Raus aus der Hitze, rein nach San Sebastian

Die Nacht ist wunderbar ruhig, und es kühlt auch ab. Frühstück draußen ist auf dem Parkplatz nicht drin, der blecherne Kindertransport in die nahe Schule hat längst begonnen, zum Glück stehen wir auf dem Parkplatz ganz hinten.
Wir gehen wenige hundert Meter bis zu einer Bar, wo wir wieder unsere Tostatas bekommen. Die Dinger mit einem Kaffee und frischgepresstem Orangensaft sind ein schnelles und leckeres Frühstück, welches fast alle Bars, die vormittags offen sind, anbieten. 

Heute grinse ich besonders breit, da gerade eben meine erste Rente überwiesen wurde. Dann hat ja doch alles geklappt! Dass wir diese schon kulinarisch "verveschpert" haben, tut der Sache keinen Abbruch. 😎

Es ist schon wieder sehr warm, als wir losfahren. Brigitte entdeckt kurz darauf eine Womowaschstation. Womo waschen ist mir ein Graus, aber der Anblick des seit dem letzten Sommer nicht mehr gewaschenen Womos, überzeugt mich sofort.
Eine halbe Stunde später ist das Womo 2 Blendenstufen heller, und ich bin nass geschwitzt.

Wir wollen nur raus aus der Hitze und fahren dazu nach San Sebastian. Kurz vor der Ankunft tanken wir für nur 1,44 €/l, was sicher für dieses Jahr der günstigste Preis sein wird. 30 km weiter in Frankreich sind es 60 ct mehr pro Liter. 
Auf dem Stellplatz ist kein einziger Platz mehr frei. Dieser ist wirklich eng, aber es gibt in der Stadt kaum Alternativen. Ich entsorge sehr langsam und Brigitte läuft in der Zeit auf dem Platz herum. Und tatsächlich. Ein Paar aus Schweden kommt mit Fahrrädern zurück und 15 Minuten später ist deren Platz uns. Ist das Rentnerglück?

Hier ist es so um die 21°C, wir sind also endlich raus aus der Hitze. Die sich vorhergesagt um 11:00 Uhr auflösende Bewölkung hat dies auch bis 17:00 Uhr noch nicht getan, es ist uns aber egal. Dieses Mal fahren wir mit dem Bus rein, das letzte Mal sind wir gelaufen (San Sebastian 2022).

Damals hatten wir Anfang April noch Nachtfrost, so sieht es diesmal nicht aus. Der große Strand ist am frühen Abend auch bei diesem Wetter noch gut gefüllt.


Diese 2 Herren kennen wir schon aus der La Mancha. Ich denke nicht, dass Rosinante und Rucio sie jemals hierher gebracht haben, aber was soll's

Die architektonischen Auffälligkeiten der Stadt sind auch heute Nebensache.


Wir haben die Pintxos aus San Sebastian noch sehr gut in Erinnerung, und darum geht es jetzt.


Heute suchen wir erst einmal 10 Pintxos-Bars ab, bevor wir fündig werden. Das ging das letzte Mal schneller.


Diese sind auch lecker, aber bei vielen fehlt uns die Raffinesse, sie sehen eher für den Massenbetrieb gemacht aus. Das war vor 4 Jahren noch anders. Es macht aber Spaß, in jede Bar zu gehen und zu schauen, was sie anbieten.

Inzwischen herrscht überall geschäftiges Treiben.

Jetzt passt auch ein kräftiger Moscatel-Cava, um auf meine erste Rente anzustoßen.

Die Stadt selbst, die Gebäude, die kilometerlange Strandpromenade sind natürlich auch sehenswert.

 

Danach noch eine letzte Einkehr, hier vergesse ich unüblicherweise, die 5 nun warmen Pintxos zu fotografieren.


Mit 15 Stück haben wir 4 mehr als vor 4 Jahren und sind satt.

An einer Bar ist besonders viel los. Brigitte erinnert sich beim Namen "La Vina" daran, dass es hier den besten Käsekuchen geben soll. Den hatten wir zwar garantiert schon gestern in Miranda, aber warum nicht ausprobieren.

Da der Ort hier wohl in jedem Reiseführer erwähnt wird, sind nur hinter der Theke Spanier.

Es dauert keine 5 Minuten, bis so ein Käsekuchen für die Menge verteilt ist. Es ist zwar absolute Massenabfertigung, aber der Kuchen selbst ist sehr gut und kann mit dem von gestern fast mithalten.

Der Nachschub für heute steht auch schon bereit.

Danach laufen wir noch durch einen für uns neuen Teil der Stadt, bis wir danach wieder mit dem Bus zurück fahren.



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