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Kein ruhiger Sonntag

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Nachts kühlt es inzwischen gar nicht mehr so ab. Wir nutzen die milde Temperatur nach Sonnenaufgang, schnappen uns unsere Walking-Stöcke und gehen die 6 km um den See herum. Damit outen wir uns natürlich sofort als Touristen, Nordic Walking macht hier keiner. Zum Frühstück ist es noch ruhig, aber wir wissen, was kommt. Gestern, und sicher auch heute, wird dieses Ausflugsziel von den hiesigen Bewohnern gerne besucht. Zu recht, wir sind ja auch hier, weil es uns gefällt! Ich kann gar nicht glauben, wieviel Personen, Tische, Stühle, Proviant, Kinderspielzeugs und was weiß ich noch, aus so manchem PKW ausgepackt werden. Auch werde ich nie verstehen, was man 12 Stunden hintereinander mehr oder weniger ununterbrochen, alles lautstark erzählen kann. Aber wir sind mittendrin, und das ist prima! Wir genießen den Tag und wandern mit unserem Tisch und Stühlen von Schatten zu Schatten, da die 30 C inzwischen überschritten werden. Kurz vor Sonnenuntergang kommt dann bei uns Bewegung ins Spiel. Gest...

Mérida

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Heute geht es wie geplant nach Mérida. Allerdings ungeplant mit dem Fahrrad, da wir beschlossen haben, noch eine Weile an dem See zu bleiben. Im Gegensatz zu allen anderen Stauseen, die wir bisher gesehen haben, ist dieser hier im Spätsommer nicht nur noch halb voll, sondern eher überfüllt. Die Sonnenschirme am kleinen Strand spenden jetzt nur noch den Wasservögeln Schatten. Übrigens haben schon die Römer vor 2000 Jahren diesen Stausee angelegt, um Merida mit Wasser zu versorgen. Entsprechend alt sind Teile der Staumauer. Der Weg in den Ort ist nicht schwer zu finden, einfach der Wasserleitung folgen. Merida bietet einige römische Sehenswürdigkeiten.  Wir schauen uns nur das an, was auf dem Weg liegt und ohne Eintritt sichtbar ist. Es gibt alte Brücken... ...aber auch moderne. In den Gallerien der Stierkampfarena soll es viele Tapas-Bars geben. Leider hat nur noch eine  Bar geöffnet, da fehlt uns die Auswahl. Also ab in die Innenstadt. Wir kaufen erst einmal 1,5 l kaltes Wasse...

Cáceres

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Heute geht es nach Cáceres. Es ist sonnig, aber im Schatten noch etwas kühl. Herrlich! Die von einer Mauer umgebene Altstadt ist wirklich sehenswert. Man kommt sich vor wie im Mittelalter. Wir sind noch früh und können entspannt durch die Gassen schlendern. Das einzige, was fehlt, ist mein Weitwinkelobjektiv, welches dummerweise noch im Womo ist. Das wäre in der engen Altstadt prima. Wahrscheinlich amüsieren sich die wenigen Touristen über den Typen, der sich auf jedem kleinen Platz in die letzte Ecke quetscht. Etwas später fangen wir an, die Fressgassen abzuscannen. Die Hälfte der Restaurants ist zwar noch geschlossen, aber in einer Tapas-Bar mit für uns ansprechenden Speisekarte, gibt es nur noch wenige freie Tische. Kurz darauf gibt es noch einen weniger. Was so an uns vorbeigetragen wird, sieht gut aus, hier bleiben wir. Theoretisch könnte man so weitermachen, bis man satt ist, ich möchte aber wieder etwas Neues ausprobieren. Gestern haben wir nämlich spontan eine lokale Spezi...

Plasencia

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In der Nacht und am Morgen fegt noch einmal heftiger Wind und Regen über uns hinweg. Laut Vorhersage, dass letzte Mal für die nächsten 2 Wochen, ein mächtiges Hoch macht sich über Spanien breit. Wir nehmen Plasencia als heutiges Ziel, denn noch sind die Wolken nicht ganz weggezogen. Unsere vielen Fliegenrückstände auf der Frontscheibe werden dummerweise nicht vom Regen und vom Scheibenwischer entfernt, sondern nur verteilt. Klebriger wasserunlöslicher Insektenschmodder, heftiger Regen und Wind lassen kaum 70 km/h auf der Autobahn zu. Der Ort empfängt uns eher grau in grau, der letzte Regen trocknet gerade ab. Die Sonne im Glas lässt auch die Richtige wieder zum Vorschein kommen. Das Wetter macht sich, schon sieht es schöner aus. Auch auf dem vorhin noch grauen Plaza Mayor wird es farbiger. Vor der Weiterfahrt ist allerdings heftiges Schrubben angesagt.  Ich kann mich nicht mehr daran erinnern, wann ich, und nicht der Scheibenwischer, das letzte Mal eine Scheibe von Insekten befreit...