Plasencia
In der Nacht und am Morgen fegt noch einmal heftiger Wind und Regen über uns hinweg. Laut Vorhersage, dass letzte Mal für die nächsten 2 Wochen, ein mächtiges Hoch macht sich über Spanien breit.
Wir nehmen Plasencia als heutiges Ziel, denn noch sind die Wolken nicht ganz weggezogen. Unsere vielen Fliegenrückstände auf der Frontscheibe werden dummerweise nicht vom Regen und vom Scheibenwischer entfernt, sondern nur verteilt. Klebriger wasserunlöslicher Insektenschmodder, heftiger Regen und Wind lassen kaum 70 km/h auf der Autobahn zu.
Der Ort empfängt uns eher grau in grau, der letzte Regen trocknet gerade ab.
Die Sonne im Glas lässt auch die Richtige wieder zum Vorschein kommen.
Das Wetter macht sich, schon sieht es schöner aus.
Auch auf dem vorhin noch grauen Plaza Mayor wird es farbiger.
Vor der Weiterfahrt ist allerdings heftiges Schrubben angesagt.
Ich kann mich nicht mehr daran erinnern, wann ich, und nicht der Scheibenwischer, das letzte Mal eine Scheibe von Insekten befreit habe. Muss wohl in den 80ern gewesen sein...
Nach all den vielen, mehr oder weniger, belebten Übernachtungsplätzen, ist mir heute nach etwas Einsamen. An der Nordküste ist das eher selten möglich, hier hoffentlich schon eher.
Nach einigen Kilometern auf einer schlechten, alten Straße, die in einem Stausee verschwindet, sind wir auf dem bisher einsamsten Platz.
Nicht einmal entferntes Hundegebell ist zu hören. Mitten im Abendessen wird es unvermittelt farbig, und einer der schönsten Sonnenuntergänge bricht aus.
Anders kann ich es nicht nennen...
Die Dynamik ist umwerfend, aber für Zeitrafferaufnahmen ist es leider zu spät. 😭












Kommentare
Kommentar veröffentlichen