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Wir bleiben in Sully

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Heute ist Sonntag, endlich einmal ausschlafen... 😄 Nein, am Ausschlafen mangelt es uns die letzten 4 Jahre nicht, aber heute früh regnet es auch noch leicht. Wir werfen daher die Heizung an und drehen uns noch einmal herum. Nach dem Frühstück das tägliche Tourplanungs-Ideen-Brainstorming. Wir wollen am Montag nach Orleans. Da wir nur ungefähr 1 Stunde dorthin brauchen, verwerfen wir die Idee, bis ganz kurz vor die Stadt zu fahren. Zu viele Unwägbarkeiten bei den möglichen Übernachtungsplätzen! Wir bleiben daher einfach in Sully-sur-Loire. Kaum sind ein paar kleine, aber nervende Probleme mit dem neuen Tablet und der Kamera gelöst, wird das Wetter besser. Prima, Zeit für einen Spaziergang. Heute allerdings solo, Brigittes Fuß mag einfach nicht mitkommen. Der Magneto-Effekt unseres Womos hat uns inzwischen einen Nachbarn beschert. Falls jemand eine Erklärung dafür hat, bitte als Kommentar posten! Natürlich ist das Schloss nun noch fotogener. Im Ort schaue ich, ob am Abend irgendein Rest...

Gien und Sully-sur-Loire

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Gestern haben wir an der Kanalbrücke einen guten Wein getrunken. Zum Glück stand auf der Getränkekarte auch der Winzer mit drauf. Und siehe da, dieser ist nur 3 km entfernt, und bietet sogar Stellplätze an. Prima, denken wir uns, das nächste Ziel ist klar! Dort angekommen folgt aber schlagartig die Ernüchterung. Wir dürfen zwischen Gebäuden stehen, ein Kompressor läuft permanent, die Straße ist 10 m entfernt. Und Weinverkauf erst wieder in 2,5 h, es ist Mittagszeit. Enttäuscht fahren wir unverrichteter Dinge weiter. In Gien machen  wir einen kurzen Halt. Die Strecke flussabwärts wird jetzt schlosslastiger. Beim Ortsnamen muss ich ein wenig schummeln. Normalerweise steht hinter diesen Dingern ein prächtiges Gebäude, hier sind es aber nur Backsteinmauern. Aber alles kein Problem, die Lösung hat sich schon vor Jahrzehnten bewährt. Schrift von hinten fotografieren und einfach das Dia umdrehen! Irgendwie ist auch alles eher grau in grau, ich freue mich über jeden Farbfleck. Es geht über...

10 Jahre Blog!

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Heute vor 10 Jahren habe ich meinen ersten Blogeintrag geschrieben! Mit dem bezeichneten Titel: ...ob das was wird? Und es ist was geworden!  Nicht nur der Blog für Tansania und Sansibar 2012, der beinahe nicht zustande kam, da die abenteuerlich erstandene Daten-SIM-Karte zum Aktivieren bereits eine Datenverbindung benötigte (hä?), sondern auch, dass ich mich seit über 4 Jahren dazu aufraffe, für jeden Reisetag einen Eintrag zu erstellen! Ich bin nun beim (B)Logbucheintrag 457 und hoffe, dass die von Google schon lange nicht mehr gepflegte Blogger-Software noch 20 weitere Jahre am Laufen gehalten wird. 😎 Ach ja, auf Reisen sind wir ja auch noch... Heute war ein Tag, der erst einmal gar nicht rund lief. Zum ersten Stopp zur Ver- und Entsorgung kamen wir nicht. Ein Jahrmarkt war auf dem Platz und zwischen Karusell und Geisterbahn gab es kein Durchkommen. Dann hatte der ausgesuchte, idylische Picknickplatz an der Loire ein neues Schild bekommen: Camping Interdit. Also Weiterfahren. A...

Heute etwas ruhiger

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Die Nacht haben wir gut geschlafen. Die Fahrradtour, ein voller Magen und eine gute Flasche Wein sind das eine, keine Kirche, kein Hahn und kein Straßenverkehr sind das andere. Der nächste bekannte Ort wäre Sancerre. Auch dieser Name ist in der Weinwelt sehr bekannt, aber wie Pouilly ist der Wein schöner als die Ortschaft. Außerdem waren wir 2005 schon einmal hier, und auch die Bilder von damals sprechen gegen eine Wiederholungstat. Dafür gehen wir das erste Mal wieder in einen großen Supermarkt zum Einkaufen. Auch nach 20 Jahren Frankreich ist das nach einigen Monaten Abstinenz immer wieder ein schönes Erlebnis. Inzwischen gibt es ja 70 % der Waren auch bei uns, aber die fehlenden 30 % sind einfach nur lecker.  Danach geht es zu einem Winzer in der Nähe. Der einzigste Platz, den er hat, ist zum Glück noch frei. Es ist warm, die Sonne scheint, heute wird nicht mehr viel gemacht. Klasse! Der 22er Jahrgang ist gelesen, wir lassen uns den 21er schmecken. Bei so viel Freizeit am frühen...

An der Loire entlang

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Heute radeln wir die Loire entlang. Das Wetter ist sonnig, aber morgens noch recht frisch. Der Loire-Radweg beginnt hier in der Nähe und geht ungefähr 500 km bis zum Atlantik. Ob jetzt wirklich 500 dieser Kilometersteine auf dem Weg sind, weiß ich nicht. Auf unserem Weg sind sie jedenfalls vorhanden und prima dazu geeignet, zu prüfen, ob der Tacho und das GPS genau sind. Auch wenn die Loire hier schon fast 500 km hinter sich hat, ist der Fluss noch nicht sehr groß. Aber er hat ein breites Bett (anders als bei uns im Womo! 😄) und kann relativ ungestört dahinfließen. Das gibt es in Deutschland bei so einem großen Fluss überhapt nicht mehr. Natürlich hat sich seit frühester Zeit der Mensch hier angesiedelt und in den letzten 1000 Jahren eine beeindruckende Architektur und Kulturlandschaft errichtet. Die bekannten Schlösser gibt es aber erst einige 100 km weiter. Dafür sind so manche Orte sehr sehenswert. Bei der Einfahrt in La Charite-sur-Loire habe ich ein Deja Vu Erlebnis.  Das kom...

Nevers

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Heute verabschieden wir uns von dem schönen Wiesenplatz und fahren rund 40 km nach Nevers an der Loire. Diesem Fluss wollen wir die nächste Zeit folgen.  Die relativ kleine Stadt mit nur etwas mehr Einwohnern als unser Vorort von Stuttgart, in welchem wir wohnen, wirkt erst einmal impossant. Unsere Kirche zu Hause ist bestimmt 20 mal keiner. Größtenteils ist sie schon renoviert und sieht wahrscheinlich besser aus, als sie jemals in den letzten 700 Jahren ausgesehen hat. Es fallen uns aber auch noch genügend andere schön renovierte Bauwerke auf. Bei diesem Wetter müssen wir den städtebaulichen Eindruck in einer Pause natürlich noch intensivieren! Satt gesehen fahren wir später die Loire noch ein Stück weiter bis Marseilles-les-Aubigny, von wo wir morgen wieder Rad fahren wollen. Auf dem Parkplatz der kleinen Festhalle am Ortsrand werden wir fündig. Auch sehr schön!

4 Jahre und kein bisschen müde!

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Die Nacht ist herrlich ruhig, die vorrausschauend eingepackte Winterbettwäsche ist kuschelig warm, am Morgen ist es draussen nur 4,5 C, innen 14 C. Also morgens keine Eile, in Ruhe frühstücken, warten, bis es in der Sonne warm wird, und dann ab aufs Rad. Wir fahren einfach an dem Kanal, an welchem wir stehen, entlang. Das ist sicher nicht spektakulär, aber entspannend. Das angepeilte Restaurant am Umkehrpunkt nach 22 km erweist sich als schon länger leerstehend, wir erwarteten zum Glück aus Erfahrung nichts. Auf der anderen Seite sagt uns auch der Sommer, dass er so langsam am Ende ist. Dir Herbstzeitlosen am Wegesrand sind ein eindeutiger Hinweis auf den nahenden Herbst. Wir fahren nach dem Zurückfahren noch in den naheliegenden Ort. Ein schönes, verstecktes Schloss gibt es hier... ...aber sonst, außer einem kleinen Laden und einem Bäcker, nichts. Unser Stellplatz liegt schön und ist immer noch gut besucht...    ...aber nicht voll. Es ist Nachsaison, was wir auch daran merken...

Beaune

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...ok, die Glocken waren die ganze Nacht nicht ruhig. Man wusste immer, wie spät es ist. 😫 Aber dafür waren die Hühner in Nachbars Garten am Morgen ruhig. An Dijon vorbei, fuhren wir mitten in das Weinanbaugebiet des Burgunds. In dessen "Weinhauptstadt" Beaune machten wir einen Halt. So außergewöhnlich toll ist der Ort nun nicht, aber wir genießen einfach das französische Flair. Es ist sonnig und warm, das Wetter in der Gegend, wo wir ursprünglich hin wollten, ist 6 Grad kühler, windig und es regnet... Nach Beaune geht es durch die noblen Grand Cru Lagen. Landschaftlich mäßig, aber der Wein spricht für sich. Der kleine Ort im Hintergrund ist Meursault. Sieht nach nichts aus, aber hier liegen einige der besten Grand Cru Lagen für Chardonnays in Frankreich, für manche auch der ganzen Welt. Anschließend fahren wir durch das Morvan-Mittelgebirge weiter nach Westen. Die Netzhaut meldet eine Übersättigung an grün. Die Wiesen sind extrem satt dunkelgrün, kein Halm ist auch nur annä...