Tours, oder: Bilderflut bei Regen

Schon am Abend begann es zu regnen. Und es hörte nicht auf. Wir fahren heute aber trotzdem früh ins nahe Tours. Ohne Frühstück. Ein Parkplatz ist zum Glück kein Problem, auch wenn wir 2 km ins Zentrum laufen müssen. Dabei hat die Stadt kaum 140.000 Einwohner. Immerhin hat es nun aufgehört zu regnen.

Dafür ist der Bahnhof aber groß.

Und das Rathaus auch.

Unterwegs ein Blumenmarkt.

Das Ziel ist allerdings der Markt vor den Markthallen.

So ein Markt ist immer wieder schön anzusehen. Es nieselt wieder, aber die Leute reden, lachen, stehen ohne Drängeln an und kaufen reichlich ein.
Die noch angebotenen Himbeeren passen nicht mehr zum Wetter, die Steinpilze schon.

Auch die Nase kommt nicht zu kurz.

Es fängt wieder an zu regnen. Wir gehen in die Markthallen. Ein Gewürzladen verströmt einen betörenden Duft.

Wahrscheinlich werden hier auch mehr als 100 Käsesorten angeboten.

Und natürlich alle möglichen Leckereien. Wir haben heute immer noch nichts gegessen...

Trotz des schlechten Wetters sitzen hier nicht nur die Raucher im Freien.

Die Altstadt ist schön, wirkt aber bei Regen nicht wirklich.

Wir beschließen, den Regen sinnvoll auszusitzen. Und wie macht man das, wenn man immer noch nichts gefrühstückt hat?
Man geht halt gleich zum Mittagessen über! Wir sind die ersten, die Franzosen haben wenigstens schon ein Croissant gefrühstückt.


Restaurants gibt es hier gefühlt 2 pro Einwohner, heute fällt die Auswahl aber nicht schwer.

Muscheln waren das Zauberwort auf der Speisekarte!

Als wir nach 2 Stunden und einigen Regengüssen das Lokal wieder verlassen, sind auch die vorhin noch leeren Plätze draussen gut besucht.

Es geht weiter zur Kathedrale.

Auch wieder ein bauwerkliches Prachtstück. Dort, wo bereits renoviert wurde, ist der Unterschied zum vom Zahn der Zeit zerfressenen Original, unübersehbar.

Und innen ist sie erst recht beeindruckend. Hier nur ein paar Bilder der Fenster (Gott sei Dank, wir der eine oder andere Leser sagen...😅)


Was mich beeindruckt, ist, dass die Farben auch nach über 800 Jahren, die manche Originalfenster der Sonne ausgesetzt waren, noch so intensiv wirken.

Damals gab es wirklich noch keine geplante Obsoleszenz!
Fenster, die ersetzt werden müssen, werden hier modern ausgeführt.

Draussen regnet es wieder, daher planen wir das nächste Ziel in andächtiger Stille in der Kirche.

In der Nähe steht eine riesige, über 200 Jahre alte Libanon-Zeder.

Auch beeindruckend!

Eine gute Stunde später haben wir einen schönen Platz am Zusammenfluss von Cher und Loire erreicht.

Es regnet wieder leicht...


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