Jetzt reicht es, wir machen die Sauze
Am Morgen ist es komplett bewölkt. Das ändert sich auch bis zum Mittag nicht. Jetzt haben wir wirklich die Geduld verloren. Es ist ja nicht richtig schlecht hier, aber wenn seit Donnerstag nur 100 km entfernt uns der Sonnenschein lockt, werden wir irgendwann schwach.
Stadtbesichtigung in der Ebene fällt also aus, wir fahren ins Gebirge.
Schnell sind alle Wolken verschwunden, und wir schrauben uns langsam die Alpen rauf.
In der Nähe des Colle della Maddelea wird es auf rund 2000 m flacher, und dort liegt auch ein kleiner See.
Auf der Passhöhe machen natürlich alle Pause, so auch wir.
Es ist Sonntag, und wie in Berceto, sind jede Menge Motorradfahrer unterwegs.
Die Radfahrer haben aber als einzige hier schon was geleistet, minimal 1000 hm haben die schon in den Beinen.
Noch ein Blick zurück nach Italien...
...denn ab jetzt sind wir in Frankreich!
Das war genauso wenig geplant wie die Flucht vom Gardasee, das Aussitzen im Apennin, der Rückzug ins Piemont und jetzt nach Frankreich. Wir haben noch nicht einmal unseren Frankreich-Straßenatlas dabei!
Bei den ersten Häusern ist gleich eine Bäckerei, und ich kaufe gleich ein Baguette. Willkommen zu Hause... 😎
Danach geht es langsam auf 1150 m runter...
...um sich dann wieder auf 1700 m hochzuquälen. Das meint bestimmt unser Motor, der immer wieder dicke, schwarze Rußwolken auf dem Auspuff lässt.
Der Talort hier heißt Sauze, und wie in Frankreich üblich heißt dann die Ansammlung von Hotels an den Skiliften am Ende der Straße Super-Sauze.
Jetzt im Sommer ist hier alles verammelt und ausgestorben.
Und die Aussicht ist gigantisch!
Es sind genau 2 Wohnmobile auf dem offiziellen Stellplatz, wir hätten uns auch auf jeden anderen Parkplatz stellen können, hier gibt es keinen, den dies stören könnte.
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