Noch einen Tag in Riez
Heute heißt es abwarten.Das Schlechtwettergebiet streift uns zwar nur, würden wir aber heute schon nach Westen fahren, kämen wir in den Regen. Den hatten wir hier auch letzte Nacht. Ich weiß noch, wie gemütlich es früher im Zelt war, wenn es draußen stürmte und regnete, und wir wussten, dass unser Zelt alle Witterungsbedingungen aushalten würde. Das laute Knacken der brechenden Zeltstange im Nachbarzelt habe ich noch immer im Ohr.
Im Womo ist es aber noch viel gemütlicher, und das Prasseln des Regens wiegt einem dann auch bald wieder in den Schlaf.
Durch den vorhergesagten Regen am Nachmittag bleiben wir heute noch hier. Kein Problem, das Quartalsende bringt genügend Abrechnungen zum Knicken, Lochen, Abheften.
Am Nachmittag regnet es dann doch nicht, und wir gehen noch einmal in den Ort. Uns gefällt es hier, am Tag nach dem Markt ist besonders wenig los, nur die Bar Central als Kommunikationsmittelpunkt hat geöffnet. Dort fällt mir an einer der alten Platanen auf, wie vergänglich alles ist. Keine Ahnung, wofür dieses alte Emailschild einmal geworben hat, die Platane nimmt es wohl seit Jahrzehnten langsam in sich auf.

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