Ausflugtag
Wir hatten eine herrlich ruhige und dunkle Nacht, wir sind wohl das einzige Womo im Umkreis von mehreren Kilometern. Ich liebe das!
Beim Frühstück im aufgewärmten Innenraum beobachten wir einen Bauern, der stundenlang alleine mit einer Riesengerätschaft hinter seinem Traktor Tonnen von Zuckerrüben aus dem benachbarten Feld ausgräbt.
Ich bekomme heute wieder Dividende.
Ist alles irgendwie nicht wirklich richtig verteilt...
Anschließend fahren wir nach Werne. Eine kleine Stadtbesichtigung ist angesagt.
Die Fahrt geht südlich des Ruhrgebietes entlang. Für uns gibt es hier viel zu viele Autos, Straßen und Beton. Wir sehen nicht viel, es ist trüb und die Sicht ist auf wenige Kilometer eingeschränkt. Anders als vor 60 Jahren haben wir aber einfach nur etwas Nebel. 😃
Trotzdem nehmen wir am Solebad in Werne erst einmal tief Luft.
Der Ort wirkt etwas ausgestorben, aber auf dem Parkplatz hörten wir schon: "Jetzt eine Stadtbesichtigung? Da hätten sie heute Vormittag kommen sollen, da war hier großer Markt, da war was los!"
Das Wetter tut noch sein übriges, wir erfreuen uns trotzdem an den schönen Fassaden.
Man muss halt auch auf die netten Kleinigkeiten achten.
Dieser Bus fährt wohl in vielen Etappen zwischen Portugal und Osnabrück langsam hin und her. Oben leben und unten Geld verdienen. Und die Getränke sollen wirklich lecker sein, haben wir gehört. Auch eine Geschäftsidee!
Nach nur einer Stunde sind wir durch und fahren weiter zum Schloss in Nordkirchen. Es ist das größte der vielen Schlösser im Münsterland.
Das Wetter klart auf, ein interessantes Licht entwickelt sich.
Ohne Gerüst wäre das Schloss noch viel beeindruckender. Bei Schlössern und Kirchen wirken Gerüste immer auf mich, als ob man der Venus von Milo einen Kartoffelsack übergestüllpt hat.
Ein gerüstfreies Bild bekomme ich aber hin.
Für mich immer wieder interessant sind die Symetrieachsen, die eigentlich fotografisch "langweilig" sind. Aber nicht für mich.
Natürlich gibt es noch 'hund'erte andere sehenswerte Details.
Oder einfach nur die bei Wasserschlössern obligatorischen Spiegelbilder.
Danach fahren wir über kleine Landstraßen weiter. Der Radweg neben der schmalen Straße ist oft fast genauso breit.
Ziel ist Albersloh, das ich ohne nagelneuen Stellplatz nie kennengelernt hätte. Spätestens in der nächsten Saison machen die Van-Lifer aus den offiziellen 4 Plätzen bestimmt 8-10.
Heute ist es aber echt ok, die Nachbarn haben auch eine Dieselheizung, wir stehen am Rand und es ist ruhig.
So ruhig, dass wir aus Brehms Tierleben in nächster Nähe nicht nur 3 Fasane, sondern auch noch Feldhase, Kaninchen, Falke und Graureiher beobachten können.







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