Begur

Für die nächsten 2 Tage ist hier in der Gegend Sturmwarnung angesagt, daher hatte ich am Abend schon die Weiterfahrt in windärmere Gebiete geplant. Außerdem habe ich an der weiteren Küste nach Süden nichts Passendes für uns gefunden.

Beim Frühstück erwähnt Brigitte beiläufig, dass sie in Begur eine nette Wanderung entdeckt hat. Ein kurzer Blick in die Vorhersage sieht dort heute nur wenig Wind, die Landschaft ist ok, prima, da fahren wir hin!

Es gibt somit heute eine weitere Küstenwanderung, warum auch nicht. Der Track scheint allerdings alt und nur grob segmentiert zu sein, selbst Navi-Hägi verpasst so manchen Abzweig.

Leider fängt es nach dem wolkenlosen Vormittag, so wie gestern an, sich zu bewölken. Trotzdem sind die Ausblicke schön, der Weg ist aber für uns schon anspruchsvoll.

Des öfteren kommt aber die Sonne noch raus und wir genießen die Wanderung.

Die Costa Brava macht hier nicht nur wegen der wilden Bebauung ihrem Namen alle Ehre, natürlich ist auch die Landschaft hier wirklich wild. Sandstrände gibt es hier nur meterweise.


Nach knapp der Hälfte der Wanderung kommen wir zum ersten Ort. Wir hoffen ein wenig auf eine Strandbar oder ein kleines Geschäft mit Getränken, so wie gestern. Dem ist nicht so, aber viel besser, ein gutes Restaurant in bester Lage hat geöffnet !!!

Just in diesem Moment kommt auch die Sonne wieder raus, zum Glück haben wir die 50er Sonnencreme aufgetragen.

Das Brot zu Beginn war schon das Beste, was wir je südlich der Pyrenäen bekommen hatten, die hausgemachten Croquetas sind absolut klasse, aber die Krönung sind die unscheinbar aussehenden, gegrillten Avocados.
Ein wenig kennen wir uns ja beim Essen aus, und die die sind wirklich geschmacklich einen Michelin-Stern wert! Absolut genial!!!

Nach 2 h ziehen wir weiter. Der Weg wird nicht leichter, es geht ständig 30 m runter und drüben wieder hoch.

Die Sonne steht schon tief, wir beschließen nach folgendem Foto die Runde abzukürzen, da der Rest der Küste schon im Schatten ist. (Nein, der wirkliche Grund ist der, dass wir von dem urigen Weg echt fertig sind und in einer Stunde die Sonne untergeht)

Dummerweise geht es nun nur noch bergauf, das Womo steht an der höchsten Stelle.

"Oh Gott, bin ich im Eimer", sagt Brigitte bei der Ankunft. Bei mir geht es noch einigermaßen, aber ich ärgere mich ein wenig, dass meine Uhr die Aufzeichnung des Weges beim Laden der Abkürzung abgebrochen hat. Irgendwie waren es dann für mich, mit all den Foto-Abstechern, fast 14 km und mehr als 600 hm.
Komoot hatte nur 370 hm vorhergesagt...

Der geplante Besuch eines Restaurants am Abend im Ort fällt aus, selbst nach der regenerierenden Dusche heißt es nur hinsetzen und den akuten Flüssigkeistsmangel beseitigen...


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