Ein heißer Fahrtag
Die Nacht ist die Hölle. Wir haben alle Klüsen auf, aber es kühlt innen kaum ab. Dafür ist es taghell, die Campingplatzbeleuchtung ähnelt der eines Fußballstadions. Und es ist sehr laut. Die aufgestellten Dachluken und -fenster reflektieren den Schall der Autobahn, nahe Hunde bellen die ganze Nacht, und wenn diese Luft holen, dann schreien Katzen wie wild. Als am Morgen der Rasenmäher losgeht, laufen wir zügig in den nahen Ort.
Auf dem Placa Major ist schon etwas Leben, wir suchen uns was für's Frühstück.
Die Tostatas sind gut, der Kaffee nicht.
Beim anschließenden Mäandern durch den Ort sagt uns ein Mann, dass das Postamt innen sehr schön sei.
Das stimmt!
Natürlich sind auch hier die Kirchtürme besetzt.
An der Kathedrale nehmen wir noch einen richtigen Café con Leche zu uns.
Ab 10:30 Uhr ist die Wärme nicht mehr auszuhalten. Nach einer kühlen Dusche fahren wir los. Es werden über 6 Stunden Fahrt bis nach Miranda de Ebro. Anhalten und Pause machen ist eine Quälerei, draußen gibt es keinen Schatten, die Temperatur im Innenraum steigt dann minütlich an. Wir sind Gefangene der Hitze und können außer Fahren nichts machen. Gut, dass wir so lange am Atlantik waren, aber jetzt müssen wir irgendwie durch diesen großen Backofen.
In Miranda ist der offizielle Stellplatz auf einem Parkplatz noch durch Aufräumarbeiten von einem Fest nicht zugänglich. Wir nehmen eine unbebaute Fläche in der Nähe, die sogar besser ist. Hier können wir (nein, wir müssen!) die Stühle rausholen und im Womoschatten etwas ausruhen.
Unterwegs haben wir uns schon die Belohnung rausgesucht. Um 20:30 Uhr bekommen wir in einem klimatisierten Restaurant den letzten nicht reservierten Tisch.
Mit einer Krokette und einer Miesmuschel mit Süppchen geht es gut los.
Danach Artischocken der leckeren Art.
Nach meiner mäßigen Grillerfahrung mit Secreto vom Iberico möchte ich das noch einmal richtig gut haben.
Und bekomme es genau so, wie es sein soll!
Brigitte hat mit ihrem Tataki Atun auch richtig gewählt, uns schmeckt es wunderbar.
Wenn wir hier wohl schon wahrscheinlich das letzte Mal unsere spanischen Lieblinge bekommen, dann darf auch die Tarta de Queso nicht fehlen. Und die ist bisher die Beste von allen!
Daher nehmen wir danach noch Eine!














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