Schnell noch wandern
Das vehemende Klopfen an unserer Tür kündigt den morgendlichen Anschiss an. Den hole ich mir ab und gebe Verbesserungsvorschläge für die fehlenden Informationen in den Stellplatz-Apps weiter.
Wir wollen wandern, und das müssen wir heute tun. Die angekündigten 3 Tage Hitze haben sich inzwischen zu einer 2 wöchigen Hitzewelle entwickelt. Und bei über 30° C macht uns wandern mit Höhenmetern schon seit Jahren keinen Spaß mehr.
Letzten August hat es hier kräftig gebrannt, was wohl noch länger sichtbar bleibt.
Der Weg wird schnell schmal und Schuhe und Socken sammeln fleißig alles, was hängen bleibt.
Es geht stetig bergauf, wir können schön die Landschaft betrachten.
Oben auf dem Hügel gibt es von einer Kapelle eine tolle Aussicht auf das gegenüberliegende Castelo de Vide.
Der Wanderweg geht den Hügelrücken wieder runter, doch dort werden gerade abgebrannte Bäume gefällt. Die bereits entasteten Stämme liegen quer über den Weg, den man schon gar nicht mehr erkennen kann. Absperrungen oder Umleitungen gibt es keine und wir sehen live, dass so mancher Baum auch nicht in die gewünschte Richtung fällt.
Wir finden nach einiger Zeit einen Weg direkt runter ins Tal und dann wieder rauf in den Ort.
Von hier sehen wir auch die Kapelle, an der wir Pause gemacht haben.
Der ganze Ortskern steht unter Denkmalschutz und bietet auch einiges für das Auge. Zuerst gibt es aber einen Liter kaltes Wasser. Die bisherigen 1,5 l sind schon in Schweiß umgewandelt worden. Ein Park spendet Schatten.
Schon fast ungewöhnlich für diese Reise, für die Kirche muss kein Eintritt bezahlt werden.
In der Kirche ist es kühl, noch kühler sind die Biere einer kleinen Craft-Brauerei, auf die wir zufällig stoßen. Endlich bekommen ich mal wieder ein IPA und das Porter ist zum Glück nicht ganz so kräftig wie ein Guiness!
Auf dem Rückweg brauchen wir noch etwas Wasserkühlung, aber die maximal 24° C heute waren genau richtig.
Als Belohnung wird heute gegrillt. Ich versuche noch einmal Secreto vom Iberico, aber der Grill und ich schaffen es nicht, ihn auch nur annähernd so gut wie in einem Restaurant hin zu bekommen. Das überlasse ich in Zukunft den Profis.




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