Markttag
So, heute ist großer Markt in Sanary. Wird wohl unser letzter sommerliche Markt für dieses Jahr sein. Wie schon oft, geht es ohne Frühstück los. Das Wetter ist ideal, rund 300 Stände sollen es sein. Und so direkt am Hafen hatten wir das auch noch nicht oft.
Noch ist es nicht voll, Brigitte schaut bereits nach einem Café, ich durch den Sucher.
Die 2 Café Creme tun gut, in der Sonne wird es schon zu warm.
Danach schauen wir nach fester Nahrung, aber die vielen verschiedenen, frittierten Beignets und Accras, die überall angeboten werden, würden zu sehr im Magen liegen. Wir hatten auf dem Markt schon Holzofen im Augenwinkel gesehen, haben die aber automatisch mit Pizza in Verbindung gebracht.
Hier aber nicht. Es wird Cade angeboten, eine traditionelle kulinarische Spezialität aus Südfrankreich, genauer gesagt aus der Gegend um Toulon. Dieses goldbraune, weiche Fladenbrot aus Kichererbsenmehl wird warm gegessen, außen knusprig und innen zart schmelzend.
Es gibt tatsächlich noch Sachen zum Essen in Frankreich, die wir bisher nicht kannten!
Dies ändern wir sofort und nehmen eine Portion.
Und das Zeug schmeckt auch noch gut, ginge auch als Beilage zum Essen oder mit einem Dip. War zwar dann ein einfaches Frühstück für uns, aber lecker!
Inzwischen füllt sich der Markt.
Jetzt kann ich auch entspannter schauen, mit Hunger über einen Markt gehen, hat schon was von Quälerei.
Die Stände mit den Leckereien aus dem Meer finde ich toll, so eine Auswahl gibt es wirklich nur in Meeresnähe.
Das finden auch andere Lebewesen und bedienen sich.
Selbst die Fische für die Fischsuppe sehen mehr als appetitlich aus.
Natürlich ist auch das Obst- und Gemüseangebot groß und vielfältig.
Das einzig Dumme an den ganzen zubereiteten Gerichten ist, dass es keine Probierportionen gibt. Die kleinsten Schalen machen immer gleich 2-3 Personen satt.
Wir sehen uns daher satt, davon gibt es ja genug. Der Markt ist auch bald zu Ende, die Sitzplätze werden schon knapp.
Wir laufen noch durch den Ort, außer der Hafenpromenade kennen wir den ja noch nicht. Die ganzen Restaurants haben voll eingedeckt und stehen in den Startlöchern.
Andere bedienen sich noch schnell, bald kommt die Müllabfuhr.
Wir bleiben beim Café, gegessen wird am Abend.
Oberhalb des Hafens finden wir noch eine Promenade mit schöner Aussicht...
...und südländischer Flora.
Auf dem Rückweg fällt mir ein wirklich gelungener Mobilfunkmast auch erst beim 4. Vorbeilaufen auf. Gut gemacht!
Noch besser ist diese WLAN-Antenne! 😂
"Keine Experimente" hat schon Adenauer gesagt, und wir gehen wieder in das Restaurant von gestern mit dem eingebauten Sonnenuntergang.
Heute nehmen wir eine Vorspeise zum Teilen, im dünnen Tempurateig frittiertes Gemüse.
Sieht nach gar nicht viel aus, aber mit dem Riesenklecks Aioli macht es uns schon richtig satt. Leider, denn die Fischplatte ist auch prima, und von der Emulsion d'Aioli müssen wir tatsächlich etwas übrig lassen. 😞
Das war zuviel, und bevor wir die Fische füttern, gibt es an der letzten Bar am Hafen noch einen Pastis.
Die ersten Erdnüsse auf dieser Reise schmecken dann schon wieder...😎



























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