Der Berg ruft leiser
Seit gestern früh stehen wir mit unserem Womo alleine hier mit herrlichem Bergpanorama. Das gefällt uns!
Heute ist das Wetter noch gut, morgen sieht es nach Wetterwechsel aus. Die Bergschuhe werden daher noch einmal geschnürt, zum Glück finde ich eine Tour, die halbwegs auf einer Ebene läuft. Für viele Höhenmeter haben wir irgendwie heute keine Lust. 😳
Die Ausblicke sind prima, und es geht auch oft durch den schattigen Wald.
Heute laufen wir weit unterhalb der Gipfel, aber die Landschaft ist eindeutig bergig.
Die Tiere heute sind viel größer als gestern und gar nicht scheu. Bei Großvieheinheiten auf dem Weg muss Brigitte immer Platz schaffen, die kann das besser als ich. 😊
Diesmal gibt es keine Steinpilze auf dem Teller, aber viele Schopf-Tintlinge stehen am Wegesrand.
Am Umkehrpunkt machen wir Pause. Auf einer Höhe zu wandern bedeutet am Hang, dass Hin- und Rückweg gleich sind.
Das ist uns heute egal und wir genießen die Aussicht. Was auf der anderen Hangseite wie 2 Dörfer aussieht, sind nur Urlaubsunterkünfte für das dortige, große Skigebiet. Alles völlig unbewohnt im Sommer!
Heute begegnen wir tatsächlich 3 Leuten mit Hunden. Es scheint, als ob dieser leichte Weg die hießige Hunderunde ist. Wir, mit "Bergausrüstung", fallen ganz schön auf.
Wir queren wieder die grauen Felsen, die hier in der Gegend typisch sind,
Bei näherem Hinsehen ist das aber gar kein Fels, noch nicht einmal richtiges Gestein. Das Zeug ist völlig bröselig und lässt sich mit der Hand leicht durchbrechen. Da fehlen wohl noch 100 Millionen Jahre ordentlicher Druck, bis daraus richtiger Fels wird.
Der Rest des Weges ist easy, und am Womo gibt es noch einen letzten Gruß aus Italien.
Das war es dann für heute an Action, denke ich mir, als ich ein merkwürdiges Brummen höre. Der Hubschrauber kommt aber immer näher und landet 100 m von uns entfernt.
So ein komisches Gerät habe ich allerdings noch nie gesehen!
Zuerst denken wir an einen Notfalleinsatz, aber alle Anwesenden bleiben ruhig. Und irgendwie ist in dem Insekt auch gar kein Platz außer für den Piloten.
Solch einen Hubschrauber mit Doppelrotor ist mir neu, das Internet beschreibt das seltene Exemplar als Flettner-Doppelrotor. Und dann ist auch klar, auf was sich das Insekt spezialisiert hat: Transport von Außenlasten!
Es ist spannend anzuschauen, wie der Pilot die Maschine und die Lasten auf den Meter genau manövrieren kann und schnell ist eine Stunde rum. Ob Inspektion oder Entsorgung, wir wissen nicht, was mit den Tonnen Metall passiert, aber ab hier können die Dinger auf LKWs geladen werden.
Erst bei Sonnenuntergang beginnen wir zu kochen, aber so eine Show direkt am Womo sieht man nicht alle Tage.
Ach ja, 245 hm sind es dann heute doch geworden.










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