Aix-en-Provence

Heute haben wir ein volles Programm. Ohne Frühstück geht es recht früh mit dem Bus nach Aix-en-Provence. Der Fahrstil des Busfahrers auf der engen Straße ist gelinde gesagt flott, das erste Mal schnallen wir uns in einem Öffi an!
Der Montagne Sainte-Victoire ist schön zu sehen, aber bei dem Gewackel im Bus brauche ich viele Versuche, bis ein Bild sitzt.

 

Im Ort angekommen, geht es gleich zum Grund des frühen Aufbrechens. Heute ist großer Markt!
Mit leerem Magen fangen wir ausgerechnet an den Fressständen an. Welch Quälerei! 😄

Aber für Poulet Roti ist es wirklich noch zu früh, auch wenn das Wasser im Mund zusammenläuft.

Schnell weiter zu den normalen Lebensmitteln, die Fischecke ist wie immer etwas fürs Auge.


Dann aber ab in eine Seitengasse, wir finden sogar noch 2 Stühle in der Sonne. Bis dann endlich der Cappuccino kommt, sitzen wir längst im Schatten und ich friere. Brigitte hat sich vernünftig gekleidet, ich sitze hier in sommerlich kurz ohne Jacke bei 12° C und hoffe auf baldige Erwärmung.

Danach weiter über den Markt. Wir suchen nebenbei eine Bäckerei für Brigittes geliebtes Sandwich Crudité. 
Ein Pilzstand hat das volle Herbstprogramm ausgelegt.


Zum Glück sind wir früh auf dem Markt, jetzt sind die Auslagen noch ohne große Lücken, und auch die Riesenpaellapfannen sehen noch appetitlich aus.

An einer Bäckerei mit langer Schlange bis auf die Straße stellen wir uns an. Ich könnte von allem hier etwas nehmen...

...doch vernünftigerweise nehmen wir nur ein Sandwich für uns 2.

In dem Marktgewusel gehen die Sehenswürdigkeiten von Aix voll unter.

Die Gemäuer stehen aber auch noch heute Nachmittag, die Marktstände dann nicht mehr.

Immer wieder schön ist der Flair des Marktes in Zusammenhang mit den vielen Bistros, Cafés und Bars drum herum, die natürlich heute alle gut besucht sind. Ich bin auf unserem Markt im Ort zu Hause noch nie davor oder danach irgendwo eingekehrt. 
Sollte vielleich einmal probiert werden!

Am Rathaus ist dann mit Lebensmitteln schluss, inzwischen ist es angenehm warm und der Himmel ultraprovenceblau.


An der Kathedrale spielt eine Frau Piano, es werden Bilder verkauft, ich komme mir fast vor wie mitten in einem Aix-en-Provence-Werbevideo.


Ein kleiner Park in der Nähe lohnt den Umweg, denn hier ist es ruhig, wir setzen uns und trinken einen Liter Wasser.

Nach der Pause wieder zurück. Ich suche für Brigitte die Statue ihres Lieblingsmaler, Paul Cezanne. Leider leicht entstellt, aber irgendwelche Witzbolde gibt es halt überall...

Danach geht es eigentlich durch "authentische Gassen ohne große Sehenswürdigkeiten", für mich sind das die lokalen Fressgassen!

Der Markt ist nun zu Ende, und scheinbar alle, die keinen Stand abbauen müssen, möchten Essen gehen.

Es ist kaum noch ein Platz frei, uns interessiert das aber nicht, wir haben ja erst vor kurzem gefrühstückt.

Aix hat wohl so an die 250 Brunnen, doch praktisch alle sind in dieser Jahreszeit schon abgestellt. Schade! 

Von der großen Rotunde aus laufen wir die Prachtstraße von Aix rauf. Vor einer Stunde war hier noch alles voller Stände.

Noch ein Abstecher in ein anderes Viertel, eine letzte Kirche im kontrastreichen Sonnenlicht...

...dann ist die Stadtführung zu Ende und die Reiseleitung geht in den Entspannungsmodus über. 😎

Danach noch genussvoll schlendern, diese Kirche hatten wir heute früh vor lauter Marktständen kaum im Blick.

Der Bus zurück fahrt nur alle Stunde, das kann auch als Vorteil ausgelegt werden!

Auf dem wackeligen Rückweg wieder das gleiche Spiel. Ich mache wohl in 10 Minuten mehr Bilder vom Montagne Sainte-Victoire, als Cezanne in seinem ganzen Leben. Aber dank der Kamerastabilisierung, über was weiß ich wieviele Achsen, gelingen mir wieder ein paar schöne Bilder.

Das kleine Ding auf dem Berg ist das Croix de Provence, dort waren wir im Mai 2016 schon oben. Da sieht es dann so aus!

Wir bleiben dieses Jahr unten, und da ich selbst nicht fahre, genieße ich den Ausblick auf die ganze Bergkette, während der Bus wohl einen neuen Streckenrekord nach Puyloubier einfährt.

Es ist schon recht spät, aber wir haben noch etwas vor. In Aix haben wir zum Schluss noch Lammkoteletts bei einem Metzger gekauft. Sozusagen auf Risiko, denn der Mistral bläst wieder. Schnell baue ich den Grill auf, zuerst kommt eine angefressene Tübinger Riesenassel (aka Fougasse) 😆 und 2 Bratwürste auf den Grill.

Brigitte hat inzwischen Guacamole und Kräuterbutter gemacht, das Grillaufbaubier als Durstlöscher vom Lidl wollte ich eigentlich noch wegräumen, aber was solls.

Ok, grillen bei Mistral ist keine Herausvorderung, sondern ein Problem! Nach mindestens 20 Mal neu anzünden des Gasgrills haben wir aber dann doch etwas Leckeres auf dem Teller, und es schmeckt uns gut.

Was für ein toller Tag! 


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