Jetzt geht es zurück

Am Morgen schaut noch einmal kurz die Sonne raus, dann verabschiedet sie sich hinter aufkommenden Wolken. Das war es hier für dieses Jahr, nun wollen wir langsam zurück fahren. Aber nicht nach Norden, wie das Navi den besten Weg vorschlägt, denn da würden wir direkt in den Regen fahren. Nein, wir fahren nur knapp 80 km nach Osten, immer am Lot entlang, heute dann halt mit dem Womo. 

Bei Prayssac kennen wir nämlich eine Winzerin, bei der wir 2014 und 2015 schon einmal waren. Mit super Stellplatz zwischen Reben und Lot. 

Nur an wenigen Weinstöcken hängen noch einige Trauben, der Rest ist schon im Keller.

Beim Anmelden sehen wir, dass der Weinverkauf heute geschlossen ist. Davon stand nichts in der Beschreibung. Wir wollen schon gehen, da kommt die Chefin und schließt uns trotzdem den Keller auf. Aber so richtig gut gelaunt ist sie dann bei der Weinprobe wirklich nicht, auch wenn wir nach 15 Minuten voll bepackt wieder gehen. 
Schade, das hatten wir schöner in Erinnerung.

Wahrscheinlich aus Gründen des kommenden Regens fahren auf dem gegenüberliegenden Ufer außerdem ununterbrochen mehrere Traktoren unter Walnussbäumen entlang. Selbst in der Dunkelheit hören sie nicht auf, das monotone Gebrumme nervt.

Da wir nicht eine halbe Stunde durch die Dunkelheit nach Prayssac laufen wollen, um noch eine Enttäuschung zu erleben, wird heute gekocht. Aus den vorhandenen Vorräten zaubert Brigitte eine herrliche Variante einer Bolognesesoße. Und die auf dem Pflaumen-Bauernhof geschenkt bekommenen Tomaten sind herrlich geschmacksintensiv. Zu den roten Wassersäcken aus großen Gewächshäusern ist das ein Unterschied, wie zwischen Wasser und unserem stoffigen Rotwein aus dem Bergerac.


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