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Der Berg ruft

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Die Nacht war ruhig, draußen sind es keine 10° C. Wir probieren unsere neue Heizung aus, und wie beim Probelauf macht sie irgendwie ganz komische Geräusche. Langsamer Aufheizen tut sie auch, aber irgendwann wird es warm. Ich suche für heute eine Wanderung raus, kurz vor Mittag scheint die Temperatur ok zu sein, es geht los. Wie in den Bergen üblich, geht es zuerst nur bergauf.  Es wird schnell wärmer, wir schwitzen ordentlich beim Aufstieg. Der Schatten wird immer weniger, jetzt ist es heiß. Zu einer angenehmen Zeit für eine Pause kommt eine Hütte in Sicht, aber auch die hat Sommerpause. Dann gibt es halt Wasser im Baumschatten, der erste Liter ist schnell weg. Oberhalb der Baumgrenze wird es wirklich anstrengend. Vor 20 Jahren ging das alles noch leichter. Ohne Lifte wäre die Landschaft zwar schöner, aber die Stützen werfen wenigstens Schatten. Die letzten Höhenmeter sind elendig. Ich schiebe es, wie beim Kilimandscharo, auf Sauerstoffmangel, aber die Uhr sagt, wie immer, 96 % Sau...

Jetzt reicht es, wir machen die Super-Sauze

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Am Morgen ist es  komplett bewölkt. Das ändert sich auch bis zum Mittag nicht. Jetzt haben wir wirklich die Geduld verloren. Es ist ja nicht richtig schlecht hier, aber wenn seit Donnerstag nur 100 km entfernt uns der Sonnenschein lockt, werden wir irgendwann schwach.  Stadtbesichtigung in der Ebene fällt also aus, wir fahren ins Gebirge.   Schnell sind alle Wolken verschwunden, und wir schrauben uns langsam die Alpen rauf. In der Nähe des Colle della Maddelea wird es auf rund 2000 m flacher, und dort liegt auch ein kleiner See. Auf der Passhöhe machen natürlich alle Pause, so auch wir. Es ist Sonntag, und wie in Berceto, sind jede Menge Motorradfahrer unterwegs. Die Radfahrer haben aber als einzige hier schon was geleistet, minimal 1000 hm haben die schon in den Beinen. Noch ein Blick zurück nach Italien... ...denn ab jetzt sind wir in Frankreich! Das war genauso wenig geplant wie die Flucht vom Gardasee, das Aussitzen im Apennin, der Rückzug ins Piemont und jetzt n...

Noch ein Tag in New Holland

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Unser Campingplatz hat zwar einen italienischen Namen, aber ich nenne ihn nur "New Holland" Es gibt nur 2 Fahrzeuge, die kein gelbes Nummernschid haben. Und seit gestern ist er fast voll. Wir frühstücken draußen und überlegen, wie es weitergeht.  Wir könnten eine größere Wanderung machen, haben aber nicht so richtig Lust dazu. Es ist auch wieder schön draußen sitzen zu "dürfen". Und die Planerei kostet auch Zeit. Ab Mittwoch kommt wieder schlechteres Wetter, was dann? Und was bis dahin? Letztendlich wollen wir morgen bei vorhergesagtem gutem Wetter in ein nahes, ansehnliches Städtchen fahren. Danach sehen wir weiter.  Gegen Mittag laufen wir in das nahe Restaurant von gestern und möchten einen Tisch für Abends reservieren. Die Idee hatten wohl schon andere, selbst auf der nicht so richtig gemütlichen Terrasse ist kein Platz mehr zu bekommen. Wir laufen zurück, schnappen uns die Fahrräder und kaufen aus Frust etwas zum Grillen ein.  Das schmeckt auch dann prima, auch...

Ab nach Cuneo

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Die Nacht ist sehr ruhig, und draußen sind es am Morgen nur 11° C. Da wir einen schattigen Platz haben, frühstücken wir drinnen, dort scheint nämlich die Sonne durch die Fenster schon rein. So richtig überzeugt uns das Wetter erst einmal nicht, die Wolken hängen uns noch zu tief. Irgendwann hole ich aber doch die Räder raus, und halbwegs warm eingepackt, geht es gegen Mittag los. Die Abfahrt nach dem ersten, kleinen Pass ist am Anfang kühl, aber mit jedem Meter in die Ebene wird es deutlich wärmer und sonniger.  Die Alpen sind zum Greifen nahe. Jacke und Unterhemd wandern in den Rucksack. Nach einer kurzen Pause in einem kleinen Ort, radeln wir abseits von Straßen durch einen Naturpark an einem Bach Richtung Cuneo. Das Wetter ist inzwischen sommerlich. Die Altstadt liegt auf einem Hügel und hat die Hauptachse als lange Fußgängerzone. Prächtige Fassaden empfangen uns. Wir fahren ganz langsam an den Häusern vorbei, überall stehen Erklärungstafeln, welcher Palazzo gerade zu sehen ist....

Peveragno

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Die Nacht ist zum Glück ruhig, der angesagte heftige Regen blieb einfach aus. Wir frühstücken drinnen und fahren bald weiter. Wir sind dann kurz vor 12 Uhr dort, wo wir schon gestern sein wollten.  Das Wetter in Peveragno ist prima, wir machen eine Wanderung. Zuerst durch den Ort, der optisch schön ist...  ... aber er wirkt ein wenig wie nach einer Neutronenbombe. Ein Cafe/Bar hat wenigstens noch geöffnet, und wir kehren ein. Die Weine sind sehr gut, und mit den Beigaben stimmt auch der Preis. Sonst ist nicht viel los im Ort, aber eine Trattoria bietet hausgemachtes Eis an, das Bällchen für 1 €. Leeeecker! Danach geht erst die eigentliche Wanderung los, die uns recht unspektäkulär in die ersten Hügel der hier beginnenden Alpen führt. Kein Mensch ist hier zu Fuß unterwegs, außer ein paar Autos bewegt sich hier nichts. Über den Bergen will es immer nur kurzfristig gut werden. Oder auch nicht, denn plötzlich wird der Himmel sehr dunkel.  Die Kastanienbäume sind schon voll be...