Barcelona Tag 1
Die Nacht war nicht toll, der ständige Wind von der Seite nervt uns noch ein letztes Mal.
Dafür gibt es aber dann an der Tanke eine Entschädigung von 50 ct/l gegenüber den Preisen in Frankreich. Da springt bei unserem 100 l Tank der nächsten Besuch einer Tapas-Bar wieder raus...😄
Ganz Barcelona bietet exakt NULL Stellplätze für Womos. Das ist wohl auch eine Möglichkeit, den Over-Tourismus zu begrenzen, der hier ja bekanntemaßen herrscht. Ok, die Landebahn des Flughafens um 2 km zu kürzen würde sicher mehr bringen...
Zum Glück entdeckte ich einen Agrar-Stellplatz auf einer Wiese, 25 km von Barcelona am Meer entfernt. Schlechte Anfahrt, keine Entsorgung möglich, das könnte was sein.
Ist es auch, noch ist die Wiese grün. Den ganzen Sommer über ist dies ein staubiger, vertrockneter Platz.
In 20 Minuten sind wir am Bahnhof, 35 Minuten später am Placa de Catalunya.
Hier haben sich Touristen und Tauben auf ein nettes Zusammenleben eingestellt.
Von dort geht es zur Rambla, der Prachtmeile Barcelonas. Die sollte 2025 fertig renoviert sein, doch nirgends wird mehr gebaut wie hier. Absolut unattraktiv und enttäuschend!
Wir steuern daher direkt auf den großen Markt St Joseph zu. Markthallen sind ja grundsätzlich unser Ding!
Es gibt hier auch noch ganz normale Verkaufsstände...
...und auch noch die typischen Bars...
Fast schon aus Verzweiflung wollen wir zum nächsten Markt, der etwas über einen Kilometer entfernt ist.
Unterwegs sehen wir gut gemachte Fahrradstraßen mitten in der Großstadt.
Der Markt St Antoni ist mit seiner renovierten Eisenarchitektur schön anzusehen und auch nicht mehr touristisch. Leider haben inzwischen aber viele Stände schon geschlossen, es ist schon zu spät.
Brigitte findet hier in der Nähe ein Tapas-Lokal, welches echt gut sein soll. Wir stehen also kurz vor 18:00 Uhr mit einigen anderen Leuten vor einem verschlossenen Tor und warten.
Dann geht das Tor auf, und ein vielleicht 20 qm großer Raum ohne Sitzmöglichkeit öffnet sich vor uns. Mit der Ansage "Sie haben eine Stunde Zeit, und sie müssen etwas Essen", werden wir reingelassen.
Kein Problem, fürs Essen sind wir ja hier. Allerdings hat die Speisekarte für uns fast nur unbekannte Tapas, daher brauchen wir etwas Zeit zum Auswählen.
Aber dann:
Jede Bestellung wird frisch zubereitet, und da wir an der Bar stehen, somit vor unseren Augen.
DAS ist mal wieder ein neues, tolles Geschmackserlebnis!!!
Wer bitte kommt denn auf die Idee, Mispeln mit Ziegenkäse und Anchovies zu kombinieren!
Auch die anderen Kombinationen sind klasse! Selbst mit den Fotos weiß ich nicht mehr, was das alles Leckeres war.
Draußen warten ständig Leute auf Einlass. Kaum geht jemand, ist der Platz wieder besetzt. Mehr als 14 Personen gehen ja nicht rein.
Die Atmosphäre ist super, und da wir ständig weiter bestellen, bleiben wir fast 2 Stunden.
Nach den anfänglichen Enttäuschungen war dies dann doch ein prima Einstand für Barcelona!
Diese Strecke zum Zug haben wir natürlich jeden Tag 2 Mal gemacht...














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