Immer noch Beceite
Die anderen 2 Gäste, die wir fast nicht gesehen und überhaupt nicht gehört haben, reisen am Morgen ab. Nun sind wir die Einzigen auf dem Platz. Das finden wir prima, wie oft haben wir die ersten 10-15 Jahren mit unserem Womo alleine irgendwo gestanden. Und auch vorher, in Botswana, Australien und Chile, waren wir meistens völlig alleine. Und hier könnte ich sogar Ramon rufen, wenn wir etwas aus der Bar bräuchten. Brauchen wir aber nicht.
Wir merken aber auch unsere zwischenzeitliche Abhängigkeit vom Internet. Die Infos, die an der Wand stehen, können nicht übersetzt werden. Ich kann Ramon nicht fragen, ob er Auberginen hat. Brigitte möchte für Stuttgart schon Physiotermine ausmachen, aber wie kommen wir an die Telefonnummern? Und mir fehlt besonders die Wettervorhersage.
Ich gehe zwar davon aus, dass 99,9 % der Daten, die im Internet unterwegs sind (für mich jedenfalls) völlig sinnfreier Mist sind, aber ein kleiner Teil ist dann doch sinnvoll zu gebrauchen.
Immerhin habe ich noch lokal funktionierende Apps aus Zeiten, wo es deutlich weniger Internet gab (gerade im Ausland), die jetzt wieder aus der Versenkung geholt werden.
Am Nachmittag lasse ich dann auch wieder meine Drohne steigen. Es geht mir mehr ums Üben, der letzte Crash ist noch nicht so lange her, aber ich kann jetzt auch zeigen, in welcher Umgebung wir stehen.
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