Pont-à-Mousson
Leider fängt es gegen 4 Uhr an zu regnen. Wäre halb so schlimm, wenn wir nicht unter Bäumen stehen würden. Nur Wohnmobilisten kennen das zermürbende Geräusch unregelmäßig fallender, dicker Tropfen auf einem Kunststoffdach. Ein Stück zurück fahren geht auch nicht, der Ortsbus hat uns gestern Abend unverschämterweise noch total eingeparkt.
Dieser fährt um 7 Uhr weg, egal, wir konnten sowieso kaum noch schlafen.
Heute scheint es auch nur einmal zu regnen. Wir fahren daher nach dem Frühstück bei mehr oder weniger heftigem Regen weiter nach Norden. Manche Strecken sind für uns neu, manche nicht. Ist bei diesem Wetter ohnehin nicht zu erkennen.
Am Nachmittag laufen wir in Pont-à-Mousson ein. Bestimmt ein netter Ort an der Moselle, aber das interessiert uns erst einmal nicht.
Es sind nämlich schon alle Plätze des großen Stellplatzes belegt!
Brigitte möchte gleich weiter nach Metz, ich möchte wenigstens vorher noch entsorgen. Danach suchen wir auf dem Entsorgungsplatz noch nach weiteren Übernachtungsmöglichkeiten, denn Metz ist bestimmt auch schon voll.
Plötzlich klopft es an die Scheibe und eine nette Gedankenleserin fragt uns, ob wir einen Platz suchen. Sie nämlich auch, und sie hätte gerade mit der Chefin gesprochen, die nun einen zusätzlichen Teil des Stellplatzes öffnen wird.
Wir haben somit die freie Auswahl und nehmen einen Eckplatz fast im Grünen, weit weg von der Straße, mit Blick auf den Hafen.
Wie war das mit dem Dummenglück?
Nachdem sich der Stresslevel wieder gesenkt hat, können wir uns in Ruhe dem eigentlichen Zweck der Übernachtung in einem größeren Ort widmen.
Dem Abschlussessen in Frankreich!
Morgen fahren wir raus, und wir wissen nicht, wohin wir nach der Feier in Köln fahren werden. Alle Restaurants ablaufen fällt bei strömendem Regen aus, wir konzentrieren uns auf eine handvoll Adressen.
Vorher noch die kürzeste Besichtigungstour überhaupt, einmal den Schirm lupfen, und das wars dann auch schon.
Die Auswahl ist schnell getroffen, aber es ist Freitagabend, da sind nicht nur Stellplätze schon "complet".
Wir haben aber noch einmal Glück und bekommen noch einen Tisch in einem netten französichen Restaurant!
Durch die Vermeidung von Autobahnen haben wir ja in den letzten 2 Tagen ordentlich Geld gespart, das nun zur freien Verfügung steht.
Heute gönnen wir uns ausnahmsweise mal was. 😄
Die Flasche Wein sind schon die halben Autobahngebühren...
Wenigsten ein Mal genießen wir den absoluten Gaumenschmeichler.
Danach Magret de Canard mit einer raffinierten Sauerkirschsoße und neuen Kartoffeln.
Anschließend nehme ich noch ein feines Dessert. Natürlich mit Mirabellen, die waren heute schon einige male dabei. Kein Wunder, wir sind in Lothringen, Frankreichs Mirabellenhochburg!
Das war wirklich ein feines Essen, auch wenn wir uns leicht verkalkuliert haben und jetzt eigentlich noch einmal die ganze Landstraße zurück fahren müssten. 😂
Draußen regnet es nicht mehr, ein schon fast ungewohntes Gefühl.








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