Riópar

Gestern Abend hat sich die Bewölkung ja aufgelöst, daher wird es in der Nacht recht kalt. 5 C zeigt der Außenthermometer am Morgen. Brrr...
Ich hole seit längerer Zeit wieder unser Heizöfchen raus und die Batterien geben klaglos die notwendigen 100 A zum Heizen her.
Nach dem Frühstück hat die Sonne das Heizen übernommen. Die Gegend hier ist klasse!

Durch den Morgentau sind die vielen 3-dimensionalen Spinnennetze noch gut zu erkennen.

Danach fahren wir rund 40 km auf einen Pass rauf.

Dort beginnt eine Wanderung, die uns durch einen schönen Kieferwald führt. 

Die Bäume blühen gerade und mit jedem Windstoß kommt dichter, gelber Staub aus den Bäumen.
Auch der Rosmarin blüht. Der staubt nicht und riecht noch besser.

Wir kommen an vielen Erdrutschen vorbei, die wohl hier vor nicht allzulanger Zeit die Landschaft neu modeliert haben.

Irgendwann fängt es an zu gluckern und zu plätschern.

Dann sind wir auch schon an der Quelle des Rio Mundo.


Einen Wasserbauarchiteken in einem Freizeitpark würde ich loben für so einen schönen Wasserfall. Aber hier ist es natürlich und damit noch schöner!

Wir laufen noch knapp 100 m höher, wo wir sehen können, wo das Wasser direkt aus dem Felsen rausgesprudelt kommt.

Mit der nächsten Windböe bekommen wir auch noch eine gratis Dusche.
Brigitte freut sich über die Hilfe der Wanderstöcke, die das Balancieren doch erheblich einfacher machen.

Nach der Wanderung fahren wir in das nur 6 km entfernte Riópar. Dort gibt es einen Stellplatz, und bei 6 Restaurants wird doch auch etwas für uns dabei sein.
Die Quelle im Ort ist schön, aber Wasser hatten wir heute schon genug.

Aber wir haben kein Glück. Selbst die gut besuchten Ausflugslokale an der Straße zur Quelle bieten nur noch Brot oder Toast mit Belag an. Und am Hauptplatz im Ort hat nur eine Bar geöffnet.

Auch hier kein Essen, aber es gibt leckere Chips zum Bier.

Die Bar liegt schöner als die Ausflugslokale an der Straße, aber hier müssen wir uns mit den "Tapas" zum Bier begnügen.

Na ja, noch 12 Bier und ich bin satt! 😎

Ok, auf dem Stellplatz gibt es dann eine unserer Notrationen: Frisch aufgebackenes Brot mit leckeren Tapenaden aus Nyon. Manchmal kaufen wir zu viele Leckereien bei Herstellern in Frankreich ein, aber heute haben sich die 3500 km hin - und herkutschieren dann doch gelohnt.

Leider ist das ganze Womo innen von den Kiefern total eingestaubt, aber ohne offene Lüftungsöffnungen hätten wir hier drin unerträgliche Temperaturen.

Und schlecht schmecken tut das Zeuch ja auch nicht... 😂
Am einzigen Nachbarwomo haben wir schon die ganze Zeit einen völlig tiefenentspannten Hund gesehen. Irgendwann kommt er zu uns, schaut kurz und legt sich dann seelenruhig vor unsere Tür.

Zum Glück brauchen wir heute nicht mehr raus...



 

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