Kurz durch Österreich

Der Wecker klingelt schon um 6:30 Uhr! 
Da wir in der Nacht noch auf Moskitojagd waren, werde ich aus dem tiefsten Tiefschlaf gerissen. Aber die Übernachtung im Allgäu hatte den eigentlichen Zweck, den Fern- und Reschenpass möglichst früh zu überqueren. Die täglichen Staus dort wollen wir umgehen.
Das klappt auch prima, um 8:15 Uhr sind wir schon an der Zugspitzaussicht. Im Gegensatz zu früher haben wir aber die Sonne nicht im Rücken.

Ohne Stau, und nur durch die Orte etwas zähflüssig, sind wir 2 Stunden später am Reschensee. Hier gibt es endlich einen Kaffee und die heute früh gekauften Leberkässemmeln.
Es sind nur 18° C, wir bleiben drin. 

Im Vinschgau gurken wir ganz schön rum, da ein ausgesuchter Stellplatz an einem Restaurant voll und auch nicht schön ist. Am 'Kräuterschlössl', 10 km wieder zurück, finden wir einen besseren.

Da bald Regen angesagt ist, suche ich eine kleine Wanderung raus. Auf der können wir zum Schluss Einkehren. Kaum gehen wir los, soll der Regen viel früher kommen. Wir drehen die Tour einfach um und kehren daher gleich ein. Dann kommt der Regen doch nicht, und wir müssen dem inneren Schweinehund beibringen, nicht gleich zum Womo zurück zu kehren.

Die Wanderung ist völlig unspektakulär, eine kleine Kirche ist das Highlight.

Ansonsten geht der Weg durch die das ganze Tal füllenden Apfelplantagen. Das sieht so kurz vor der Ernte richtig üppig aus...

...die Pracht wird hier aber mit mächtig viel Spritzmitteln erzeugt.

Und im Gegensatz zu anderen Monokulturen wie Wein oder Getreide, nehmen die Bäume einem allerdings die ganze Sicht auf dei Umgebung weg.

Von einem Einheimischen erfahren wir, dass die wenigen Bio-Bauern von den umgebenden Plantagen regelrecht vollgespritzt werden, und dass in den letzten Jahren eher noch mehr als früher gespritzt wird.
Zurück im Womo setzt bald ein kräftiger Regen ein, aber Unwetter wie in Süddeutschland oder ander Teilen Italiens bekommen wir zum Glück nicht ab.


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