Einer geht noch...

Es ist noch morgendlich bewölkt, als ich in den Ort laufe, um Brot zu kaufen. Frühstück auf der Wiese geht dann aber schon gut. Später kommt die Sonne raus, aber die Luft fühlt sich trotz 20° C irgendwie kühl an. Ich bleibe im Schatten und mache Home Office. Nach dem Hacker-Angriff vor genau einem Monat auf meine Mails und das 1+1-Konto, habe ich noch eine Rechnung über 550 € entdeckt, die zum Glück nicht abgebucht werden konnte. Kein schöner Zeitvertreib auf einer Reise.

Am Nachmittag friere ich dann schon richtig, da hilft auch kein Blick auf die Temperaturkarte, wo ganz Westeuropa unter der Hitze stöhnt. 
Ich schnappe mir die Kamera und werde die Sanddüne bezwingen. 
Es scheint gerade Ebbe zu sein, der bisher breite Fluss ist heftig geschrumpft.


Es sind dann doch nur 40 Höhenmeter, aber gefühlt natürlich 80, da ich bei jedem Schritt die Hälfte wieder runterrutsche. Kinder überholen mich lachend, und kugeln sich anschließend die Düne runter, na ja, die haben ja auch nicht so eine schwere Kamera dabei. 😊

Von oben habe ich dann aber einen schönen Ausblick, auch unser "Social Bubble" auf der nun schon volleren Wiese ist gut zu erkennen.

Auf dem Panoramabild ist zu erkennen, dass über der Lagune keine Wolken sind. Das war schon die letzten 2 Tage so, wo wir etwas wärmer angezogen von hier loslaufen und im Ort dann gleich wieder schwitzen.

Leichter gekleidet laufen wir am späten Nachmittag wieder in den Ort.

Das vorletzte Haus im Ort ist auch wieder ein Fischrestaurant.

Wir suchen uns einen Wolfsbarsch für 2 aus. Rund ein Kilo Frischfisch ist bei uns die richtige Größe.

Wieder nehmen wir die Ameijoas, die auch stets als erstes empfohlen werden.

Superlecker, die könnte ich auch alleine verspeisen. Aber es gibt ja noch Fisch, der wieder am Tisch entgrätet wird.

Bei Steinbutt, Wolfsbarsch und Dorade haben wir bisher immer tolle Fische bekommen, so auch hier. Die Beilagen sind eher wie beim Italiener, also ungewürzt, aber auf dem Tisch steht alles, um den Geschmacksknospen einen gewissen Anreiz zu geben.

Der Käsekuchen als Nachtisch ist gut, aber nicht raffiniert, und wieder ist es dunkel, als wir hochzufrieden zurücklaufen.


PS
Der Gps-Ausrutscher verrät den Besuch der Ceverzeria Bohemia auf dem Rückweg, wo wir noch ihr eigenes, sehr gutes Bier probieren. 😋


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