Trujillo

Heute fahren wir weiter nach Süden. Unsere baldige Fahrt nach Portugal steht allerdings auf der Kippe, da sich am Wochenende ein Kaltluftregengebiet ankündigt. Heute geht es aber erst einmal nach Trujillo.
An der Stierkampfarena bekommen wir noch den letzten der 8 offiziellen Stellplätze. Natürlich mit Nachbarn links und rechts.

Wir laufen recht flott in den Ort. Vorbei an den ersten Palacios...

...aber wir haben zuerst ein anderes Ziel.

Heute früh fiel mir ein, dass ich mein erstes Gehalt auf den Kopf gehauen habe. Mit Freunden am Wochenende durch die Kneipen ziehen und Runde für Runde schmeißen hat dabei nicht gereicht, zum Schluss war noch ein toller Überblend-Diaprojektor fällig, dessen Nachfolger noch heute seinen Dienst tut.

Das mache ich auch mit meiner ersten Rente!
Und fange gleich damit an. Brigitte hat ein schönes Lokal ausgewählt, wir nehmen stilvoll im Innenhof Platz, obwohl wir die Preise gesehen haben. 

Nach dem Aperitif gibt es 2 ganz feine Kroketten und ein herrliches Artischockenetwas zur Vorspeise.

Bei den Hauptgerichten mit allerlei kunstvollen Beschreibungen fällt uns sofort das "Einfachste" auf. Es gibt Pluma vom Iberico! Inzwischen noch vor Secreto unser Lieblingsfleischstück. Und das hier ist das Beste, was wir jemals auf dem (vorgewärmten) Teller hatten.

Geschmacklich GÖTTLICH!!!
Danach noch ein himmlicher Käsekuchen. 

Rente ist prima, denke ich mir danach, und es ist noch genügend für den restlichen Monat übrig. 😎
Die Kür war somit klasse, der folgende Pflichtteil ist aber auch nicht schlecht.
Der Plaza Mayor ist eine Augenweide. Nur die Ohren beschweren sich, da die grobmotorischen Abbauer des großen Käsefestes, das bis zum Sonntag hier stattfand, aber auch wirklich alles die letzten 40 cm hinfallen lassen.

Und ein lauter Benzingenerator läuft ununterbrochen, nur damit ab und zu ein paar Schrauben rausgedreht werden können.

Sonst ist dies aber einer der schönsten Plätze in ganz Spanien, die wir bisher gesehen haben.
Und Trujillo ist auch der Geburtsort von Francisco Pizzarro. Nein, nicht der Erfinder der Pizza, sondern der Eroberer von Peru. Als Kind habe ich die Geschichten von Abenteurern und Entdeckern nur so verschlungen, daher ist mir diese Person auch bekannt.

Wir steigen auf zur Festung. Noch immer läuft der Generator auf dem Platz, Schrauben werden schon länger nicht mehr rausgedreht.

Die stattliche Festung auf dem Hügel haben wir während der Anfahrt schon aus großer Entfernung sehen können.

Quadratisch, praktisch, maurisch!

Bester 360°-Ausblick.

Wir treffen nur 4 Leute hier, die anderen haben wohl zuwenig gegessen und keine Kraft, hier hoch zu laufen. 😄

Selbst in der besten Lage ist hier noch ein Bauplatz frei. Und das bei 0 €/m²!

Wir gehen bald wieder runter in den sehenswerten Ort. 

Inzwischen ist es ruhig und die Palacios wirken noch eindrucksvoller.

Nur mit dem Stellplatz im Ort werden wir nicht warm. Daher fahren wir später zu einem kleinen Ort im Nirgendwo mit einem schlecht bewerteten Stellplatz, da dieser nur halbfertig gebaut wurde. Kein Strom, kein Wasser, kein Schatten, hier möchte niemand hin.

Doch, wir! 

Und erst kurz vorher merken wir, dass wir hier vor einem Jahr in der sengenden Mittagssonne schon einmal waren, aber wegen Hitze und Schattenmangel wieder gefahren sind.

Heute passt er aber! 


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