Gien und Sully-sur-Loire
Gestern haben wir an der Kanalbrücke einen guten Wein getrunken. Zum Glück stand auf der Getränkekarte auch der Winzer mit drauf. Und siehe da, dieser ist nur 3 km entfernt, und bietet sogar Stellplätze an. Prima, denken wir uns, das nächste Ziel ist klar!
Dort angekommen folgt aber schlagartig die Ernüchterung. Wir dürfen zwischen Gebäuden stehen, ein Kompressor läuft permanent, die Straße ist 10 m entfernt. Und Weinverkauf erst wieder in 2,5 h, es ist Mittagszeit.
Enttäuscht fahren wir unverrichteter Dinge weiter.
In Gien machen wir einen kurzen Halt. Die Strecke flussabwärts wird jetzt schlosslastiger.
Beim Ortsnamen muss ich ein wenig schummeln. Normalerweise steht hinter diesen Dingern ein prächtiges Gebäude, hier sind es aber nur Backsteinmauern. Aber alles kein Problem, die Lösung hat sich schon vor Jahrzehnten bewährt. Schrift von hinten fotografieren und einfach das Dia umdrehen!
Irgendwie ist auch alles eher grau in grau, ich freue mich über jeden Farbfleck.
Es geht über kleine Straßen weiter nach Sully-sur-Loire. Mit einem Schloss wie aus dem Bilderbuch.
Auch der Stellplatz ist ok und wir bleiben. Am frühen Abend dann unser beliebter welches-Restaurant-nehmen-wir-Spaziergang. Heute in slow-motion, Brigitte hat aus heiterem Himmel Fußschmerzen.
Der ausgesuchte Edel-Marokkaner ist ein Volltreffer. Die zufällig ausgesuchte Pastilla als Vorspeise ist geschmackskombinatorisch göttlich und unsere Tajine stehen dem in nichts nach.
Selbst der marokkanische Wein (wir wissen gar nicht, ob wir überhaupt schon mal einen hatten) muss sich nicht verstecken.
Vielleicht liegt es an dem nahen Kernkraftwerk, aber das Schloss wird hier nachts noch hell beleuchtet...







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