Pflicht und Kür in Alicante

Mit der Tram geht es am Morgen nach Alicante und zur Klinik.

Organisatorisch klappt alles sehr gut, wir haben eine Betreuerin, die etwas deutsch und gut englisch spricht und uns sagt, was alles folgen wird.
Der junge Arzt spricht gut englisch und sagt beim Anblick von Brigittes Röntgenbild mit dem zertrümmerten Ellenbogen ganz spontan "Ooohh", wird dann aber gleich sachlich. Es folgen verschiedene Untersuchungen mit Ultraschall und Röntgen der Schulter und des Ellenbogens. Auf der Rechnung gibt es einen netten Hinweis, dass die Klinik bei der Finanzierung helfen kann, aber unser Kreditrahmen ist dann doch ausreichend. 😊

Das Ergebnis ist zum Glück sehr gut, die Brüche verheilen gut. Wir erfahren aber auch, dass das Schlüsselbein nicht nur angebrochen ist, sondern gebrochen. Und nicht nur die Elle ist gebrochen, sondern auch noch die Speiche. 😩

Wir bekommen noch für nächsten Mittwoch einen Physio-Termin, in Deutschland ist der erste Termin Ende Mai. Der ist aber deutlich günstiger...

Danach braucht meine sehr angespannte Brigitte Abwechselung. Wir fahren mit dem Bus bis zur Stierkampfarena. 

Der nahe Mercado Central schließt gerade, aber wir bekommen davor einen Platz in einem lauten und wuseligen Restaurant.
Und Brigitte entspannt sich wieder...

Auch ich kann die Welt nun wieder mit Motivsuche betrachten...

 ...und Motive gibt es genug.

Danach rein in die Innenstadt und treiben lassen. 
Am Theater vorbei geht es in die Altstadt.

Ein Castel auf dem Hausberg thront über den Straßenschluchten. Wir beschließen, da heute nicht rauf zu wollen.

Es gibt viele schöne Plätze...

...ohne, oder mit Kirchen.

Einige Straßen sind (wahrscheinlich?) noch geschmückt vom gestrigen Feiertag, wir haben bei der Anfahrt gestern noch einiges von Spaniens zweitgrößter Pilgerfahrt mitbekommen. 
Warum heißt es eigentlich Pilgerfahrt, wenn mehr als 200.000 Leute eine Strecke gehen???

Wir machen eine Pause an einem Platz unter alten Feigenbäumen und genießen unsere mit Abstand teuerste Sangria. Aber lecker ist sie schon...

Anschließend geht es zum nahen Hafen.

Welcher Künstler hier am Werk war, ist eindeutig zu erkennen.

Hier ist es ruhiger als in der Altstadt, das gefällt uns.

An der Mole finden wir einen Platz, den wir bis Sonnenuntergang nicht wieder hergeben.

Der Rückweg wird länger als gedacht, da wir den Flughafen-Bus mit unseren Tickets nicht nehmen können und bis zur Tram ein ordentliches Stück laufen müssen.
Zum Glück gibt es nach dem Aussteigen bei unserem Stellplatz keine Strandbar, die Stimmung wäre noch danach.


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