Wurm-Tage
Am Morgen gehen wir in die nahe Bar zum Frühstücken. Das Tostada schmeckt heute besonders gut, der Café con leche ist herrlich kräftig.
Bei bester Aussicht planen wir den Tag.
In der Grenzstadt Badajoz wollen wir einkaufen, es gibt dort 2 sehr große Supermärkte. Bis dorthin läuft die Fahrerei prima. Die erste Einfahrt zum Einkaufscenter liegt steil und in einer unübersichtlichen Kurve, wir suchen eine andere. Abbiegen kann man hier nur in Kreiseln, und die liegen dann auch mal weit voneinander entfernt. Kurz vor dem Einbiegen sehen wir eine 2,5 m Bake, also wieder zur ersten Einfahrt. Anhalten geht hier nirgends, und im langsamen Vorbeifahren sieht Brigitte auch hier eine Absperrung. Also ab zum 2. Supermarkt, aber wo genau lag der noch? Ohne Anhalten zu können, kommt bei der Navigationshilfe Stress auf. Nach längerer Rumgurkerei finden wir ihn, aber nachdem wir alle Eingänge abgefahren haben, wissen wir, dass sie uns hier auch nicht haben wollen. Ich bin froh, aus der zugeparkten Wohngegend wieder raus zu kommen. Irgendwo außerhalb der Stadt parke ich in einem großen Kreisel. Jeder Supermarkt wird mit Lastwagen beliefert, und die sind auch höher als 2,5 m. Irgendwo muss es einen Weg geben! Dummerweise zeigt Google Maps hier kleinste Feldwege als kleine Straßen an, das hilft uns nicht wirklich. Letztendlich finden wir nach über einer Stunde (!) direkt neben der ersten Einfahrt einen Weg, der neben den Supermarkt führt. 😡
Immerhin klappt dann der Einkauf ohne weitere Probleme.
Beim Tanken erwische ich eine, die mit Pre-Paid funktioniert, und die gute Frau an der Kasse möchte wissen, für wieviel ich Tanken möchte. "Voll", ist für sie kein Betrag, es entwickelt sich eine Translator-App-Diskussion, und die Kunden hinter mir fangen langsam an, mit den Augen zu rollen. Irgendwann fahren wir dann mit vollem Tank weiter, mal sehen, ob der Restbetrag zurück erstattet wird.
Ein paar Kilometer weiter geht es dann endlich rüber nach Portugal.
In unserem Ziel, Portalegre, liegt der Stellplatz zwischen lauten Straßen und einer Baustelle. Darauf haben wir keine Lust und suchen uns etwas Neues. Der kleine, private Platz liegt im Parque Natural da Serra de São Mamede, wo wir eigentlich erst morgen hin wollten. Die Anfahrt durch ein Dorf ist eng, aber zum Glück kommt uns kein Holzlaster entgegen.
Die Anfahrt zum Grundstück ist dann sehr eng und steil, dann stehen wir vor einem Tor. Ich gehe in das Grundstück, finde letztendlich nur einen Platz ohne Aussicht, vor dem Haus bellt ein kalbsgroßer Hund , und ich kann nicht anrufen, da ich hier keinen Empfang habe.
Heute ist schon wieder ordentlich der Wurm drin, warum nur, fragen wir uns.
Es ist kurz nach 18:00 Uhr, als wir auf einem Campingplatz ankommen, wo wir vor einer knappen Stunde schon vorbei gefahren sind.
Es hängt eine Kette vor der Einfahrt! Ich gehe rein und bekomme dann mit, dass die Rezeption nur bis 18:00 Uhr geöffnet hat. Und dann steht da noch: Rufen sie nur im Notfall an!
Für mich ist das kein Notfall, hänge die Kette ab, und wir parken auf den ersten Platz danach ein.
Es ist mir egal, ob das Morgen einen Anschiss gibt, das war wirklich ein Scheißtag!
Immerhin ist der Platz sehr schön, und die bordeigene Küche fährt was Feines auf.
Und es gibt noch einen schönen Sonnenuntergang.
Sorry für den Leser, aber das musste ich mir von der Seele schreiben 😒





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