Wismar
In der Nacht gibt es ein heftiges Gewitter. Hoffentlich schlägt der Blitz nicht in die nahestehende Wetterstation ein, denken wir uns. Tut er nicht, und nach einer Stunde kann man schon wieder über etwas Schlaf nachdenken.
Zum Frühstück scheint wieder die Sonne. Trotzdem brechen wir schweren Herzens auf. Dies wird bestimmt unser schönster Stellplatz auf dieser Reise sein. Wir fahren jetzt an die Ostsee, und über die Stellplätze dort haben wir noch nicht viel Positives gehört. Ich meine natürlich ganz subjektiv Stellplätze, wie wir sie mögen.
Die 25 km nach Wismar sind schnell erledigt, und los geht es.
Kurz vor 12 sind wir an den Ruinen der Marienkirche und hören uns das Glockenspiel an. Das kommt auf dem Bild irgendwie nicht so richtig raus.
Danach geht es zum Marktplatz. Ein optischer Leckerbissen. Fast alle Gebäude frisch renoviert.
Da hilft nur ein Rundblick.
Es würde mich schon interessieren, wie es hier 1989 ausgesehen hat.
In fast jeder Straße der Altstadt gibt es ansehnliche Gebäude aus der Vergangenheit.
Nach einer kleinen Erfrischung aus dieser Maschine...
...ist es soweit. Wir sind das erste Mal an der Ostsee!
Am alten Hafen trifft alt auf neu...
...und man hat einen schönen Blick auf die Stadt.
Zurück in der Stadt traue ich meinen Augen nicht. In der Kirche St. Nicolai bekomme ich heftiges Netzhautflimmern.
Backsteingotik meets Barock! Das passt für mich überhaupt nicht zusammen.
Da ist die Decke in der Heiligen Geist Kirche schon deutlich interessanter.
Draussen geht es weiter mit tollen Straßenzügen.
Dabei bekomme ich auch mit, dass Karstadt hier gegründet wurde.
Wusste ich bisher noch nicht.
Auch nach Stunden sind wir immer wieder erstaunt, wie sich Wismar rausgeputzt hat.
Manchmal wirkt es aber auch auf mich wie bei einer Modelleisenbahn. Fast schon etwas zu steril und zu hübsch. Aber auf jeden Fall sehenswert. Zum Abschluss noch eine optische Erholung im Lindengarten.
Dann sind wir durch und gehen mit vielen neuen Eindrücken zum Womo zurück.
Fertig für heute sind wir aber noch nicht.
Wir fahren 20 km zur Insel Poel auf einen 'normalen' Stellplatz nur wenige Minuten von der Ostsee entfernt. Wir sind im winzigen Timmendorf Strand. Nicht zu verwechseln mit Timmendorfer Strand!
Hier gibt es wieder einige Neuigkeiten für uns. Strandnutzungsgebühr zum Beispiel, was wohl wie Kurtaxe ist. Selbst wenn man nur zum Hafen läuft. Aber vielleicht habe ich das auch falsch verstanden. Wir zahlen die 5 € und gut ist. Kurtaxe kannte ich bisher eher unter einem Euro, aber da war auch kein Strand dabei.
Auch dies ist neu für uns.
Strandkörbe ohne Ende.
Danach gehen wir in eine Fischbude jedenfalls heißt das Ding so. Irgendwie ein Mittelding zwischen Restaurant und Imbiss.
Alles frisch zubereitet und es schmeckt prima. Auch wenn ich beim Fisch keinen Unterschied zwischen Scholle und Dorsch rausschmecken kann.
Wir merken, dass es am Hafen leer wird. Die Tagesgäste fahren weg. Daher schließt die Küche der Fischbude auch schon um 19:30 Uhr. Glück gehabt.
Es ist immer noch 24 C und es weht nur ein laues Lüftchen. Blauer Himmel, und die Sonne geht nur gaaanz langsam unter. Heute ist der längste Tag des Jahres. Wir holen uns daher im Womo noch das entsprechende Getränk und setze uns gemütlich ans Ufer.
Klasse!!!























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