Ibon de Estanés
Auf zur letzten Pyrenäenwanderung!
Die Schafe waren bis 7:30 Uhr recht ruhig, prima. Am Morgen wabern die Wolken von Frankreich hoch zum Pass, es hat angenehm abgekühlt.
Wir laufen bei bestem Wanderwetter los. Haupsache, die Wolken schaffen es nicht über den Pass.
Bald wandern wir in ein Kar hinein, die Berge darüber sind imposant.
Ein Blick zurück nach Frankreich zeigt, dass sich im Tal heute keiner einen Sonnenbrand holt.
Es geht über Geröll, mal müssen wir über große Steine, dann geht es durch einen idylischen Buchenwald.
Wunderschön, aber so wir schaffen keine 3 km/h. Später geht es einfacher über Weiden.
Es ist "nur" eine rote Wanderung aus dem Wanderführer, aber für uns sehr kräftezehrend. Früher haben wir erst einmal die schwarzen Touren gemacht, dann die schweren Roten. Heute machen wir lieber die blauen Touren und die einfachen Roten. Das ist sehr nachhaltig, da wir den Wanderführer doppelt benutzen können! 😄
Nach dem x-ten Mal, wo wir auf einer Kuppe denken, dass der See zu sehen ist, sind wir wirklich am Ziel.
Die Pause tut gut, auch wenn wir heute etwas zu wenig zu Essen und zu Trinken dabei haben.
Hin will man, zurück muss man, denken wir auf dem langen Rückweg.
Nicht jeder Benutzer der Wege kommt einem auf Augenhöhe entgegen.
Gegen Ende müssen mit schweren Füßen noch die kritischen Stellen gemeistert werden.
Der untere Weg ist eindeutig der Bessere, der Weg oberhalb ist im losen Geröll teilweise nur fußbreit.
Als Dank für unsere Anstrengung zieht die Natur noch einmal alle Register.
Irgendwann haben wir es dann geschafft! Das war wieder eine klasse Tour, mehr geht aber mit unseren alten gut gebrauchten Knochen nicht mehr.
Nach der Dusche rein in das verlassene Dorf, und in der ersten Bar gibt es auch gleich die ersten Raciones!
Bevor wir die nächste Bar leer essen, verabschiedet sich der Hochsommer mit einem Feuerwerk.
Gleich klingelt der Wecker, denke ich mir. So ein Tag kann nur ein Traum sein.















Kommentare
Kommentar veröffentlichen