Ja, was ist das denn...

...frage ich mich, als ich kurz vor unserer Radtour beiläufig auf die Batteriekontrolle schaue.
Der Solarladestrom schwankt bei wolkenlosem Himmel im 10-Sekunden-Takt zwischen 0 und 12 A.

Dabei hatten wir in den letzten Tagen schon Probleme mit unserer Wasserpumpe. Jeden Morgen hat sie länger gebraucht, bis sie bei geschlossenen Wasserhähnen abgeschaltet hatte. Nach Fehlereingrenzung kristallisierte sich der Druckschalter als Fehlerursache raus. Bis ich das in Ruhe genauer untersuchen kann, bleibt uns nur übrig, den Pumpenschalter jedesmal bei Wasserentnahme zu betätigen. Ist ziemlich lästig, aber sicher kein Grund, nach Hause zu fahren.

Und nun die Solarzellen, das Lebenselexier für den Kühlschrank!
Die Räder bleiben erst einmal draußen liegen, so können wir nicht beruhigt wegfahren. Das Fehlerbild sieht nach einem Problem des Ladereglers aus, da er Spannungen zwischen 10 V und 19 V aus der Batterie "liest", während diese konstant 12,5 V beträgt.
Nach 1,5 h und vielem Probieren bin ich immer noch ratlos und werde bald verrückt. Ich, der sein ganzes Leben lang beruflich Fehler in HW+SW gesucht und gefunden hat, kommt nicht weiter!!!

Irgendwann fasse ich die optisch intakte Schmelzsicherung an, und mir fällt das Metall entgegen. So ein Rotz! Die Sicherung ist "unsichtbar" am Kopf durchgebrannt, aber so, dass nach der Abkühlung das Metall wieder Kontakt hatte. Dann wird es durch den Strom warm und dehnt sich aus. Dadurch verliert es den Kontakt und der Kreislauf geht von Neuem los.

Nach einigen Probebohrungen in der Ersatzteilkiste finde ich eine stärkere Sicherung, und schon werden die Batterien wieder kontinuierlich geladen.
Auf so einen Fehler muss man erst einmal kommen!

Entsprechend spät, aber beruhigt, fahren wir, immer am Meer entlang, los.
Die Landschaft beruhigt uns mit herrlichen Ausblicken.

Am Isla Plana Social Club gibt es die erste Fehlerbeseitigungserfrischung. Die schmeckt heute doppelt so gut!

Es geht weiter Richtung Mazarrón.

Da wir spät sind, suchen wir nicht erst bei der Rückfahrt nach einem Lokal. Am Hafen ist deren größte Dichte.

Bei der Menge an Angeboten, können wir bei der Auswahl nur nach Gefühl und Erfahrung vorgehen. Am Hafenende werden wir fündig.
Unser spanisch ist wohl grottig schlecht, wir bekommen gleich eine deutsche Speisekarte hingestellt. 😖

Die Venusmuscheln sind super, und die Hälfte vom Sud besteht aus Knoblauch.
Die Krokette auf einer Miesmuschel kannten wir noch nicht, und sie schmeckt prima.

Und dann eine Paella mit Iberico und Artischocken. Auch diese Kombination ist neu für uns. Und richtig lecker ist sie auch.

Völlig satt geht es weiter. Am Umkehrpunkt sind schön errodierte Felsen zu sehen.

Auf dem Rückweg noch eine schöne Pause am Meer.

Erst nach Sonnenuntergang kommen wir wieder zurück zum Womo.

Was für ein Tag heute!


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