Cáceres
Heute geht es nach Cáceres.
Es ist sonnig, aber im Schatten noch etwas kühl. Herrlich!
Die von einer Mauer umgebene Altstadt ist wirklich sehenswert.
Man kommt sich vor wie im Mittelalter.
Wir sind noch früh und können entspannt durch die Gassen schlendern.
Das einzige, was fehlt, ist mein Weitwinkelobjektiv, welches dummerweise noch im Womo ist. Das wäre in der engen Altstadt prima. Wahrscheinlich amüsieren sich die wenigen Touristen über den Typen, der sich auf jedem kleinen Platz in die letzte Ecke quetscht.
Etwas später fangen wir an, die Fressgassen abzuscannen.
Die Hälfte der Restaurants ist zwar noch geschlossen, aber in einer Tapas-Bar mit für uns ansprechenden Speisekarte, gibt es nur noch wenige freie Tische.
Kurz darauf gibt es noch einen weniger.
Was so an uns vorbeigetragen wird, sieht gut aus, hier bleiben wir.
Theoretisch könnte man so weitermachen, bis man satt ist, ich möchte aber wieder etwas Neues ausprobieren. Gestern haben wir nämlich spontan eine lokale Spezialität gekauft.
"Torta del Casar"
Mal wieder, bevor wir folgende Beschreibung in Wikipedia lasen:
"Der Käse wird ausschließlich aus Rohmilch von Merino- und Entrefino-Schafen hergestellt, die nicht mit Lab, sondern mit einem Aufguss von Blütenteilen der Wildform der Gemüseartischocke (Cynara cardunculus) zur Gerinnung gebracht wird. Im Inneren ist der Käse weich bis flüssig und von sehr intensivem Geschmack. In eine Torta del Casar schneidet man zum Verzehr eine Öffnung in die sehr harte Schale und schöpft den Inhalt mit einem Löffel aus."
Ich bestelle mir daher eine kleine Portion Secreto Iberico mit eben diesem Käse drauf. Dann wissen wir wenigstens, ob wir unseren Käse lieber verschenken...😄
Nein, das machen wir bestimmt nicht! Selbst Brigitte ist vom Geschmack positiv überrascht.
Anschließend noch einen Käsekuchen.
Lecker! Ich dachte bisher, Käsekuchen gibt es nur in Mitteleuropa. Und jeder schmeckt hier anders, eben hausgemacht.
Der anschließende Verdauungsspaziergang zeigt uns weitere schöne Ecken der Stadt.
Mit optischen Eindrücken und Leckereien gesättigt, fahren wir später zu einem See.
Neben dem anvisierten Übernachtungsparkplatz gibt es eine große Picknickzone. Der etwas sandige Zugang ist noch voller großer Pfützen, wir sehen dort aber auch kleinere Womos.
Endlich mal wieder Untersetztung und 4-Rad-Antrieb, freut sich das Womo. 10 Minuten später haben wir einen genialen Platz auf einer kleinen Anhöhe gefunden.
So einen Platz hatten wir schon lange nicht mehr!!!
Es ist Freitag Abend, da hat sogar die nahe Strandbar noch geöffnet.
Prima, aber da sich die dunklen Punkte in meinem Getränk bei näherem Hinsehen als Ameisen herausstellen, werden wir hier wohl nicht mehr einkehren.
Später entdecke ich am Sternenhimmel wieder eine Reihe von Starlink-Satelliten. So etwas habe ich ja das erste Mal in den Cevennen gesehen. Und diesmal bin ich schneller als damals...

















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