100. Reisetag und Zusammenfassung

Heute ist unserer 100. Reisetag! Dies war damit unsere bisher längste Reise.

Natürlich hatten wir auf der Rückfahrt auf der A8 bei Pforzheim wieder mit Stau gerechnet, aber dass sie nach 2 Unfällen seit 7:00 Uhr für unbestimmte Zeit komplett gesperrt war, ist dann wirklich doof.
Na ja, wir haben kaum Wasser und Diesel geladen, da fahren wir halt quer durch den Schwarzwald. Wir konnten auch ständig fahren, aber durch LKWs und Trecker vor uns nur im Schneckentempo. Wir brauchen über 4 Stunden für 200 km, da wäre der Stau wohl kaum länger gewesen. 😫
Aber optisch schöner war die Fahrt durch den Schwarzwald auf jeden Fall!
 

Zusammenfassung:

-Wetter:
DAS vorherrschende Thema bei allen Womo-Kollegen, mit denen wir gesprochen haben! Der Winter und Frühling von Südfrankreich bis Portugal war viel zu nass und zu kalt. 
Wir trafen Münchner, die von Mitte November bis Anfang April ihr Motorrad aus ihrem Anhänger nicht einmal benutzen konnten. Eine deutliche Änderung der ursprünglichen Reiseroute haben alle in Kauf genommen, oft ohne Erfolg. Die Sommerkleider blieben im Schrank, die einzige warme Hose war im Dauereinsatz. Selbst Womo-Iberico, der wohl bekannteste Spanienreise-Blogger, mit Erfahrung von rund 15 langen Reisen in Spanien, fand sich statt, wie geplant, im Nordwesten, aus Wettergründen im Südosten Spaniens wieder.
Uns traf es auch, aber durch ständigen (zeitraubenden) Blick auf die Wetterentwicklung hatten wir ab Anfang April im Vergleich zu anderen Reisenden recht gutes Wetter. 

-Womo: 
Das Unwort der Reise ist natürlich "Wasserpumpe". Dass die alte Pumpe irgendwann kaputt geht, war klar, aber dass die neue Pumpe so ein kompletter Fehlgriff war, konnte ich nicht ahnen, da hätte ich gerne 4 Tage auf die richtige Pumpe gewartet. Inzwischen habe ich diese in Stuttgart in einer halben Stunde eingebaut. Alle Befestigungen passten, die Wasseranschlüsse auch, und sie ist dicht. So kann es auch gehen!
Ein Lob noch auf den Kühlschrank. Der lief problemlos und hat so gut gekühlt, wie selten zuvor. Alle 4 Wochen abtauen tun ihm (und uns)  wirklich gut.
Ansonsten hat die alte Kiste prima durchgehalten. 7000 km mit 65000 Höhenmetern, teilweise stundenlang über 100 C Kühlwassertemperatur, die Klimaanlage am Limit und kein merklicher Ölverbrauch! Und die neuen Reifen sind deutlich tragfähiger als die alte Version, da ist das Reisen mit einem vollen Weinkeller hinter der Hinterachse sehr entspannend. Und mit knapp über 80 km/h auf leeren spanischen Autobahnen lag der Durst bei nur 10,8 l/100 km. So wenig hat sich der Motor noch nie genommen. Ganz anders als der Fahrer...😊

-Kulinarik:
Wieder ein Volltreffer! Spanien und Portugal sind wirklich ganz anders als Frankreich. Und noch finden wir immer wieder für uns unbekannte Köstlichkeiten, wie Pluma oder Presa. Das macht die Sache sehr spannend. Gerade die etwas einfacheren Restaurants überraschen oft mit geschmacklich sehr guter Küche. Auch ohne Tischdecke und Stoffservietten. Gerade die nach außen so unscheinbaren Kroketten zeigen oft, was die Küche (oder die Oma) so drauf hat. Kein Wunder, dass die Dinger bei fast jedem spanisch besetzten Tisch eine der Vorspeisen sind.

-Reisen im Land:
Wie in Frankreich wird man nicht als Aussätziger der Landstraße behandelt. Das landesweite Verbot von Campingverhalten auf öffentlichem Grund haben sich die Womomobilisten selbst zuzuschreiben. Und da sich viele nicht daran halten, wird es sicher in Zukunft nicht besser werden. Zum Glück gibt es aber inzwischen ausreichend Möglichkeiten, sich legal entspannt vor's Womo zu setzen. 

Diese Reise war einfach nur klasse und macht Lust auf mehr! 
Sicher auch ein bisschen Entschädigung für das letzte, verkorkste Jahr.

Ob wir mit solchen tollen Eindrücken im Spätsommer wirklich nach Südosteuropa fahren werden, wissen wir zur Zeit nicht... 
Aber jetzt geht es in 8 Tagen zuerst einmal in den Norden! 😎


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