasser anbietet. Das ist und bleibt leider das größte Problem für das fahrende Volk. Wieder autark für die nächsten Tage fahren wir nach Breisach. Der Ort scheint durch die Lage und die Kirche auf dem Felsen recht interessant zu sein. Trotzdem brechen wir den historischen Stadtrundgang recht schnell ab, da es zu oft heißt: Hier stand..., hier war...  Es ist allerdings nichts mehr davon übrig. Aber mit einem Spaziergang auf dem Rheindamm und einem Eis in der Sonne wird die Sache wieder richtig rund. Am Nachmittag wird es so richtig warm und wir entschließen uns, dies auszunutzen. Wir kaufen noch schnell etwas ein und fahren ein paar Kilometer weiter nach Jechtingen auf einen großen Wiesenparkplaz. Diesen Platz kennen wir schon einige Jahre und hoffen jedes Mal, dass beim nächsten Mal kein Verbotsschild angebracht wurde. Wurde auch d...

Hochzeitstag

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Heute, am 26., ist unser Hochzeitstag. Vor 26 Jahren hat es uns in die Sektgläser geschneit. Das kann heute nicht passieren. Klimawandel? Ich denke, wahrscheinlich schon. Der Sekt schmeckt trotzdem, und die Sonne scheint. Es ist am Morgen aber noch zu kalt zum Radeln. Wir werden somit wieder Wandern. Eine Quältour soll es heute nicht werden, daher suchen wir uns einen langen Spaziergang aus. Zuerst geht es nach Staufen. Der Ort ist absolut akurat restauriert, er erinnert mich ein wenig an eine große Puppenstube. Es hätte mich nicht gewundert, wenn sie am Ortseingang Eintritt verlangt hätten. Aber egal, ansehnlich ist der Ort trotzdem, und in der Käsestube würde ich sofort anheuern, so tolle Auswahl hat der Laden. Die Natur erwacht jetzt in großen Schritten, Schmetterlinge fliegen herum und konzentrieren sich auf die Blumenläden, da es sonst noch wenig andere Blüten gibt. Danach geht es auf und ab durch die Weinberge des Markgräfler Landes. An einer Trockensteinmau...

Abschied

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Heute gehen wir es nach der (Tor)Tour von gestern recht gemütlich an.  Nach dem morgendlichen Angrinsen (welcher Wochentag ist heute?) und gemütlichem Frühstück, fahren wir ein kurzes Stück nach Bernau. Dort habe ich eine kleine Talwanderung in einer der Tourenapps auf dem Smartie entdeckt.  Wir parken auf einem der letzten freien Plätze des offiziellen Stellplatzes. Nicht, dass hier so viele Wohnmobile stehen, nein, der Platz ist mit PKWs vollgestellt, da ein Skilift in der Nähe ist. Aber Autos haben in Deutschland ja bekanntermaßen Narrenfreiheit... So wandern wir gemütlich mit Pausen ein paar Stunden durch die tolle Landschaft und genießen ein letztes Mal den Schnee. Während des Laufens haben wir nämlich beschlossen, die letzten 3 vorhergesagten Sonnentage "im Warmen" zu verbringen. Nach der Wanderung verabschieden wir uns vom Schnee und vom Winter und fahren Richtung Markgräfler Land. Am Belchen ist alles noch weiß, aber kaum fahre...

Die richtige Ausrüstung ist alles!

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Wir sind im Winter im Schwarzwald und es liegt noch richtig dick Schnee. Heute wollen wir auf das Herzogenhorn. 700 m Höhenunterschied durch den Schnee. Wir haben Grödeln, Schneeschuhe und sogar Steigeiesen. Aber alles zu Hause im Keller!!! Irgendwie hatte ich in Erinnerung, dass es nur auf Wirtschaftswegen nach oben ging. So kann einem die Erinnerung nach 16 Jahren einen Streich spielen. Im Tal war noch alles easy. Die steilsten Abschnitte waren dann allerdings recht vereist und gar nicht mehr easy. Anschließend sackte man in der Sonne manchmal bis fast zu den Knien ein. Und dies wechselte sich nun alle paar Minuten ab. Aber die Aussicht entschädigte alles! Gegenüber dem Feldberg, der nur wenige Kilometer entfernt ist, bleibt es am Herzogenhorn auch an einem sonnigen Sonntag recht ruhig, da hier jeder mit eigener Muskelkraft hinauf muss. Mehr als 270 Grad ist der Berg auch dominant, d.h. man kann fast überall bis insTal und bis zu den Alpen schauen. Zusammengefass...

Es geht wieder los...

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Wird aber auch Zeit! Über 5 Wochen nicht unterwegs. Es gab aber auch zu Hause genug zu tun, und viel hatte ja auch mit dem Womo zu tun. Das zu Jahresbeginn gebunkerte trübe Wasser hat nicht nur mehrmals den Hauptfilter verstopft, sondern auch den ganzen Tank verschlammt. Jetzt mussten wir notgedrungen nach über 16 Jahren den Tank reinigen. Um es kurz zu machen: Das ist eine sch... Arbeit und an die mittlere Kammer (im Tank sind 2 Schwallbleche montiert) kamen wir erst gar nicht ran. Aber 2/3 des Tankes sind wieder sauber, das ist doch schon was. Unsere nur etwas über 1 Jahr alte Bordbatterien sind auch im Eimer, fachmännisch heißt das, sie sind teilsulfatiert. Das ergaben einige Messreihen, die ich mit Unterstützung des Händlers durchgeführt habe. Sein Credo ist, dass die Batterien eine Zeit lang entladen rumgestanden haben. Ich weiß allerdings, dass es nicht so war. Aussage gegen Aussage, dies war somit ein teurer Spaß... Unser Batterieladegerät hat dann auch nicht mehr...

Zusammenfassung

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Wir sind dem Winter zwar fast 3 Wochen entflohen, von einem Überwintern kann aber noch nicht gesprochen werden. Uns kam es bei dem anhaltenden blauen Himmel eher oft so vor, als ob wir einen kalten Sommerurlaub machten. Landschaftlich jedenfalls, denn einiges ist doch ganz anders als in der Saison: Wenn der Mistral bläst, und das tut er oft und das ganze Jahr über, dann wird die gefühlte Temperatur im Winter schnell so, dass man gar nicht aufs Fahrrad will und auch das Wandern nicht sooo viel Spaß macht. Wir geben aber auch gerne zu, dass wir die dicken Winterjacken zu Hause gelassen haben. Die Wettervorhersage hat ja mit Temperaturen von um die 15 C gelockt, die wir dann doch nur ein paar mal knapp erreichten. Es kann auch in Meeresnähe recht kalt werden. Nächte unter -3 C hatten wir viele. Die Versorgung mit Wasser ist schwierig. Auf Stellplätzen ist alles abgedreht und die Campingplätze sind zu 99 % geschlossen. Unsere "Notwasserung" am Urlaubsanfang hat uns nun e...

Szenenwechsel

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Normalerweise führt die aktuell gewählte Rückfahrstrecke über den höchsten Teil des Juras. Ein Blick auf einige Webcams dort zeigt aber, dass dies keine gute Idee ist. Wie in den gesamten nördlichen Alpen ist dort alles stark verschneit, und rutschen will ich nur mit dem Schlitten, und der ist nicht mit an Bord! Wir nehmen daher einen kleinen Umweg in Kauf und fahren weiter westlich über die Hochebenen des Jura, und siehe da, es erwartet uns eine schöne Winterlandschaft und halbwegs trockene Straßen. Wir nehmen uns die Zeit und wandern ein wenig durch den Schnee. Klasse! Zum Abschluss des Urlaubes finden wir doch tatsächlich ein gutes Restaurant, welches offen ist!!! Und sie haben sogar eine unserer Jura-Leibspeisen: Friture de Carpe!  Der Gastraum ist stilvoll, der Kamin lodert, die Bedienungen sind aufmerksam und nett, wir zählen 18 Gäste und das Essen und der Wein sind köstlich! Also eigentlich etwas ganz normales in Frankreich. Schade, dass wir so etwas nur 3 Mal fi...

Das war's wohl

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Am nächsten Morgen wird noch einmal Ver- und Entsorgt. Auch dies ist im Sommer viel einfacher, aber im Herbst wird ja ALLES dicht gemacht. Aber das kennen wir ja inzwischen... Der Blick auf die Wetterkarte orakelt uns das Ende des "Endless" blauen Himmels. Irgendwie finden wir heute auch keinen Plan B, manchmal ist das halt so. Wir beschließen daher, so langsam die Rückreise anzutreten. Mit dem Womo ist dies immer ein Teil der Reise und noch nicht das Ende. Durch Sisteron sind wir schon einige Male durchgefahren, heute wollen wir die Stadt besichtigen. Einen Parkplatz am Fluss bekommen wir schnell, dann geht es nur noch bergauf. In der Altstadt ist gelinde gesagt nichts los, dann halt rauf zur Zitadelle. Ok, die macht erst im März wieder auf. Da kann einer sagen was er will, auch eine interessante Architektur und eine schöne Lage ist per se nicht immer gleich umwerfend und wird erst durch ein wenig Leben drum herum so richtig interessant. Danach verschlechtert sich das We...

Castellane

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Castellane liegt ganz in der Nähe von Annot, hat einen sehr großen Stellplatz (d.h. der Ort muss etwas zu bieten haben), das wollen wir uns dann auch anschauen. Auf dem Weg dorthin machen wir an einem Stausee Pause. Ganz tolle Gegend, aber dort wo wir sind gibt es leider keine Radwege (das wäre uns jetzt sowieso zu kalt) und keine "normalen" Wanderwege. Aber eine Runde "Fernsehen" ist auch ok. Der wirklich große Stellplatz von Castellane ist vollkommen leer, wir haben die Auswahl. Der Rest ist schnell erzählt. Von den 18 Restaurants sind 3 offen, eine Creperie, ein Italiener und ein Franzose. Zu diesem gehen wir am Abend und bleiben auch die einzigsten Gäste. Das Essen war qualitativ gut, aber eher einfach und überhaupt nicht raffiniert. Das sind wir in dieser Preisklasse anders gewöhnt! Optisch liegt der Ort schon fotogen, zum Glück können sie das außerhalb der Saison nicht ändern...

Kalt erwischt

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In Annot sind auf dem Stellplatz 2 andere Womos. Wir stellen uns möglichst weit weg, unsere Diesel-Heizung faucht ja wie eine kleine Flugzeugturbine, und das wollen wir keinem außer uns selbst zumuten. In der Nacht springt die Heizung plötzlich von selbst an. Das macht sie sonst nicht, da es dann nur 9 C im Womo sind. Kein Wunder, dass vorher schon die Ohren nach einem Platz unter der Decke gebettelt haben. -9,5 C zeigt der Außenthermometer am nächsten Morgen! Und die Heizung läuft und läuft und läuft... Unser Nachbar in einem alten, schlecht isoliertem Womo macht morgens seinen alten Dieselmotor an, damit dann wohl irgendwann etwas Wärme produziert wird. Vorher zeigt der Motor aber, was ganz ohne Software möglich ist. Und da brauche ich schon eine Ausnahmebescheinigung für Stuttgart... Annot selbst ist ein ganz uriges Bergdorf. Kaum aufgehübscht, nur teilweise renoviert, daher eher authentisch als so richtig was für d...